Demaskierung der Folterung von Julian Assange

Dennoch, so mag man sagen, warum so viel Luft auf Assange verschwenden, wenn unzĂ€hlige andere weltweit gefoltert werden? Weil es hier nicht nur darum geht, Assange zu schĂŒtzen, sondern auch darum, einen PrĂ€zedenzfall zu verhindern, der das Schicksal der westlichen Demokratie besiegeln könnte. Denn ist es erst einmal ein Verbrechen, die Wahrheit zu sagen, wĂ€hrend die MĂ€chtigen Straflosigkeit genießen, wird es zu spĂ€t sein, den Kurs zu korrigieren. Wir werden unsere Stimme der Zensur und unser Schicksal der ungezĂŒgelten Tyrannei ĂŒberlassen haben.

Dieser Gastkommentar wurde dem Guardian, der The Times, der Financial Times, dem Sydney Morning Herald, dem Australian, der Canberra Times, dem Telegraph, der New York Times, der Washington Post, der Thomson Reuters Foundation und Newsweek zur Veröffentlichung angeboten.

Keiner von ihnen reagierte positiv.

PrÀsident von Ecuador verteidigt Auslieferung von Assange

Nach der Auslieferung des Publizisten und MitbegrĂŒnders der EnthĂŒllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, an Großbritannien sieht sich die ecuadorianische Regierung unter PrĂ€sident LenĂ­n Moreno heftiger Kritik ausgesetzt. Der ehemalige PrĂ€sident des sĂŒdamerikanischen Landes, Rafael Correa, warf seinem Nachfolger vor, Assange nach Verhandlungen mit den USA ausgeliefert zu haben, um außen- und wirtschaftspolitische Vorteile zu erlangen.