RĂŒstung ohne Schwermetall

Mit dem im November 2017 verabschiedeten neuen Polizeigesetz Baden-WĂŒrttemberg schuf das Land erneut beste Bedingungen fĂŒr die zeit- und praxisnahe Umsetzung neuer Technologien: Mit dem neuen Gesetz habe das Land „erstmals einen rechtlichen Rahmen fĂŒr solche Methoden“ geschaffen, frohlockte das IOSB und kĂŒndigte an, dass „[d]as am Fraunhofer IOSB entwickelte, computergestĂŒtzte Investigationssystem ivis-X fĂŒr die digitale Forensik“ nun „erstmals in der realen Anwendung getestet und weiterentwickelt werden“ könne. Fast könnte man meinen, bei dem neuen Polizeigesetz, mit seinen schweren und tw. bizarren Angriffen auf Grundrechte gehe es v.a. um Forschungs- und Industrieförderung. TatsĂ€chlich jedoch hatte das IOSB (bzw. sein VorgĂ€ngerinstitut IITB) bereits andere Tests unter realitĂ€tsnahen Bedingungen durchgefĂŒhrt: Mehrfach wurden große Musik-Festivals mit Ballonkameras und Drohnen von oben gefilmt und die gewonnenen Bilder in einem Container mit Kartendaten aufbereitet auf einem Lagetisch dargestellt, der auch von den Festivalbesucher*innen begutachtet werden konnte. Dass es sich hierbei um eine Erprobung der Systeme AMFIS und „Digitaler Lagetisch“ handelte, die das IOSB im Auftrag des Bundesverteidigungsministerium entwickelt hatte, wurde den Besucher*innen – soweit bekannt – allerdings nicht mitgeteilt. Weitere Erprobungen des im militĂ€rischen Auftrag entwickelten Systems fanden bei Übungen u.a. mit der Feuerwehr Mannheim statt.[

Pompeo und Haspel sind Symptome eines tiefer liegenden Problems

Solange der Kongress sich weigert, seine verfassungsmĂ€ĂŸige AutoritĂ€t und Aufsichtspflicht auszuĂŒben – insbesondere in Fragen von Krieg und Frieden -, werden wir unseren Weg zum Autoritarismus fortsetzen, wo der PrĂ€sident zu einer Art König wird, der uns in den Krieg fĂŒhrt, wann immer er will.

Ich freue mich, einige Senatoren – unter ihnen Senator Rand Paul – zu sehen, die versprechen, sich PrĂ€sident Trumps Kandidaten fĂŒr Außenministerium und CIA zu widersetzen. Hoffen wir, dass sich ihm noch viele weitere anschließen – und hoffen wir, dass der Rest des Kongresses seine Rolle als Erster unter Gleichen in unserem politischen System wahrnimmt!

Richtig so: Hildburghausen verbietet Rechtsrock-Konzert 2018 in Themar

Wie kann es sein, dass das Konzert durch das Landratsamt Hildburghausen nur aus GrĂŒnden des Naturschutzes verboten werden kann und nicht wegen der im vergangenen Jahr gezeigten verfassungsfeindlichen Nazi-Symbole, als rund sechstausend Nazi-AnhĂ€nger ihrer faschistischen Gesinnung ungestört frönen konnten ohne dass die Polizei das Konzert aufgelöst hat?

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„Faktisch muss man Schlupflöcher schaffen“

Unter Entwicklungshilfe wird zunehmend der gesamte Bereich der sogenannten ErtĂŒchtigung gefasst. Das heißt Ausbildung und AufrĂŒstung von mit Berlin befreundeten Akteuren, wo Maßnahmen teilweise aus dem Etat fĂŒr Entwicklungshilfe gezahlt werden. Wir haben in Afghanistan eine ganz starke Tendenz gehabt, zum Beispiel HilfsgĂŒter nur als Belohnung fĂŒr Kooperation mit der westlichen Besatzungsmacht zu verteilen. Das ist eine militĂ€rstrategische Instrumentalisierung von Hilfe, die dann auch die zivilen KrĂ€fte vor Ort diskreditiert und zu Zielen der AufstĂ€ndischen gemacht hat.

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Likud-Gehirn Lauder: Mea Culpa mit Schwung

Der PrĂ€sident des jĂŒdischen Weltkongresses Ronald Lauder warnt in der „New York Times“ vor „Israels Kapitulation vor religiösen Extremisten“, dessen Transformation zu einem „semi-theokratischen“ Staat, dessen Entfremdung mit einem „großen Teil“ der jĂŒdischen Gemeinden weltweit und pocht eindringlich auf die Zwei-Staaten-Lösung.

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