Zweifelhafter Anschlag auf US-Botschaft im Jemen

Der jemenitische Präsident Saleh spricht am 7.Oktober 2008 von den gefassten Tätern des Attentats vom 17.September 2008 auf die US-Botschaft und ihren Verbindungen zum israelischen Geheimdienst - danach wird dieser Umstand nie wieder im Jemen erwähnt werden.

Vor fünfzehn Monaten, am 7. Oktober 2008 kam auf BBC der folgende Bericht mit dem Titel "Yemen seizes 'Israel-linked' cell", in dem der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh sagte, dass die Sicherheitskräfte des Landes eine Gruppe mutmasslicher Islamisten verhaftet hätten, die mit dem israelischen Geheimdienst verbunden wären.

Saleh habe nicht gesagt, welche Beweise gefunden worden wären, um der Gruppe eine Beziehung zu Israel, einem regionalen Feind des Jemen, nachzuweisen, berichtete im Oktober 2008 BBC.

Die Festnahmen wurden mit einem Angriff auf die US-Botschaft in Sanaa begründet, bei dem im letzten Monat (September 2008) nach offiziellen zitierten Quellen mindestens 18 Menschen getötet wurden.

"Eine terroristische Zelle wurde verhaftet und wird von den Justizbehörden für ihre Verbindungen mit dem israelischen Geheimdienst genannt."

sagte Saleh bei einem Treffen an der al-Mukalla Universität in der Provinz Hadramaut.

"Details der Studie werden später bekannt gegeben werden. Sie werden informiert über das, was in dem Verfahren zu hören sein wird."

fügte er hinzu.

Offizielle Quellen wurden zitiert, die sagten, es war dieselbe Zelle - eine militante genannt Abu al-Ghaith al-Yamani - deren Festnahme eine Woche nach dem durchgeführten Angriff bekannt gegeben wurde.

Israels Aussenministerium hatte den Vorwurf als "völlig lächerlich" abgelehnt.

Ein Sprecher des israelischen Aussenministeriums sagte, die Aussage des jemenitischen Präsidenten zu den Verbindungen zum israelischen Geheimdienst wäre unbegründet gewesen.

"Zu glauben, dass Israel islamistische Zellen im Jemen schaffen würde, ist wirklich weit hergeholt. Dies ist ein weiterer Sieg für die Anhänger von Verschwörungstheorien."

sagte Igal Palmor. (1)

M. K. Bhadrakumar hatte am 9.Januar 2010 in einem Artikel noch einmal kurz auf die Aussage Sahlehs vom 7.Oktober 2008 aufmerksam gemacht. (5)

Die Thaindian News berichtete am 8.Oktober 2008 unter Berufung auf die staatliche Nachrichtenagentur Saba, die sich auf eine ungenannte Quelle berief, dass Untersuchungen und abgerufenen Daten von einem Computer der verhafteten Zelle ergeben hätten, dass ein Briefwechsel zwischen dem stellvertretenden Leiter der Islamischen Jihad-Gruppe Fadhel Bassam Abdullah Al-Haidari und einem israelischen Geheimdienst stattgefunden hätte. (6)

Saba zitierte die Quelle mit den Worten, dass die Korrespondenz zwischen den beiden Seiten eine Anfrage von der israelischen Seite enthielt, die die Umsetzung von terroristischen Angriffen innerhalb des Jemen betrafen.

Jemens Präsident Ali Abdullah Saleh hätte gesagt, es ist eine terroristische Vereinigung, die im Namen des Islam operieren würde mit Pflege von Kontakten zu Israel.

Die sechsköpfige Zelle würde von Emad Ali Saeed Al-Rwoni, auch bekannt als Abu Al-Al-Gaith Miqdad Al-Yamani, geführt, hiess es.

Nach dem Angriff auf die US-Botschaft wurden Berichten zufolge mehrere Drohbriefe an arabische und ausländische Botschaften im Jemen einschliesslich Großbritanniens, Saudi-Arabiens und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) geschickt, schrieb vor über einem Jahr Taindian News.

Seither wurde nie wieder etwas über die Verbindungen der Attentäter zum israelischen Geheimdienst aus den jemenitischen Regierungskreisen bekannt gegeben.

Bemerkenswert waren die Äusserungen Salehs zwanzig Tage nach dem Attentat auf die US-Botschaft deshalb, weil am Tag des Bombenanschlages sofort eine Gruppe von Jihad-Kämpfern verdächtigt wurde und George Bush wusste gleich weit entfernt hinter dem Atlantik die Verantwortlichen zu benennen, das übliche "Phantom".

Das Attentat

Am 17. September 2008 gab es einen zweiten Angriff auf die US-Botschaft nach dem vorangegangenen im April 2008. Zwei Autobomben explodierten vor der US-Botschaft in Sanaa.

Am 18. September 2008, einen Tag nach dem Anschlag, berichtete BBC, das fünfundzwanzig mutmassliche militante Palästinenser verhaftet wurden, die in verschiedenen Regionen des Landes aufgegriffen und von jemenitischen und US-Ermittlern verhört wurden. Eine Quelle wollte wissen, dass es sich bei den US-Beamten möglicherweise um FBI-Mitarbeiter handelte.

Die USA sagten, der Angriff hätte alle Merkmale von "Al-Quaida" getragen, für deren Mitglieder der Jemen schon seit langem als ein Paradies gelten würde.

Die jemenitische Regierung, ein Verbündeter in "Amerikas Krieg gegen den Terror", hätte oft die Schuld für Anschläge auf westliche Ziele in dem Land den militanten Gruppen zugeschrieben.

Eine Gruppe, die sich der Islamischen Jihad im Jemen nannte, hätte sich angeblich zu der Durchführung des jüngsten Angriffs bekannt und würde mit anderen Anschlägen auf ausländische Missionen in der Region drohen, um zu erreichen, dass ihre Mitglieder aus dem Gefängnis freigelassen werden.

Die Echtheit der Forderung konnte nicht sofort überprüft werden, hiess es (2)

Islamic Jihad hätte behauptet, die Verantwortung für den Angriff übernommen zu haben, bei dem mindestens sechzehn Menschen getötet wurden, aber es ist möglich, dass andere Gruppen in den nächsten Tagen kommen werden, die den Anschlag durchgeführt haben wollen. Es wäre ein komplexes Netzwerk von Überschneidungen, Splittergruppen, Zellen und rivalisierende Ansprüche zur Führung innerhalb des Jemen, schrieb BBC am 17.September 2008. (4)

Der Sender Al Jazeera war zufällig genau zur Stelle, als das Attentat geschah, in der Bildunterschrift heisst es zwar, dass der Sender das Geschehen nach dem Attentat filmte, aber man sieht in dem Video noch die Rauchwolken aufsteigen, also setzte das Filmen schon unmittelbar nach der Explosion ein und man war "griffbereit" vor Ort. (3)

Die Kämpfer, die angeblich als Polizisten verkleidet gewesen wären, hatten sich mit den Wachen einen Schusswechsel geliefert, wurde berichtet.

Autobomben und Schützen zur gleichen Zeit, dass ist eine ungewöhnliche Kombination.

Die USA beschuldigten noch am gleichen Tag "Al-Qaida" für den Anschlag und Präsident George Bush sagte, es sei daran erinnert, dass sich

"die USA im Krieg gegen Extremisten befände, die die Ermordung unschuldiger Menschen in Kauf nehmen, um ihre ideologischen Ziele zu erreichen."

US-Behörden haben bestätigt, dass keines der Opfer Amerikaner waren.

Sicherheitsquellen sagten, dass sechs Mitglieder der jemenitischen Sicherheitskräfte, sechs Angreifer und vier Passanten bei dem Angriff in der Hauptstadt Sanaa getötet wurden.

US-Aussenministeriums-Sprecher Sean McCormack sagte, er hätte es so verstanden, dass zwei Fahrzeuge mit Bomben bestückt an dem Angriff am Mittwoch beteiligt waren.

Wer immer letztendlich für den Anschlag am 17.September 2008 auf die US-Botschaft zur Rechenschaft zu ziehen ist, diejenigen, die die George-Bush-Regierung als Verursacher verkaufen wollte, waren es mit Sicherheit nicht - diese dienten nur als weiterer Kriegsgrund für Kriegserklärungen.

So wie heute das verhinderte "Attentat" von Detroit für die Regierung von Barack Obama ein Vorwand ist, über den Jemen und Somalia herfallen zu können. (8), (9), (10)

Islamischer Jihad ist eine allgemeine Bezeichnung und wird für viele "willkommene" Anlässe verwendet, wenn man einen Schuldigen für einen Anschlag sucht, der nicht zuletzt durch eigene Dienste ausgeübt wurde, wenn bestimmte Interessen im Spiel sind - nicht geringere wie die Weltherrschaft zum Beispiel.

Auch "Al-Quaida" gibt es nicht. Es ist die Bezeichnung einer Datenbank. Das berichtete unter anderem schon Pierre-Henry Bunel, ein ehemaliger Agent für den französischen militärischen Nachrichtendienst. Der Artikel vom 20.November 2005 Al Qaeda -- the Database, nachzulesen bei GlobalResearch beschreibt sehr anschaulich, wie es zu dem Namen kam und warum, der als Synonym für alle lokalen und überregionalen Kriegsbegründungen ganz verstärkt seit dem 11. September 2001 für die Menschen dieser Welt verwendet wird und der auf eine Datenbank aus den achtziger Jahren zurückzuführen ist. (7)

Artikel zum Thema

08.01.2010 Die Erklärung Obamas zur Affäre um Flug 253
07.01.2010 US-Militär plant Luftwaffenstützpunkt im Jemen
06.01.2010 Imperialistisches Hazard in Ostafrika
05.01.2010 USA: Statist von Militärdiktator Petraeus kündigt Erklärung an
05.01.2010 Flug 253 Chronologie: Akt III – von Detroit nach Jemen
04.01.2010 Flug 253 Chronologie: Akt II – von London nach Houston
03.01.2010 Flug 253: Chronologie einer Inszenierung
03.01.2010 Jemen: Abzug der Diplomaten der USA und Grossbritannien – Ankunft der Spezial-Einsatzkräfte
03.01.2010 U.S. General Petraeus im Jemen – der Kriegsbogen wird jetzt straff über das Meer nach Somalia gespannt
03.01.2010 Umar Farouk Abdul Mutallab – der neue 9/11
28.12.2009 Hände weg vom Iran! Kein Krieg im Jemen und in Pakistan! Deutsche Truppen nach Hause!

Quellen:
(1) http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/7656807.stm
(2) http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/7623339.stm
(3) http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/7620362.stm
(4) http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/7621397.stm
(5) http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/LA09Ak02.html
(6) http://www.thaindian.com/newsportal/uncategorized/terrorist-cell-busted-in-yemen-had-links-with-israel_100104774.html
(7) http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=1291
(8) http://www.radio-utopie.de/2010/01/05/flug-253-chronologie-akt-iii-von-detroit-nach-jemen/
(9) http://www.radio-utopie.de/2010/01/04/flug-253-chronologie-akt-ii-von-london-nach-houston/
(10) http://www.radio-utopie.de/2010/01/03/flug-253-chronologie-einer-inszenierung/

Comments are closed.