Frieden und Wassermelonen

Als ich Mitte der 50er-Jahre nach einer Persönlichkeit Ausschau hielt, die vielleicht David Ben Gurion im Amt des MinisterprĂ€sidenten ablösen könnte, dachte ich an Goldmann. Er hatte das notwendige Format und war bei moderaten Zionisten beliebt. Was nicht weniger bedeutsam war: er hatte eine klare Meinung. Vom ersten Tag des Staates Israel an hatte er vorgeschlagen, dass Israel eine „nahöstliche Schweiz“ werden möge, neutral zwischen den USA und der Sowjetunion. FĂŒr ihn war Frieden mit den Arabern fĂŒr die Zukunft Israels absolut notwendig.

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Die Schweiz hat fĂŒr 6 Mrd. Ihr ganzes Netz perfektioniert

Stuttgart: Die JA-zum-Ausstieg-Kampagne war gestern zu Gast in ZĂŒrich, wo sie von renommierten Schweizer Bahnexperten und Verkehrspolitikern empfangen wurde: NationalrĂ€tin Franziska Teuscher von den GrĂŒnen, ProBahn-Vorsitzender Edwin Dutler und der ehemalige SBB-Chef Benedikt Weibel. Unter seiner FĂŒhrung wurde das groß angelegte Projekt Bahn2000 realisiert, das aus 135 Bauprojekten in der ganzen Schweiz besteht. In Sachen Demokratie Ă€ußerten sich die schweizer Gastgeber sehr unerwartet: „Ein bisschen Stuttgart wĂŒrde auch der Schweiz gut tun“, sagte Franziska Teuscher. Was jedoch das milliardenschwere Großprojekt Stuttgart 21 angeht, war das Urteil klar und eindeutig: „Das ist gegen jede eisenbahntechnische Vernunft. Es ist die grĂ¶ĂŸte Dummheit, die ich an Projekten je in Europa gesehen habe!“ (Edwin Dutler). Der Aufwand und die Kosten stehen in keinem VerhĂ€ltnis zum Nutzen.

Wall Street und CIA

Die Central Intelligence Agency ist ein Geschöpf zur Wahrung langfristiger Wirtschaftsinteressen der Wall Street. Die Verbindung fÀllt recht offensichtlich aus, wenn man sich vor Augen hÀlt, wer an der Schaffung der CIA im Jahre 1947 und ihrer nachfolgenden Entwicklung entscheidend beteiligt war.

Von Lars Schall

EuropĂ€ischer Gerichtshof: In Maastricht bleiben AuslĂ€nder vor der Coffeeshop-TĂŒr

Ein einzelner Coffeeshop-Betreiber unterliegt mit seiner Forderung, allen volljĂ€hrigen Personen legalen Zutritt in sein GeschĂ€ft in Maastricht zu erwirken – Gewinner dieses Urteils sind die illegalen VerkĂ€ufer, vor allem gerade in Deutschland – eine von der Schweizer Regierung beauftragte Expertengruppe schlug dagegen die Entkriminalisierung auch harter Drogen in der Schweiz vor. Die Zweite Kammer des EuropĂ€ischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg gab der niederlĂ€ndischen Stadt Maastricht in der am 16.Dezember 2010 auf der Webseite des EuGH veröffentlichten Rechtssache C?137/09 „Marc Michel Josemans gegen Burgemeester van Maastricht“ Recht, die fĂŒr deutsche und alle anderen auslĂ€ndische BĂŒrger ein Verbot erlassen hatte, die zugelassenen vierzehn Coffeeshops der Stadt zu betreten und dort geringe Mengen an Haschisch und Marihuana (5 Gramm pro Tag und Person) zu kaufen.

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Antrag auf Todesstrafe in Schweiz vom Tisch

RĂŒckfall in das finstere europĂ€ische Mittelalter des von Anfang an populistischen und aussichtslosen Ansinnens abgebogen (Grafik: Verbrennung des Ritters von Hohenberg mit seinem Knecht wegen gleichgeschlechtlichen Analverkehrs (ZĂŒrich, 1482)Wikipedia) Das siebenköpfige Komitee zur WiedereinfĂŒhrung der Todesstrafe in der Schweiz hat seinen Vorstoss fĂŒr eine Volksinitiative zum Sammeln von 100.000 dafĂŒr benötigte Unterschriften – welche die formale PrĂŒfung der Bundesregierung in Bern bestanden hatte – wieder zurĂŒckgezogen, hiess es nach Angaben der Schweizer Nachrichtenagentur SDA am Mittwoch unter Berufung auf den Sprecher des Initiativkomitees, Marcel Graf.

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