#StoppESM – Erfindet das Bundesverfassungsgericht morgen die Verfassung des Faktischen?

Morgen findet in Karlsruhe im Bundesverfassungsgericht die mĂŒndliche Verhandlung ĂŒber die zugelassenen AntrĂ€ge auf einstweilige Anordnung zur sofortigen Aussetzung der ausfĂŒhrenden Gesetze von ESM und Fiskalpakt bis zur endgĂŒltigen Entscheidung statt.

Wohlgemerkt: es geht um die Aussetzung dieser ausfĂŒhrenden Gesetzen, die Deutschland an die internationalen VertrĂ€ge fĂŒr Fiskalpakt und ESM ketten sollen, bis zu deren abschließenden ÜberprĂŒfung auf ihre VerfassungsmĂ€ĂŸigkeit. Halten die Richter diese Gesetze nicht auf, können sie sich die eigentliche ÜberprĂŒfung gleich sparen.

Wenn die Banken und GeldmĂ€rkte weltweit machen was sie wollen, Bundestag, Bundesregierung, BundesprĂ€sident und den ganzen Staat vor sich her scheuchen, damit die dann machen was „die MĂ€rkte“ wollen und nicht nur ĂŒber die eigene Demokratie, sondern ĂŒber die von halb Europa herfallen wie die Aasgeier, dann Gesetze in Karlsruhe auf den Tisch geknallt werden mit der Auflage, diese wie den EFSF erstmal in Ruhe ein Jahr laufen zu lassen, damit sich die Verfassungsrichter dann, wenn Wolfgang SchĂ€uble schon den ĂŒbernĂ€chsten Betrug durch den Bundestag gegrinst hat, sich endlich zu einer Entscheidung bequemen die ungefĂ€hr sagt, „jaja, nee, nee, jaja, nee, nee, muss ja, Europa“, dann wird jede Klage vor dem Bundesverfassungsgericht eine Farce, ein Placebo, eine Schmierenkomödie, ein Betrug. Dann sind die Verfassungsrichter nichts als Witzfiguren der Macht des Faktischen. Dann bricht die elementarste Substanz der gesellschaftlichen StabilitĂ€t in sich zusammen wie eine kleine Sandburg vom Fischer am Meer, nĂ€mlich der gute Glauben von 82 Millionen Menschen ĂŒberhaupt in einer Demokratie zu leben. Dann ist alles faktisch, aber nicht die Verfassung. Ebenso nicht die Republik. Ebenso nicht Deutschland. Ebenso nicht das Recht, nur noch das Gesetz der Banken als der Macht des Faktischen.

Vorsicht, kann ich nur sagen.