Karzai droht mit „Seitenwechsel“ und bezeichnet „Taliban“als mögliche „legitime Widerstandsbewegung“

Kracher aus Kabul: Der Präsident Afghanistans verlangt einen Stopp der Einmischung von UNO, EU und USA in die „inneren Angelegenheiten“ des seit 2001 von Nato-Truppen besetzten Landes. Die ganze Farce des seit ĂĽber acht Jahren systematisch eskalierten „zivil-militärischen Ansatzes“ steigert sich zum Exzess. Dass Deutschland nicht am Hindukusch verteidigt, sondern durch dir Berliner Kriegsparteien dort regiert wird, konnte in ĂĽber acht langen Jahren seit der Invasion Afghanistans jeder mitverfolgen. Nach den neuesten Krachern aus Kabul muss sich nun die Frage stellen: wird vielleicht der Hindukusch in Deutschland verteidigt? Sind vielleicht die ganzen Toten der letzten acht Jahre Krieg ohne Verteidigungsfall (fĂĽr Deutschland) einfach Opfer einer tragischen Verwechslung?

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Die zweite Kunduz-Affäre

Afghanistan: Am Freitag vermeldet das deutsche Militär drei in einem Gefecht mit „Taliban“ gefallene deutsche Soldaten. Gestern heisst es dann, fĂĽnf oder sechs afghanische „Soldaten“ in einem zivilen Fahrzeug seien von einem deutschen SchĂĽtzenpanzer getötet worden – alles in unmittelbarer Umgebung des deutschen MilitärstĂĽtzpunktes in Kunduz, in dessen Sichtweite gerade ein viermal so groĂźer Komplex der US-Streitkräfte errichtet wird. Afghanistan-Kommandeur General Stanley McChrystal traf gestern in Kunduz ein. Die Nato kĂĽndigt eine Untersuchung der Vorfälle an. Heute morgen flog der deutsche Entwicklungshilfe-Minister Dirk Niebel (FDP) nach Kunduz. Er nahm an einer Trauerfeier fĂĽr drei deutsche Soldaten teil, die nach Angaben des Militärs, sowie eingebetteter Presse, am Freitag dem 2.April bei einem ominösen Gefecht mit „Taliban“ unter bislang nicht von unabhängiger Seite bestätigten Umständen um´s Leben kamen. Es gab zahlreiche WidersprĂĽche in den Darstellungen.  (Wer redet von drei toten deutschen Soldaten in Afghanistan?). Hatte es Freitag noch geheissen, Niebel sitze im afghanischen Hauptquartier der deutschen Besatzungstruppen in Mazar-i-Sharif fest, „weil alle verfĂĽgbaren Hubschrauber fĂĽr den Transport von Verwundeten eingesetzt“ wĂĽrden (1), hiess es heute, Niebel mĂĽsse die Särge der drei Gefallenen aus Kunduz holen und mit seinem Regierungs-Airbus nach Hause bringen, da sie sonst „erst in ein paar Tagen ausgeflogen werden…

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Wer redet von drei toten deutschen Soldaten in Afghanistan?

Kurz vor dem von Militär und „Spiegel online“ aus der Besatzungszone gemeldeten „Ăśberfall“ von „Taliban“ auf deutsche Soldaten sprach sich Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel fĂĽr einen RĂĽckzug bis Ende 2013 aus. Das deutsche Militär, namentlich seine FĂĽhrungsgeneräle und besonders das EinsatzfĂĽhrungskommando, haben schon so oft gelogen, dass das Wort „Kunduz-Affäre“ nach achteinhalb Jahren Krieg und Kriegslisten eigentlich ausreichen sollte. Heute geschah nun folgendes, in zeitlicher Reihenfolge:

Welt Online: kleiner Taliban-Scherz zum 1.April

Das alte WalroĂź der Informationsindustrie bringt heute mal wieder auf seinem Label ein neues Video der „Al-Qaida“ heraus. Handlung: Angriff von „Taliban“ in Afghanistan auf Fahrzeuge der Bundeswehr am Bundeshindukusch. Leider, leider – es sind keine Fahrzeuge der Bundeswehr, sagt die Bundeswehr. Also, das soll mir doch noch eine Extra-Meldung wert sein, neben „Internet wird abgeschaltet“ und „Die Schweizer leiden unter starkem Franken“ (Hallo, es ist 1.April).

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US Navy: Flugzeugabsturz im Arabischen Meer

Am Nachmittag des 31.März gegen 14.00 Uhr Ortszeit stürzte eine E-2C Hawkeye der US Navy mit vier Besatzungsmitgliedern an Bord ins Arabischen Meer, berichtete die BBC. Drei der vier Besatzungsmitglieder wären später geborgen worden und die Suche nach dem vierten Besatzungsmitglied ist nun im Gange, hätte die Fünfte Flotte der US Navy nach Angaben des Senders bekannt gegeben. Es wurde behauptet, dass an dem Flugzeug mechanische Fehlfunktionen aufgetreten wären, die die Besatzung zu einem kontrollierten bail-out gezwungen hätten. (Foto: E-2C Hawkeye, Jason T. Poplin, US Navy/Wikipedia)

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