Israels Regierungs-Gang will den Angriffskrieg gegen Iran, nicht dessen Abzug aus Syrien

Die Situation um die von Israel besetzten Golan-Höhen. AbkĂŒrzungen: SAA = Syrische Armee, Daesh = „Islamischer Staat“ / „ISIS“. Bild: Twitter

Ein Abzug der iranischen und libanesischen Einheiten aus dem Syrien-Krieg wĂ€re fĂŒr Netanjahu, der dringend einen Krieg und eine fiktive oder tatsĂ€chliche Ă€ußere Bedrohung Israels braucht um dort an der Macht zu bleiben, ein echtes Problem. 

Nach der von den StaatsfĂŒhrungen Russland und Syriens orchestrierten Einladung an Israels Regierungs-Gang Syrien zu bombardieren, was unmittelbar dem Besuch von Benjamin Netanjahu in Moskau folgte, gab die syrische Armee schließlich zu, selbst den Golan angegriffen zu haben und nicht iranische Einheiten. Radio Utopie empfahl diesbezĂŒglich gestern:

„Die Hisbollah und die StaatsfĂŒhrung des Iran sollten ihre Truppen aus Syrien zurĂŒckziehen und Assad zum Teufel und / oder Putin gehen lassen.“

Stunden spĂ€ter bewies Avigdor Lieberman, ehemals TĂŒrsteher in Moldawien und heute „Verteidigungsminister“ in Israel, dass er die fĂŒr seine Gang unangenehme Entwicklung der Öffentlichen Meinung verfolgt und schlug nun seinerseits Bashir Assad, der ihm gerade den denkbar grĂ¶ĂŸten Gefallen getan hatte, vor, die iranischen Einheiten aus Syrien „rauszuschmeissen“.

Israels Regierungs-Gang hat seit Jahrzehnten, seit der ersten MachtĂŒbernahme Netanjahus nach der Ermordung von Yitzhak Rabin durch einen faschistischen AttentĂ€ter im November 1995, die immer gleiche extrem perfide Masche drauf.

Entsprechend der Feigheit der scheinlinken Simulanten und Contras, welche heute nahezu alle ehemals linken bzw sozialdemokratischen Organisationen im U.S.-Einflussbereich okkupiert haben, wird diese immer gleiche Taktik bis heute allgemein zwangsakzeptiert und mittlerweile auch adaptiert.

Diese erwĂ€hnte Taktik ist schlicht, genau das Gegenteil von der RealitĂ€t zu behaupten und dann Unterwerfung unter diese fiktive RealitĂ€t zu verlangen, immer gepaart mit der Drohung, sich ansonsten ĂŒber Widersprechende des Schandmaul zu zerreißen, mit welchen entsprechend dieser Taktik erfundenen LĂŒgen und Verleumdungen auch immer.

Es ist schlicht die Angst, die nackte Angst, welche gerade die Liliputander hierzulande davon abhĂ€lt, selbst die einfachsten und rudimentĂ€rsten moralischen Standards einzuhalten. Die Angst, ins Visier dieser Gang zu geraten, die heute Israel in den Faschismus fĂŒhrt. Und das ist die Wortwahl selbst der liberalen israelischen Presse und ehemaliger Gang-Mitglieder wie Ehud Barak.

Ein weiteres Beispiel dieser Taktik in den letzten Tagen waren „Berichte“, der Iran habe Syriens Regime und dessen Truppen nicht vorab vom Beschuss des Golan informiert oder Russland habe den Iran ĂŒber Israels Angriffe in Syrien vorab informiert.

Solche „Berichte“ sind nichts als der Ausdruck der kranken Lust an Perversion und Massenmord, die die rechtsradikale Regierungs-Gang Israels und ihre Protagonisten und Kollaborateure erfasst hat. Dutzende in Syrien mussten fĂŒr Assads und Putins Einladung an Israel mit dem Leben bezahlen. Deckungsgleiche Behauptungen ĂŒber angeblich iranisch-libanesische Bedrohung Israels vom Golan aus lancierte die rechte israelische Presse ĂŒbrigens schon vor Jahren, wĂ€hrend sie gleichzeitig mit den Milizen von „Al Kaida“ und „Islamischer Staat“ vor der HaustĂŒr offenbar gut auskommt und sogar laut Bericht des GeneralsekretĂ€r der Vereinten Nationen Ban-Ki Moon an den Sicherheitsrat vom 19. November 2014 mit diesen „interagiert“.

Nentanjahu und seine Mischpoke haben kein Interesse daran, dass der Iran seine Truppen aus Syrien abzieht. Die terroristischen Proxy-Truppen der InvasionsmĂ€chte, darunter Israel, sind geschlagen worden. Der Krieg ist faktisch entschieden. Es fehlt die Einigung des Assad-Regimes mit den Kurden und was mit den Myraden auslĂ€ndischer MilitĂ€rs geschehen soll, die sich derzeit in Syrien auffĂŒhren als wĂ€re es ihr Hinterhof. Aber das ist Assads Problem, der sich bei Putin bedanken soll.

Der Iran, und die libanesische Hisbollah, hat in Syrien nichts zu gewinnen. Die scheinbar VerbĂŒndeten, denen die iranischen und libanesischen Truppen zu Hilfe kamen und dafĂŒr einen enormen Blutzoll bezahlten, sind ihnen zum Dank auch noch in den RĂŒcken gefallen.

Luftangriffe der internationalen Kriegskoalition und der buchstĂ€blich mit allen irgendwie unter einer Decke steckenden israelischen MilitĂ€rs schlachten regelmĂ€ĂŸig hilflose iranische, libanesische und syrische Soldaten ab. Regimetreue Propagandisten in Syrien verlieren kein Wort darĂŒber, dass die russische Regierung dabei einfach zusieht und die eigene es in 7 Jahren Invasion nicht geschafft hat so etwas wie eine Flugabwehr auf die Beine zu stellen.

Der von Lieberman nun abgesonderte ĂŒbliche maximale Zynismus hat die Absicht, einen Abzug der iranischen und libanesischen Einheiten aus Syrien als eigenen Sieg darzustellen. Das Gegenteil ist der Fall. Die iranischen und libanesischen VerbĂŒndeten haben Syrien beim Versuch eines Regimewechsels zur Seite gestanden und eine MachtĂŒbernahme der InvasionsmĂ€chte und ihrer ausgerechnet unter der Flagge des Islam massenmordenden terroristischen Proxys verhindert. Mehr können und mehr sollten der Iran und der Libanon nicht tun. Sollen Assad und Putin sehen wie sie klar kommen.

Die iranische StaatsfĂŒhrung sollte erkennen, dass Frieden fĂŒr Israels Regierungs-Gang die grĂ¶ĂŸte Gefahr und die grĂ¶ĂŸte Bestrafung ist. Denn ohne Ă€ußere fiktive oder tatsĂ€chliche Bedrohung bricht die Bibi-Gang umgehend zusammen. Netanjahu bewahrt nur der erbĂ€rmliche Prostituierte Avichai Mandelblit / Mendelbit vor der Anklage und Verurteilung wegen Korruption und Betruges, die Netanjahu und Anhang als völlig normal und im Grunde als vorbildlich verkaufen, entsprechend dem spieltheoretischen Menschenbild von und fĂŒr Psychopathen. Ähnlich sieht es in der Vereinigten Staaten von mindestens Amerika aus.

Die ganze in der U.S.-HemisphĂ€re und ihrem Medienkomplex gestreute Verwirrung und Desinformation, schließlich eskalierend zu einer Irrationalisierungskampagne, deren Ablauf wir zuerst Ende 2011 indentifizierten, muss Irans StaatsfĂŒhrung um Hassan Rohani schlicht wegstecken.

Dabei muss Rohani immer damit rechnen, dass die reaktionÀren, bellizistischen und vermeintlich konservativen Kreise im Iran in Wirklichkeit genau mit denen unter einer Decke stecken, gegen die sie so gerne in neuen Krieg ziehen wollen.

Denn jeder Angriff oder Angriffskrieg gegen den Iran wĂŒrde genau das hervorrufen was er angeblich verhindern soll, die klerikal-totalitĂ€ren KrĂ€fte im Iran auf zehn Jahre an die Macht bringen und der internationalen Kriegslobby die WeiterfĂŒhrung des „FĂŒr-Immer-Krieges“ garantieren, wie der in 2001 begonnene u.s.-gefĂŒhrte Terrorkrieg dort bereits genannt wird.

Und es sind Fusstritte wie dieser Artikel, der den Getretenen nun Inspiration ist, genau das zu versuchen; auch das ist Teil des Wahnsinns, der Israel in Form seiner herrschenden Gang und deren assoziierten KrĂ€fte weltweit seit ĂŒber zwanzig Jahren beherrscht.