AtommĂĽllentsorgung: BI kritisiert Blockadepolitik der Konzerne

Für Atommüllentsorgung sind bisher 36 Milliarden Euro zurückgestellt worden, Kostenschätzungen besagen aber, dass die nukleare Entsorgung mit 50 bis 70 Milliarden Euro zu Buche schlagen wird. Umweltverbände und Parteien fordern deshalb die Einrichtung eine öffentlich-rechtlichen Fonds, in den die Konzerne ihre Rückstellungen einzahlen sollen.

Endlagerkommission mit politischem Sprengstoff

Das Bundesumweltministerium (BMUB) will erläutern, wie die Infrastruktur eines künftigen Endlagers aussehen soll. Da geplant ist, nicht nur hochradioaktive Abfälle, sondern auch den gesamten Nuklearmüll, der im “Schacht Konrad” nicht eingelagert werden darf, an jenem Standort zu verbuddeln, ist offensichtlich geplant, ein riesiges Eingangslager und Anlagen zur Konditionierung der Abfälle an Endlagerstandort zu bündeln. “Das ist das Nukleare Entsorgungszentrum, wie es in Gorleben einmal geplant war”, kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI).

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AtommĂĽllkompromiss im Eimer

Der Energieriese drängt nun darauf, dass weiter Castor-Behälter in Gorleben eingelagert werden. 26 Castoren aus der Wiederaufarbeitung in La Hague bzw. Sellafield mit verglasten mittel- und hochradioaktiven Abfällen stehen noch aus, doch die Länder konnten sich bisher nicht darauf verständigen, wo die Behälter – wenn nicht in Gorleben – zwischengelagert werden.