US-Botschaft bestÀtigte bereits 2011 tödliche Gewalt gegen Studenten in Mexiko

Die EnthĂŒllungen in den USA könnten auch die deutsche Regierung unter Druck setzen. Bei einer Debatte zum Thema im November 2014 hatte der Staatsminister im AuswĂ€rtigen Amt, Michael Roth (SPD), ein Polizeiabkommen mit Mexiko noch verteidigt. Die Vereinbarung sei nötig, weil „die mexikanische Bundesregierung nicht Urheber der Menschenrechtsverletzungen“ in Guerrero sei, sagte Roth unter Bezugnahme auf den EU-Botschafter in Mexiko, Andrew Standley. Die nun veröffentlichten Drahtberichte aus den USA widerlegen diese These einmal mehr.

Geld an ParamilitĂ€rs: US-Gericht gibt neue Akten ĂŒber Chiquita frei

Die neuen Akten, die nun erst ausgewertet werden mĂŒssen, dĂŒrften weitere brisante Details ĂŒber die Zusammenarbeit zwischen transnationalen Konzernen und ParamilitĂ€rs liefern. In Kolumbien stehen vor allem Palmölproduzenten und andere agrarwirtschaftliche Großproduzenten im Verdacht, mit ParamilitĂ€rs zusammenzuarbeiten, um Arbeiter zu unterdrĂŒcken und die lokale Bevölkerung zu vertreiben.