Truppen heraus aus Syrien und Afghanistan? Das ist ein guter Anfang!
Wir alle erlebten diese Woche einen groĂen Schock, als PrĂ€sident Trump scheinbar aus heiterem Himmel ankĂŒndigte, dass er die US-Truppen aus Syrien abziehen und die HĂ€lfte der verbleibenden US-Truppen in Afghanistan abziehen werde. Der PrĂ€sident sagte uns, dass die Soldaten in Syrien waren, um ISIS zu bekĂ€mpfen, und da ISIS fast verschwunden war, die Syrer und ihre VerbĂŒndeten den Job beenden konnten.
Plötzlich sagten uns die Trump-Hasser, die uns zwei Jahre lang gesagt hatten, dass der PrĂ€sident gefĂ€hrlich sei, weil er uns in einen Krieg bringen könnte, dass der PrĂ€sident gefĂ€hrlich sei, weil er uns aus einem Krieg herausholen wĂŒrde! Dies sind dieselben Leute, die sich ĂŒber die historischen BemĂŒhungen des PrĂ€sidenten beschwert haben, einen Beitrag zum Frieden mit Nordkorea zu leisten.
Das war mehr als nur ein bisschen Heuchelei unter dem „Niemals Trump“-Widerstand gegen die AnkĂŒndigung des PrĂ€sidenten. Viele der TV-Moderatoren und Politiker, die George W. Bushs Kriege angegriffen und dann zu den Kriegen PrĂ€sident Obamas geschwiegen haben, greifen jetzt PrĂ€sident Trump an, weil er tatsĂ€chlich Schritte zur Beendigung einiger Kriege unternommen hat. Es zeigt nur, dass es fĂŒr viele, die von der Politik und dem militĂ€risch-industriellen Komplex leben, selten wirkliche Prinzipien gibt.
Unter den Neokonservativen war die Reaktion von Senator Lindsey Graham ziemlich typisch. Obwohl es scheint, dass es Senator Graham nie stört, wenn PrĂ€sidenten gegen die Verfassung verstoĂen, um die USA ohne Genehmigung in einen weiteren Krieg zu fĂŒhren, er es aber nicht tolerieren kann, wenn ein PrĂ€sident der Verfassung folgt und US-Truppen aus Kriegen herauszieht, in denen sie nichts zu suchen haben. Senator Graham droht jetzt damit, Kongresshearings abzuhalten, um die Entscheidung des PrĂ€sidenten, Truppen aus Syrien abzuziehen, rĂŒckgĂ€ngig zu machen.
Neokonservative gehören zu den stĂ€rksten BefĂŒrwortern der Idee, dass der PrĂ€sident als „unitĂ€re Exekutive“ nicht durch Dinge wie die Verfassung belastet werden sollte, wenn es um die KriegsfĂŒhrung geht. Jetzt plötzlich, da ein PrĂ€sident seine tatsĂ€chliche verfassungsmĂ€Ăige AutoritĂ€t verwendet, um Truppen aus einem Kriegsgebiet zu entfernen, fordern die Neokonservativen die Einmischung des Kongresses, um den PrĂ€sidenten zu schwĂ€chen. Sie irren sich an beiden Fronten! Der PrĂ€sident hat die verfassungsmĂ€Ăige AutoritĂ€t, US-Truppen zu entsenden und US-Truppen abzuziehen; der Kongress hat die Macht und die Verpflichtung, Krieg zu erklĂ€ren, und die Macht der Geldbörse, um Kriege zu beenden.
Die meisten Mitglieder des Washingtoner Establishments – insbesondere die Liberalen des „Widerstands“ und die Neokonservativen – beklagen sich darĂŒber, dass PrĂ€sident Trump durch den Abzug der US-Truppen aus diesen beiden Kriegsgebieten zu weit gegangen ist. Ich wĂŒrde ihnen nicht zustimmen. Ich nenne die AnkĂŒndigung des PrĂ€sidenten Trump einen guten Anfang. Die Amerikaner sind es leid, die Polizisten der Welt zu sein. Die Vereinigten Staaten von Amerika „verlieren nicht an Einfluss“, indem sie sich nicht in Ozeane weit entfernte Streitigkeiten einzumischen. Wir verlieren Einfluss, indem wir mehr fĂŒr das MilitĂ€r ausgeben als die meisten anderen LĂ€nder der Welt zusammen und uns dort einmischen, wo wir nicht erwĂŒnscht sind. Wir werden viel mehr Einfluss verlieren, wenn ihre verrĂŒckten Ausgaben uns bankrott machen. Ist es das, was sie wollen?
Wir sollten auf Washingtons wilde Reaktion auf Trumps AnkĂŒndigung achten. Die Interessengruppen wollen nicht, dass wir eine Art „Friedensdividende“ erhalten, weil sie so reich durch die „Kriegsdividende“ geworden sind. Mittlerweile wird die Mittelschicht immer Ă€rmer und wir alle sind weniger sicher. Hoffentlich setzt PrĂ€sident Trump diese Schritte fort, um die Vernunft in unserer AuĂenpolitik wiederherzustellen. Das wĂŒrde Amerika wieder groĂ machen!
Orginalartikel „Troops Out of Syria and Afghanistan? Thatâs a Good Start!“ vom 24.12.2018
Quelle: antikrieg.com
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