Die Zerstörung einer Gesellschaft

Bomben und Kugeln wurden im Irak in extremem Ausmaß eingesetzt. Das Abwerfen von Tonnen von Bomben und das Freisetzen von Millionen von Kugeln hinterlĂ€sst giftige RĂŒckstĂ€nde in Luft, Wasser und Boden der betroffenen Bevölkerung. Diese Schadstoffe vergiften diese Bevölkerung noch Jahre nach dem Ende der Bombardierung weiter.

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Munition liegen lassen und als Helfer wiederkommen

Das Vorgehen der Bundeswehr, sich bei diversen Naturkatastrophen, von Hochwasser bis zu extremen SchneefĂ€llen, als Retter in der Not zu inszenieren, ist aus den letzten Jahren bekannt. Mit dem Einsatz von Pionierpanzern auf Propagandatour zu gehen bekommt allerdings in Anbetracht der Geschichte des Ortes einen besonders zynischen Beigeschmack. So war es die militĂ€rische Nutzung und das kopflose Verschießen und Vergraben von Munition – auch durch die Bundeswehr – die das Ausmaß der aktuellen WaldbrĂ€nde und die massiven Probleme bei den Löscharbeiten erst hervorgerufen haben. Kaum vorstellbar, dass der Feuerwehr gedankt werden wĂŒrde, wenn sie fĂŒr die UmstĂ€nde des Brandes selbst mit verantwortlich wĂ€re. Wenn die Not allerdings so groß ist, dass der Bundeswehr das Feld gerĂ€umt wird, scheint der Verstand bei einigen auszusetzen.

„Rena“- Umweltkatastrophe in Neuseeland nimmt immer grĂ¶ĂŸere Ausmaße an

Die Umweltkatastrophe durch den unter liberianischer Flagge und ungeklĂ€rten UmstĂ€nden auf ein Riff vor der neuseelĂ€ndischen OstkĂŒste aufgefahrenen Öltanker und Gefahrengut-Frachter „Rena“ nimmt immer grĂ¶ĂŸere Ausmaße an. Die rechtsliberale Regierung unter Premierminister John Key (New Zealand National Party), die in der parlamentarischen Monarchie Neuseeland formal der britischen Königin Elisabeth II. untersteht, tut nichts, außer alles noch schlimmer zu machen.

Die Chronik des Neoliberalen Irrsinns – Dezember 2010

Das Jahr 2010 neigt sich seinem Ende zu und allmĂ€hlich verklĂ€rt sich der Blick auf das Vergangene. Damit aber das weihnachtliche Vergeben und Vergessen nicht allzu großzĂŒgig ausfĂ€llt, hat der Politologe und Philosoph Egbert Scheunemann auch in diesem Jahr mit seiner „Chronik des neoliberalen Irrsinns“ eine sowohl subjektive wie informative Jahres-Chronik erstellt, die Radio Utopie in monatlichen Kapiteln dokumentiert. Nicht alle Meinungen und Auffassungen des Autors mĂŒssen dabei mit denen der Redaktion ĂŒbereinstimmen. Die ersten fĂŒnf Jahre der „Chronik des Neoliberalen Irrsinns“ (2003-2008) sind bereits als Buch erschienen. Die Chronik 2010 ist hier im Original als PDF zu lesen.

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