Geisel Griechenland: Banken und EU-RĂ€te versuchen neue 444 Milliarden-Erpressung

Vor dem absehbaren offiziellen Staatsbankrott Griechenlands versuchen Banken und FinanzglĂ€ubiger ĂŒber die von ihnen kontrollierten Regierungen in Paris und Berlin den drohenden Finanzverlust an Schuldforderungen auf die Staaten des WĂ€hrungsgebietes „Euro“ abzuwĂ€lzen. Nach dem Treffen der „Eurogruppe“ in BrĂŒssel wurden Forderungen fĂŒr ein neues „Hilfspaket“ fĂŒr Griechenland-GlĂ€ubiger in Höhe von 444 Milliarden an die Presse gegeben. In Berlin entscheidet nĂ€chste Woche der Haushaltsausschuss des Bundestages ĂŒber die dann mutmaßlich vollstĂ€ndig vorgelegten „Leitlinien“ des „Euro-Rettungsschirms“ EFSF.

Eine kleine Zusammenfassung.

„Die BĂŒrger sind systemrelevant, nicht die Zockerei der Banken“

Rede von ParkschĂŒtzer JĂŒrgen Hugger bei der Kundgebung „Empört-wehrt-engagiert-vernetzt euch!“ auf dem Stuttgarter Schlossplatz am 15.10.2011 Liebe StaatsbĂŒrgerinnen, liebe StaatsbĂŒrger, wundern Sie sich nicht ĂŒber diese Anrede. Wir leben in einer Zeit, in der wir als StaatsbĂŒrger erkannt haben, dass wir unsere Rolle neu begreifen mĂŒssen. Wir sind immer davon ausgegangen, dass unsere Belange im Großen und Ganzen vernĂŒnftig geregelt werden von denjenigen, denen wir in Wahlen unsere Stimme gegeben haben. Wir mĂŒssen nun feststellen, dass dem nicht mehr so ist. Das Unbehagen darĂŒber, wie die Politik mit uns BĂŒrgern, unseren Werten und unserem Geld umgeht, wird immer grĂ¶ĂŸer. Die BestĂ€tigung, dass dieses Unbehagen mehr als begrĂŒndet ist, erhalten wir nicht nur aus einem großen Teil der bĂŒrgerlichen Presse, sondern auch aus der Analyse konservativer Ökonomen und Politiker.

G20-Finanzminister und Zentralbanker wollen Banken immer noch „angemessen kapitalisieren“

AuszĂŒge der an „Reuters“ weitergegebenen ErklĂ€rung der z.Z. in Paris tagenden Zentralbanker und Finanzminister aus Deutschland, USA, China, Japan, Großbritannien, Frankreich, Russland, Italien, TĂŒrkei, Kanada, Mexiko, Brasilien, Argentinien, SĂŒdafrika, Saudi-Arabien, Indien, SĂŒdkorea, Australien, Indonesien, organisiert im Regierungs- und Bankenbund „G20“:

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Globale Finanz-Nomaden an Deutschland: „Dringend Schwachköpfe fĂŒr 2 Billionen Euro Banken-Bakschisch gesucht!“

Dem Supersupersuper-Ökonom Nouriel Roubini, der sich selbst gern als „globaler Nomade“ bezeichnet, sind offensichtlich die Ideen fĂŒr eine akkurate Deppenhypnose ausgegangen. Zum zweiten Mal innerhalb knapp einer Woche redet er von einer „Zwei Billionen Euro-Bazooka“. Das Anliegen des hochdotierten Spezialisten fĂŒr „Kapitalmarkt- und Wirtschaftsinformationen“ ist immer noch das gleiche wie letzte Woche: Deutschland solle in die als „Euro-Rettungsfonds“ luxemburgische Aktiengesellschaft EFSF einzahlen, bis darin (nach Zustimmung des Parlaments der Slowakei) statt 780 Milliarden Euro Steuergelder schließlich 2 Billionen Euro Steuergelder seien – zwecks „Rekapitalisierung“ der Banken.

EU-Plan: 133 Mrd Euro fĂŒr die Banken, Kapitalisten fordern EU-Zentralstaat und hĂ€rteres „Sparen“ der BĂŒrger

Die drei grĂ¶ĂŸten VerbĂ€nde der Industrie-Bosse in Italien, Frankreich und Deutschland – „Confindustria“, „Mouvement des entreprises de France“ (Medef) und „Bundesverband der Deutschen Industrie“ (BDI) – fordern in einem gemeinsamen Aufruf die Finanzierung der Banken durch den Staat, einen neuen EU-Vertrag, den Sturz der europĂ€ischen Demokratien, die Errichtung eines Zentralstaates durch die EU-Organe und dafĂŒr ein noch hĂ€rteres „Sparen“ der jeweiligen StaatsbĂŒrger. Laut dem Finanzminister von Irland sollen u.a. aus dem „Euro-Rettungsfonds“ EFSF 133 Milliarden in das Banken-System gepumpt werden.

Der Moloch „EuropĂ€ische Union“ enthĂŒllt endgĂŒltig seine wahre Fratze: die Diktatur des Kapitals.