Bundestag beschließt Atomgesetznovelle: Riesiges Eingangslager fĂŒr 500 Castor-BehĂ€lter geplant

Diese GesetzesĂ€nderung legt fest, wie im Rahmen eines von der EU geforderten “Nationalen Entsorgungsprogramms” (NaPro) mit der Lagerung der atomaren AbfĂ€lle umgegangen werden soll. Dieser gesetzliche Rahmen entwertet aus Sicht der BĂŒrgerinitiative Umweltschutz LĂŒchow-Dannenberg e.V. (BI) die Arbeit der Endlagerkommission, die ursprĂŒnglich damit betraut wurde, die Suche nach einem Endlager fĂŒr hoch radioaktive AbfĂ€lle neu zu starten.

Endlagerkommission mit politischem Sprengstoff

Das Bundesumweltministerium (BMUB) will erlĂ€utern, wie die Infrastruktur eines kĂŒnftigen Endlagers aussehen soll. Da geplant ist, nicht nur hochradioaktive AbfĂ€lle, sondern auch den gesamten NuklearmĂŒll, der im “Schacht Konrad” nicht eingelagert werden darf, an jenem Standort zu verbuddeln, ist offensichtlich geplant, ein riesiges Eingangslager und Anlagen zur Konditionierung der AbfĂ€lle an Endlagerstandort zu bĂŒndeln. “Das ist das Nukleare Entsorgungszentrum, wie es in Gorleben einmal geplant war”, kommentiert die BĂŒrgerinitiative Umweltschutz LĂŒchow-Dannenberg e.V. (BI).

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Castor-RĂŒckrufaktion ĂŒberrascht selbst Atomkraftgegner

Das Erschreckende: Die Castor-RĂŒckrufaktion ist kein singulĂ€res Ereignis, sondern reiht sich ein in die Hiobsbotschaften von leckenden Strahlen-FĂ€ssern in BrunsbĂŒttel, den geplanten AtommĂŒll-Exporten in die USA und der Castor-Lagerung per Notverordnung im Forschungszentrum JĂŒlich. Atomwirtschaft und Bundesregierung bekommen das MĂŒll-Problem nicht in den Griff. Trotzdem wird tagtĂ€glich in neun Reaktoren weiter strahlender Abfall produziert. Das ist der eigentliche Skandal.“

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