Ex-CIA-Chef: USA mischen sich bei Wahlen im Ausland ein, aber „nur fĂĽr eine sehr gute Sache“

„Es diente dem Wohle des Systems“, betonte Woolsey. Forscher vermuten, dass sich die USA seit dem Zweiten Weltkrieg mindestens 81 Mal in Wahlen eingemischt haben, weitaus häufiger als Russland. Einige Analysten argumentieren, dass die beiden nicht gleich zu bewerten sind, weil die US-Einmischung „pro-demokratisch“ war.

Wall Street und CIA

Die Central Intelligence Agency ist ein Geschöpf zur Wahrung langfristiger Wirtschaftsinteressen der Wall Street. Die Verbindung fällt recht offensichtlich aus, wenn man sich vor Augen hält, wer an der Schaffung der CIA im Jahre 1947 und ihrer nachfolgenden Entwicklung entscheidend beteiligt war.

Von Lars Schall

Tony Hayward, Robert Dudley, Gerhard Schröder: Postenkarussell TNK-BP

BP – TNK-BP – Gazprom: fast jeder Konzern ist mit jedem „verheiratet“ und pflegt in dieser Ehe zu seinem Wohle die besten Beziehungen Tony Hayward, der scheinbar wegen der Ă–lkatastrophe im Golf von Mexiko seinen Hut nehmen und sich zur Beruhigung der Ă–ffentlichkeit aus der Branche zurĂĽckzuziehen schien (siehe unten die jĂĽngsten Zitate in der Presse), wird in das Board of Directors des russisch-britischen Ă–lkonzerns TNK-BP aufgenommen.

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Kongressausschuss: BP verĂĽbte chemisches „Flächenbombardement“ im Golf von Mexiko

Der Ă–lmulti BP hat im Gebiet um die explodierte Ă–lplattform „Deepwater Horizon“ auch in den letzten Monaten exzessiv hochgiftige Dispersionsmittel eingesetzt. Die US-KĂĽstenwache genehmigte die Chemieeinsätze. Neben BP in die Affäre verwickelt: der Sonderbeauftragte der US-Regierung (ein ex-Admiral der KĂĽstenwache), die Umweltschutzbehörde, sowie der weltweit größte Offshore-KonzernTransocean. Zusammen sitzen alle Beteiligten in einem „Vereinigten Kommandozentrum“. Nun flog das Ganze durch einen quasi offenen Brief des Vorsitzenden eines Sonderausschusses der Kongresskammer Repräsentantenhaus an den Sonderbeauftragten der Regierung auf. Seit der Explosion der Ă–lplattform „Deepwater Horizon“ am 20.April hat der Ă–lmulti BP im Golf von Mexiko massiv hochtoxische Dispersionsmittel bzw Dispergatoren wie Corexit zur Bindung von Ă–lteppichen eingesetzt. Auf öffentlichen Druck hin verbot die US-Umweltschutzbehörde „United States Environmental Protection Agency“ (EPA) zwar in einer sehr allgemeinen Anweisung vom 24.Mai solche Chemieeinsätze, lieĂź aber gleichzeitig Ausnahmen zu. Der Vorsitzende eines Sonderausschusses des Kongresses hat nun durch einen quasi offenen Brief an den Sonderbeauftragten der Regierung an die Ă–ffentlichkeit gebracht, dass der massive Chemie-Einsatz des Ă–lkonzerns einfach weiter ging.

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