Verhandlungen, Dialog und Versöhnung statt Konfrontation

Eine Hauptursache der Gewalt in der Region liegt in der fortdauernden Ungerechtigkeit durch die israelische Besatzung, unter der die PalĂ€stinenser leiden. Laut dem PLO-Exekutivmitglied Dr. Hanan Ashrawi, die von 1991 bis 1993 die offizielle Sprecherin der palĂ€stinensischen Delegation im Nahost-Friedensprozess war, griffen israelische Besatzungstruppen allein in diesem Jahr tausende palĂ€stinensische Zivilisten an. Mehr als 3.000 ÜberfĂ€lle auf palĂ€stinensische StĂ€dte und Dörfer hĂ€tten stattgefunden, mehr als 30 PalĂ€stinenser seien durch israelische Truppen ermordet und mehr als 3.500 inhaftiert worden. Sie wies zudem auf mehr als 11.000 GewaltĂŒbergriffe von Siedlern auf PalĂ€stinenser in den letzten zehn Jahren hin. Als Besatzungsmacht hat Israel auch eine Schutzverantwortung der palĂ€stinensischen Bevölkerung gegenĂŒber. Statt diese wahrzunehmen, ĂŒberlĂ€sst sie die PalĂ€stinenser und PalĂ€stinenserinnen schutzlos den Übergriffen der Siedler.

Fluchtursache Krieg beenden

Kriege und Terror treiben die Menschen zu Hunderttausenden nach Europa. Die politische InstabilitĂ€t im Irak, Afghanistan, Libyen und Syrien ist in erster Linie auf die MilitĂ€rinterventionen der USA und ihrer VerbĂŒndeten zurĂŒckzufĂŒhren, die einen Regimewechsel in diesen LĂ€ndern herbeifĂŒhren wollen. Auch Iran und Russland heizen den Krieg in Syrien mit militĂ€rischer UnterstĂŒtzung an. Die Kriege im Irak und Afghanistan wurden und werden auch von US-MilitĂ€rbasen auf deutschem Boden gefĂŒhrt ebenso wie die DrohneneinsĂ€tze in Jemen, Somalia und Pakistan. Deutsche Waffen gelangen ĂŒber Saudi Arabien in den Jemen und deutsche Waffen fĂŒr die Kurden sind laut Augenzeugen bereits in die HĂ€nde von IS-KĂ€mpfern gelangt.

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Katastrophale humanitÀre Folgen dauern an

Die Zahl der TodesfĂ€lle, die ursĂ€chlich auf die AtombombenabwĂŒrfe ĂŒber Hiroshima und Nagasaki zurĂŒckzufĂŒhren sind, steigt bis heute kontinuierlich an. Dies zeigt die Lebenszeitstudie der Radiation Effects Research Foundation (RERF). Seit 1950 wurden in dieser Studie ĂŒber 120.000 Überlebende der AtombombenabwĂŒrfe und deren Nachkommen erfasst.

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Kriegswaffenexporte in den Nahen Osten beenden

IPPNW und pax christi protestieren gegen die beschlossene Exportgenehmigung eines weiteren U-Boots nach Israel. Nach Medienberichten handelt es sich um das fĂŒnfte von insgesamt sechs U-Booten, die Israel versprochen wurden. Sie werden zu einem Drittel mit deutschen Steuergeldern finanziert. Ein solcher Kriegswaffenexport ist kein sicherheitspolitisches Instrument. Er unterstĂŒtzt einseitig eine israelische Politik, die mit einer jahrzehntelangen Besatzung internationales Recht verletzt.