76 % haben Vertrauen in die Währung Euro verloren

Laut einer Allensbach-Umfrage glauben mehr Deutsche, daß die Republik ohne die "Europäische Union" besser dran wäre als umgekehrt. Nur 17 Pozent haben noch "volles Vertrauen" in das Euro-System.

Wie sehr nicht nur den Betreibern des gescheiterten Staatsstreiches gegen die Demokratie in Deutschland, sondern der gesamten Querfront von Banken und "Europäischer Union" in Berlin jetzt der Stift gehen muss, mag man an dem ermessen, was heute den in langen Jahren der repräsentativen Regierungsparlamentarie geübten Garderobenständern der CDU/CSU-Fraktion schonend beigebracht werden musste. Die Leiterin des Allensbach-Instituts, Renate Köcher, musste persönlich antanzen, um den werten Vertretern des Volkes langsam und vorsichtig zu erklären, wie das Volk da draußen wirklich über den Mist denkt, den ihre Parlamentsprothesen in langen Jahren verzapft haben.

Nur noch 17 Prozent der Befragten gaben in der neuesten Allensbach-Umfrage an, daß sie "volles Vertrauen" in die Währung haben, die sie täglich benutzen müssen und in der sie praktisch jeden Wert ihres Lebens bis zum Ende durchrechnen. Bereits 76 Prozent aber haben kaum noch oder überhaupt kein Vertrauen mehr in das Währungs- und Finanzsystem, das den so wohlwollend-personalisierten Namen "Euro" trägt.

Eigentlich müsste es jeden dieser 76 Prozent Nachdenker zur Strafe am Zweifel mit einem riesen "PA!" aus dem Land, nein, vom vom Kontinent "Euro" fegen. Gut, ein paar hat es auch schon davon getragen. Aber lassen wir das.

Aber dann auch noch dieses: 34 Prozent, ein Drittel der an Umfragen teilnehmenden Auserwählten (Armutsopfer werden das schon nicht sein, bei Allensbach) denken tatsächlich, daß diese Republik in Europa besser dran wäre ohne diesen Saftladen "Europäische Union" auf dem Buckel. Unerhört - zumindest von der EU-Einheitsparteien-Kaste, der jetzt mit rund 19 Jahren Verspätung der Schock in die Glieder fahren dürfte; denn so alt ist diese Parallelorganisation zur "Europäischen Gemeinschaft", wegen der die EG durch den Lissabon-Vertrag aufgelöst wurde.

Nur noch 22 Prozent, weniger als ein Viertel (!), glaubt, daß die Republik Deutschland durch die EU besser dran ist als ohne. Ganze 24 Prozent haben noch "großes Vertrauen" in den Staatenbund, der seit Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages aggressiv und mit allen Tricks versucht, die Souveränität und parlamentarische Demokratie ihrer Mitgliedsländer zu kippen und sie Seit an Seit mit den Banken in einen undemokratischen und unkontrollierbaren Zentralstaat zu zwingen.

Eigentlich shocking, daß die EU überhaupt noch Fans hat. Aber gut, ein beknacktes Viertel kann jedes Volk verkraften.

Was rührte war, wie man sich heute in den ganzen medialen Gesellschaftsumerziehern der neokonservativen Informationsindustrie herum wand und drückte. Die "Welt" (1) stand wieder einmal Kopf:

"Sehnsucht der Deutschen nach der D-Mark sinkt"

Soll heissen: nur 44 Prozent wollen sie wieder zurück. Na dann ist ja gut. Vor neun Jahren waren es noch 61 Prozent. Es geht voran. (26.Juni, 71 Prozent: Kein Vertrauen in das Euro-System)

Auch im "Spiegel" (2) las man wieder voller Hoffnung:

"Bei allem Euro-Pessimismus im Wahlvolk - im Umfeld der Fraktionsspitze will man in der Analyse der Demoskopen durchaus Anlass zur politischen Zuversicht erkennen. Denn die große Mehrheit der Deutschen glaube, dass die Bundesrepublik künftig international an Bedeutung gewinnen werde, heißt es. 80 Prozent der Befragten hielten den Einfluss Deutschlands in der EU zudem für besonders groß."

Wenn die Deutschen eines haben, dann die politische Zuversicht künftig wieder mehr Einfluss in Deutschland zu gewinnen. Und wenn sie eines nicht wollen, dann eine Einheitsfront aus Regierung, Parlament und Parteien, die Forderungen aus Banken und Finanzkartellen eins zu eins umsetzt, die europäischen Demokratien zu Konjunktur-Vernichtung, Armutsrezepten und Entstaatlichungs-Programmen erpresst und den Deutschen ihren welt- und europaweit guten Ruf durch völlig wahnsinnigen Finanzimperialismus versaut. Die Reichen sind mittlerweile so reich geworden, daß sie schon von alleine anfangen nach Besteuerung zu betteln. Und dann stehen diese Leichen in den Einheitsgewerkschaften und Einheitsparteien da und versuchen nicht aufzufallen.

Des Wahnsinns fette Beute, das ist Europa geworden und verdanken haben das die Völker Europas nicht den Deutschen, sondern ihrer Parteien-Oligarchie in Berlin, auf das die Banken der Welt schauen. Und für die, die Banken, schaufelt man dann dann ab und zu immer die gleiche Regierung um, damit sie anschließend immer das Gleiche tut, nämlich nichts für das Volk, aber alles für das Kapital. Und dazu ein Toast auf "Europa".

Neuerdings reden die alle von der Demokratie, im Bundestag. Es ist fast so, als hätte es ein etwas betagtes Dornröchen hochgerissen, weil es eben noch einen Elch zu sehen glaubte.

Auf die Gesetzentwürfe jedenfalls, die da im Zuge der EFSF-Gesetze den Haushaltsexperten, den Fraktionseuropameistern und allen anderen Helden der Demokratie bezüglich der verfassungsmäßigen Haushaltshoheit des Parlamentes von Deutschland aus der Tastatur fallen möge, darf man jetzt schon gespannt sein. Jeder Schritt der Parlamentarier wird genau beobachtet werden. Irgendein Elch wartet immer.

(...)

Weiterer Artikel:

14.08.2011 53 Prozent: Der Euro bringt uns Nachteile, 61 Prozent: EU macht schlechte Arbeit
Im neuen ZDF-Politbarometer gab es, gut eingepackt in Uninteressantem über EU-Prominente und EU-Einheitsparteien im Bundestag, für die Nomenklatura der Monetärmacht und ihre eingekauften Vertreter der Deutschen (als verplanter Teilbereich des “Europäischen Volkes”) auch Brisantes zu entdecken. Nur leider entdeckte es niemand.

Quellen:
(1) http://www.welt.de/wirtschaft/article13576817/Sehnsucht-der-Deutschen-nach-der-D-Mark-sinkt.html
(2) http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,783547,00.html