Tschad: Chronologie der French Connection

Um die Ereignisse der letzten Wochen in einer der vielen ex-Kolonien Frankreichs plausibel und zusammenhĂ€ngend fĂŒr die WĂ€chter der Öffentlicheit zu machen, veröffentlichen wir eine Dokumentation mit 48 öffentlich zugĂ€nglichen allgemeinen Quellen. Wir haben Szenarien einfliessen lassen, um oft taktische und fĂŒr den Betrachter verwirrende Äusserungen der beteiligten Akteure in einen subjektiven Zusammenhang als einen möglichen Vorgang hinter dem Vorhang zu setzen.
Starten wir die Suche in einer Stadt, der einst unĂŒbersichtliche, geschichtenreichen Gassen und HĂ€userschluchten das Herz zusammennĂ€hten und die heute zu einer innen noch ein bisschen rauschenden, aber mehr und mehr dunkler werdenden Ansammlung von Zwiebelschalen rund um die noch mĂ€chtigen Flure des ElysĂ©e-Palastes geworden ist.

Paris: Die kleine, katholische Zeitung „La Croix“ liess vor einer Woche die Bombe platzen: Spezialeinheiten der Regierung seien schon vor Ausbruch der KĂ€mpfe in der ex-Kolonie Tschad gewesen und hĂ€tten dort „KĂ€mpfe koordiniert“. Angeblich gegen die sogenannten „Rebellen“ (1). Ausserdem seien 16 Tonnen Munition in den Tschad geliefert worden, so der „Figaro“, was weit ĂŒber das Abkommen von sogenannter „logistischer Hilfe“ hinausgehe (2). Aussenminister Bernard Kouchner hatte geleugnet (3). Gestern gab die französische Regierung zu: das war gelogen (4).

Ein Sprecher des Aussenministeriums von Frankreich erklĂ€rte, man habe „Tschad geholfen, Munition von anderen LĂ€ndern zu bekommen“. Er benannte Lybien. Es gĂ€be aber noch andere. Diese benannte der Sprecher Kouchners nicht. Auch blieb „unklar“, ob diese Munition vor dem Ausbruch des Putsches in den Tschad gelangt war.

Ebenso obskur fĂŒr den aufmerksamen Beobachter: wie kommt es, dass eine seit ihrer Existenz von Frankreich abhĂ€ngige ex-Kolonie nun ausgerechnet alte T-55 Panzer aus der Sowjetunion benutzen soll? Denn fĂŒr diese Panzer wurde Munition geliefert.

Und noch etwas wird in der Öffentlichkeit kaum diskutiert: das Mandatsgebiet der EUFOR ist nicht nur der Tschad und die zentralafrikanische Republik, sondern auch Kamerun, Nigeria – und Lybien. (19)

Gestern nun rief die Regierung des Tschad den Ausnahmezustand aus (6). Das heisst u.a. ReisebeschrĂ€nkungen, Ausgehverbote und Kontrolle von Fahrzeugen fĂŒr Journalisten und Beobachter. FĂŒr die „öffentliche Sicherheit“ wĂ€re so ein Schritt wĂ€hrend der Kampfhandlungen zu erwarten gewesen, nicht nach deren Ende.

Aber was ist eigentlich im Tschad passiert?
Nur ein zusammengesetztes Puzzle ergibt ein Bild.

CHRONOLOGIE

2000-2003:
Die Tschad-Kamerun-Pipeline wird gebaut. Nach Fertigstelung erstreckt sie sich unterirdisch ĂŒber 1000 Kilometer von den Ölfeldern in Kome bis zum Hafen Kribi in der französischen ex-Kolonie Kamerun und liefert 200 000 Barrel Öl – tĂ€glich.
Baukosten: 3.7 Milliarden Dollar. Betrieben wird sie von einem Konsortium, welches anteilig ExxonMobil (40%), Petronas (35%) und ChevronTexaco (25%) gehört. (8)

Speziell fĂŒr den Bau der Tschad-Kamerun Pipeline wird die TOTCO (Tchad Oil Transportation Company) gegrĂŒndet. TOTCO ist ein Zusammenschluss aus dem Konsortium (ExxonMobil, Petronas und Chevron) und dem tschadischen Staat, wobei 20% der Anteile dem Staat gehören und 80% dem Konsortium. TOTCO ist fĂŒr den gesamten Bau der Pipeline und den Betrieb im Tschad verantwortlich. In Kamerun wird dasselbe Unternehmen gegrĂŒndet, die „Cameroon Oil Transportation Company“ (COTCO). (9)

2004:
Exxon rechnet die Öleinnahmen aus dem Tschad mit dessen “Regierung” zu einem mittleren Preis von 25 Dollar ab, wĂ€hrend der Weltmarktpreis fĂŒr Öl zum Teil bei 50 $ pro Barrel liegt. (8)

April 2006:
Die französische Luftwaffe stoppt einen Putschversuch gegen Diktator Deby. Eine französische Mirage wirft eine einzige Bombe ĂŒber die anrĂŒckenden Söldner ab.
Sie wird nachher vom damaligen französischen Verteidigungsminister Jean-Francois Bureau als Bombe “psychologischen oder politischen Charakters” bezeichnet.
(”un signal adressĂ© aux belligĂ©rants”, de “caractĂšre psychologique ou politique traduisant notre preoccupation”).(11)

August 2006:
Der seit 1990 durch einen Putsch mit Hilfe Frankreichs an die Macht gekommene Diktator Idriss Deby verlangt eine Erhöhung der Anteile am Ölprofit auf 60% (bis zum damaligen Zeitpunkt 20%). Er spricht von „KrĂŒmeln“, die der Tschad (sprich: er) bis dahin von den Energiemonolen bekommen habe.
Daraufhin geschieht Folgendes: das ehrenwerte US-Magazin “Forbes” zeigt sich plötzlich so erschĂŒttert, dass es den Tschad als “korruptestes Land der Welt” bezeichnet und die höchst ehrenwerte Weltbank sperrt dem Tschad (also Deby) die Konten. (10)

Oktober 2006:
Die “Union of Forces for Democracy and Development” (UFDD) wird gegrĂŒndet.
Ziel der „Tschad-Rebellen“: Sturz von Deby (12).
AnfĂŒhrer: der ehemalige Botschafter in Saudi-Arabien, General Mahamat Nouri, bis 2004 Minister von Deby und 1990 ebenfalls mit französischer Hilfe an die Macht gekommen (13).
Hauptquartier: Libreville, Gabun, ebenfalls ex-Kolonie von Frankreich. (5)
UngefĂ€hr im gleichen Zeitraum grĂŒndet sich in Sudan, Provinz Darfur, die Guerillatruppe „Armee der VolkskrĂ€fte“ – „mit tschadischer UnterstĂŒtzung“, wie es heisst. (14)

13.Januar 2007:
Die „Asia Times“ schreibt zu dem gerade mit US-Hilfe stattfindenden Einmarsch Ă€thiopischer Truppen in Somalia:
„First you create chaos. Then you create `terror`, and then you expand your `war on terror` to every Islamic corner of the world.“ (33)

Anfang 2007:
Die “China National Petroleum Corp” (CNPC) die Explorationsgebiete des kanadischen Unternehmen
ENCANA im Tschad auf. CNPC kann nun auf einer GesamtflĂ€che von ĂŒber 54 Millionen Hektar nach Erdöl suchen, welche die Sedimentbecken Tschadsee, Bongor, Doba, Doseo, Salamat, Logone Birni und Erdis Basin/Becken umfasst.(9)

30.Mai 2007:
Die “taz” zitiert offenbar gut informiert Berater des französischen Aussenministers Bernard Kouchner am Rande des ASEM-Treffens in Hamburg, die wiederum Kouchner dahingehend zitierten, dass er sich einen europĂ€ischen Einmarsch in Sudan vom Tschad aus vorstellen könne. (32)

2.Juli 2007:
Der Sohn von Deby wird in Paris tot aufgefunden. (10)

12.Juli 2007:
Im „Weltexpress“ heisst es:
Die Regierung in Khartoum hat allerdings 2005 bekanntgegeben, dass auch im SĂŒddarfur Erdöl gefunden worden sei. Der von Washington erhobene und international mediengerecht aufbereitete Vorwurf des “Völkermordes” dient – so ‘China Business’-der Vorbereitung einer Intervention der NATO – sprich der USA- mit dem Ziel des “Regimewechsels” zum Gefallen der US-amerikanischen Ölkonzerne. Ein großer Teil der im Darfur zum Einsatz gekomenen Waffen sei ĂŒber solche privaten “HĂ€ndler des Todes” wie den nun in den USA sitzenden ehemaligen KGB-Agenten Victor Bout ins Land gekommen, der, obgleich von Interpol gesucht, von den US-Behörden unbehelligt gelassen werde.

Ein Teil der Waffen kommt auch ĂŒber den Tschad nach Darfur. Der Tschad unter PrĂ€sident Deby hat sich Washingtons ‘Pan Sahel’-Initiative zur BekĂ€mpfung des “islamischen Terrorismus” angeschlossen, und tschadische Offiziere werden in den USA ausgebildet. Das wichtigste tschadische Erdölprojekt, die Pipeline nach Kamerun, befindet sich ĂŒberwiegend in den HĂ€nden der US-Konzerne Exxon-Mobile und Chevron. Von Chevron hat die US-Regierung ihre Außenministerin Condoleezza Rice bezogen. Seitdem haben tschadische Truppen auch selbst in Darfur gekĂ€mpft, in dessen Norden die Zaghawa leben, die auch im Tschad die ethnische Basis des Deby-Regimes stellen. Die Zeitschrift hĂ€lt es allerdings fĂŒr möglich, dass Chinas – offensichtlich bei Deby auf Gegenliebe stoßendes – wachsendes Interesse auch am tschadischen Erdöl mehr zur Beruhigung der Lage im Darfur beitragen werde als es jede AU- und UN-TruppenprĂ€senz je könnte. In diesem Fall bliebe abzuwarten, was der US-Regierung einfiele, um eine solche sie tendenziell marginalisierende Beruhigung zu hintertreiben – Genozid hin, Genozid her. Vor Ort verfĂŒgt sie offensichtlich nicht ĂŒber verlĂ€ssliche KrĂ€fte. (14)

Nun, dort vielleicht nicht. DafĂŒr sagt dann zu der geplanten Intervention im Tschad in Berlin JĂŒrgen Trittin am

18.Juli 2007:
„Wir sollten die Franzosen als Ex-Kolonialmacht nicht mit dieser Mission alleine lassen.“ (18)

24.September 2007:
Idriss Deby unterzeichnete fĂŒr seinen Tschad mit der “China National Petroleum Corp” (CNPC) einen Vertrag ĂŒber den Bau einer eigenen Raffinierungsanlage. Bis dahin hatte der Tschad trotz seiner 13 Ölfelder – dank der raffinierten Ölmonopole – raffinierte Ölprodukte selber importieren mĂŒssen. (15)
Einen Tag spĂ€ter nennt der tschadische Diktator Deby bei seinem Besuch in Peking (Beijing) die Zusammenarbeit mit China “strategisch”. (16)

29.September 2007:
In einem Anfall weiser Voraussicht verweigert der Oberbefehlshaber der deutschen StreitkrĂ€fte, Franz Jung, einen offenen Einsatz deutscher Soldaten im Tschad. DafĂŒr leistet man Geldzahlungen fĂŒr den EUFOR-Einsatz sowie LOGISTISCHE HILFE. Ab darunter z.B. auch versteckte Munitionslieferungen an Terroristen, oops, „Rebellen“ fallen, die von der Regierung Frankreichs zweckdienlich eingesetzt werden, wĂ€hrend Frankreich von den globalen Energiemonopolen zweckdienlich eingesetzt wird, das sagt Jung nicht. Aber: „Wir haben deutlich gemacht, dass wir politisch die Mission im Tschad unterstĂŒtzen, aber nicht mit Soldaten, sondern im Hauptquartier in Frankreich“. (17)
Also nicht mit Soldaten, aber im Hauptquartier. Unser Jung eben.

Na, sicher weiss er daher auch, dass die Mission namens „EUFOR TCHAD/RCA“ nicht nur die Einsatzgebiete Tschad und Zentralafrikanische Republik umfasst – sondern auch Nigeria, Kamerun und Lybien.(19)

09.November 2007:
In einer Sitzung des össterreichischen Hauptausschusses sagt der grĂŒne Abgeordnete Peter Pilz zum Einsatz des Bundesheeres im Tschad laut Parlamentsprotokoll u.a. zur BegrĂŒndung seiner Ablehnung, „das Heeresnachrichtenamt sei auf die Zusammenarbeit mit anderen Diensten angewiesen.“ (19)
D.h. der ansonsten ĂŒberinformierte militĂ€rische Geheimdienst von Österreich war zu diesem Zeitpunkt von seinen französischen BrĂŒdern und Schwestern ĂŒber die Internas offenbar a bisserl im Unklaren gelassen worden. A schöner SchmĂ€h.

30.November 2007:
Die “Union of Forces for Democracy and Development” (UFDD) unter General Mahamat Nouri ist so höflich, gleich Frankreich und der anrĂŒckenden EUFOR offiziell den Krieg zu erklĂ€ren. Das findet Widerhall in der Presse, obwohl gleichzeitig die „Regierung“ des Tschad erklĂ€rt, sie habe die UFDD nach tagelangen KĂ€mpfen mit vielen hunderten Toten „eliminiert“.
Das steht im krassen Widerspruch zur Version des „UFDD“-Einmarsches aus Darfur Anfang Februar, welcher von der Regierung des Sudan unterstĂŒtzt worden sein soll. (21)

6.Januar 2008:
Die tschadische Luftwaffe bombardiert das Territorium des Sudan in der NĂ€he von al-Junaina, etwa 20 Kilometer hinter der Grenze. Sie unterstĂŒtzt damit die antisudanesische Miliz JEM. Die Luftwaffe des Tschad – es ist laut Medienberichten die Luftwaffe des Tschad – benutzt dabei ein in der Schweiz gekauftes Flugzeug der Marke „Pilatus“. (42)
Der Skandal zieht in den nÀchsten Tagen Kreise, wird allerdings in Deutschland nicht bekannt.

11.Januar 2008:
In der „Financial Times Deutschland“ steht, der “Figaro” tĂ€te wissen, dass Nicolas Sarkozy “sehr verĂ€rgert” sei, dass deutsche Soldaten im Rahmen der „EU-Friedenstruppe“ nicht im Tschad im Einsatz sein wĂŒrden. (20)
Offenbar ist mit der „EU-Friedenstruppe“ die Mission EUFOR TCHAD/RCA gemeint.
Es hĂ€tte also heissen sollen, der “Figaro” tĂ€te wissen, dass Nicolas Sarkozy “sehr verĂ€rgert” sei, dass deutsche Soldaten nicht im Tschad, in der Zentralafrikanischen Republik, Kamerun, Nigeria und Lybien unter französischem Oberbefehl im Einsatz sein, die Mission aber politisch im Hauptquartier in Paris unterstĂŒtzen wĂŒrden, allerdings (laut Verteidigungsminister Jung) nicht mit Soldaten, sondern mit Soldaten.

Donnerstag, 31.Januar 2008:
Frankreich verstĂ€rkt seine Truppen im Tschad (7). Zu diesem Zeitpunkt sind laut „La Croix“ bereits französische Spezialeinheiten im Tschad, sowie 16 Tonnen Munition, u.a. fĂŒr sowjetische T-55 Panzer (aus Lybien und unbekannten LĂ€ndern) in die ex-Kolonie von Frankreich geliefert worden.
Am gleichen Tag („for three days“, Artikel von China.org vom 3.Februar, Quelle 7) macht sich angeblich eine Armee von 4000 Soldaten und 300 “mit Artillerie bestĂŒckten Lkw” (Kurier, Quelle 23) aus dem Dschungel von Darfur auf den Weg, um einen Tag spĂ€ter, am

Freitag, 1.Februar
schon in der tschadischen Haupstadt N’Djamena anzukommen. Aber am Freitag Abend soll der Generalstabschef des Tschad, Daoud Soumain, 50 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt N‘Djamena bei KĂ€mpfen umÂŽs Leben gekommen seien. Das berichtet ausgerechnet der französische Verteidigungsminister HervĂ© Morin in Paris (hallo EUFOR-Hauptquartier, hallo Jungs) „unter Berufung auf tschadische MilitĂ€rkreise“, wie es heisst. (25)

Samstag, 2.Februar:
Es wird von „Zusammenstössen“ zwischen „Regierungstruppen“ und „Rebellen“ in der Hauptstadt berichtet. Augenzeugen sprechen von „PlĂŒnderungen, Schusswechseln und Explosionen“. Schwere KĂ€mpfe sehen anders aus. Auch sind sie nicht nur zu hören.
Die „Rebellen-Allianz“ spricht denn auch schon von der Einnahme der Hauptstadt. Das weist „die Regierung“ aber zurĂŒck.
Der Sender Al Arabija sendet die merkwĂŒrdige Meldung , bei einem „Bombenanschlag“ auf den Wohnsitz des saudischen Botschafters im Tschad seien eine Mitarbeiterin der Botschaft und deren Tochter getötet worden.

Zu diesem Zeitpunkt ist Diktator Deby bereits seit Tagen aus der Öffentlichkeit verschwunden, sein MilitĂ€rchef Daoud Soumain seit Freitag tot.
DafĂŒr betritt der bisherige Aussenminister Ahmat Allam-mi die BĂŒhne und erklĂ€rt, der Sudan stecke hinter der „Offensive“, der damit die Stationierung der EUFOR verhindern wolle. (24)

Im österreichischen „Kurier“ wird ein Umsturz mit Hilfe Frankreichs vermutet. Wörtlich heisst es:
Als Indiz dafĂŒr, dass es es sich um die Frankreich-freundliche Lösung handelt, wird das Indiz gewertet, dass die Franzosen bisher nicht eingegriffen haben. Sie haben nĂ€mlich zwei FallschirmjĂ€ger-Bataillone mit Panzern aus Gabun in den Tschad gebracht. WĂ€re der Rebellenangriff gegen die Interessen der Franzosen gewesen – so meinen jedenfalls Beobachter – hĂ€tten sie den Angriff mit diesen Truppen zertrĂŒmmern können. (23)

Sonntag, 3.Februar:
China, Hauptölförderer im Sudan und GeschĂ€ftspartner des dortigen Regimes, aktiviert einen „Notfallplan“ und evakuiert seine Landsleute. (26)
Die US-Regierung und französische Stellen empfehlen ihren StaatsbĂŒrgern dagegen lediglich, sich an “sicheren Orten” zu versammeln. (7)
Die Nachrichtenagentur AFP schreibt:
Auch nach dem offenen Machtkampf im Tschad will die EU an ihrer Friedensmission festhalten. Ziel des Einsatzes sei der Schutz von Menschen, sagte der EU-Außenbeauftragte Javier Solana in BrĂŒssel. Die französische Armee brachte seit Samstag rund 840 AuslĂ€nder aus dem Tschad in Sicherheit, darunter auch etwa 40 Menschen aus der deutschen Botschaft.

Angehörige der deutschen Botschaft im Tschad wurden offenbar nur unter grĂ¶ĂŸten Schwierigkeiten vor den KĂ€mpfen in der Hauptstadt N‘Djamena in Sicherheit gebracht.
Die französische Armee habe 40 Menschen aus der deutschen Botschaft in Sicherheit gebracht, „die seit zwei Tagen um Hilfe riefen“, sagte der französische Außenminister Bernard Kouchner in Paris. Die Aktion sei „ein regelrechtes militĂ€risches Kommandounternehmen“ gewesen.
(30)

Derweil kann sich am Abend der Weltsicherheitsrat mit den Veto- bzw. AtommĂ€chten in New York nicht auf eine gemeinsame MilitĂ€rvollmacht („Resolution“, „Mandat“) einigen. (22)

Montag, 4.Februar:
FĂŒr die Öffentlichkeit ein wenig ĂŒberraschend (vielleicht nicht fĂŒr Total, hehe) erklĂ€rt der Innenminister des Tschad, Ahmat Mahamat Bachir, öffentlich, man habe die “Söldner die vom Sudan bezahlt werden” nach heldenhaftem Kampf aus der Haupstadt des Tschad vertrieben und „zerstreut“ („scattered“).
Auch Äusserungen der „Rebellen“ gelangen in die Presse, die einen RĂŒckzug aus N‘Djamena bestĂ€tigen. Hier wird von „taktischen GrĂŒnden“ gesprochen. (27)

In diesem Augenblick erklĂ€rt nun auf einmal die Regierung Frankreichs unter PrĂ€sident Nicolas Sarkozy, man sei zu einem militĂ€rischen Eingreifen im Tschad bereit. Nötig wĂ€re aber eine UN-Vollmacht. Frankreich könne „im Rahmen eines Mandats der UN eingreifen, um die IntegritĂ€t des Tschads und seiner legitimen Regierung zu sichern“, so Verteidigungsminister HervĂ© Morin zum (na?) „Figaro“. Das aktuelle MilitĂ€rabkommen regele nur „Fragen der Logistik und Gesundheit“, heisst es hier noch mitfĂŒhlend-konservativ. Außenminister Bernard Kouchner erklĂ€rt gewohnt flexibel, auch ein Mandat der Afrikanischen Union (AU) könne die Lage Ă€ndern. (22)
(Rein zufÀllig fand genau an diesem Wochenende, zum Zeitpunkt des Putsches (bzw. Putschversuches) im Tschad ein Gipfeltreffen der AU in der Àthiopischen Hauptstadt Addis Abeba statt, 24)

Ebenfalls gleichzeitig erklĂ€rt der bisherige Aussenminister Ahmat Allam-Mi, der offenbar nun die nötigen Kompetenzen dafĂŒr hat, man werde auch im Sudan einmarschieren, wenn es “fĂŒr die Sicherheit des Tschad nötig” sei. (28)

Claude Gucant, Berater des französischen StaatsprÀsidenten Nicolas Sarkozy, erklÀrt im Rundfunk:
„Warum passiert diese Intervention jetzt?..Es war der letzte Moment fĂŒr den Versuch des Sudans, vor der Ankunft der EU-Schutztruppe Eufor das Regime von Idriss Deby zu liquidieren.“

Ein französischer MilitĂ€rsprecher sagt zu den andauernden „KĂ€mpfen“ sie seien „sehr heftig“ und es wĂŒrden schwere Waffen eingesetzt. „Vermutlich wurden sehr viele Menschen getötet und verwundet,“ sagt er.

Am Abend erklĂ€rt dann der Weltsicherheitsrat in New York: „Der Sicherheitsrat ruft in Übereinstimmung mit der Charta der Vereinten Nationen die Mitgliedsstaaten auf, der Regierung des Tschads die gewĂŒnschte Hilfe zu gewĂ€hren.“ Zugleich verurteilt der Sicherheitsrat „die Angriffe der Rebellen.“

Eine vollstĂ€ndige MilitĂ€rvollmacht (mit der Formulierung „mit allen notwendigen Mitteln“ etwa fĂŒr die oben genannte Sicherheit des Tschad im Sudan zu sorgen) wird von Russland verhindert. (29)

Derweil ist der tschadische Diktator Idriss Deby immer noch verschwunden.

Dienstag, 5.Februar:
Die vom Tschad und Frankreich seit ihrer GrĂŒndung 2003 unterstĂŒtzte Miliz JEM – hinter der der ehemalige Gastgeber Bin Ladens in den 90ern, Hassan al-Turabi steckt (34, 35) – gibt zu im Tschad zu operieren. Sie behauptet, sie bekĂ€mpfe dort die Regierungstruppen des Sudan. Ein JEM-Sprecher dementiert einen Einsatz der Söldner in N‘Djamena, behauptet aber, dort seien Truppen des Sudan im Einsatz.
Gleichzeitig tauchen ErklĂ€rungen der „tschadischen Rebellen“ auf, die erklĂ€ren, man wende sich nun nach Osten Richtung Darfur, weil von dort aus die JEM zur UnterstĂŒtzung des verschwundenen Diktators Deby anrĂŒcken wĂŒrde. (36)

(Zur ErklÀrung zwischendurch ein Szenario.
Dieses wirre Gefasel irgendwelcher Milizen, Regierungen, usw, ergibt nur einen Sinn, wenn Frankreich, die jeweils im Tschad regierende Partei, die „Tschad-Rebellen“ und die JEM ein und dieselbe Partei sind.
Frankreich putscht sich mit Truppen aus Kamerun und Nigeria seinen Diktator weg, holt sich seine JEM-Miliz aus Darfur als Alibi, gibt diese als einmarschierende Sudanesen aus, diese „Tschad-Rebellen“ der „UFDD“ und die „Rebellenallianz“ sind Fantome oder gesteuerte Milizen, deren Blödiane keine Ahnung haben denen ihre Kommandeure, wie ĂŒberall auf der Welt, einen vom Gegner erzĂ€hlen.
Ziel des ganzen Buheis ist es zu diesem Zeitpunkt unter dem Deckmantel irgendwelcher Vollmachten der UN oder EU Deby loszuwerden und einen lang ersehnten Einmarsch in Darfur klarzumachen. Die EUFOR spielt dabei Nebelkerze und Ablenkungsmanöver. In den nÀchsten Tagen entwickelt sie sich aber, dank Wien, zum lÀstigen Zeugen.)


Vom Vorsitzende des AuswÀrtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz (CDU) erscheint ein Interview.
In diesem warnt vor einem Übergreifen der Gewalt aus dem Tschad auf NachbarlĂ€nder. „Die Region insgesamt ist nicht besonders stabil, und insofern besteht natĂŒrlich die Gefahr, dass eine Eskalation des Konflikts im Tschad zu einem weiteren FlĂ€chenbrand fĂŒhren könnte“, so Polenz. Zur EUFOR sagt er:

“Nun gut, ein faktisches Raushalten wird natĂŒrlich schon deshalb nicht gehen, weil ein Auftrag ja auch sein soll, die Grenze zum Sudan zu ĂŒberwachen. Und der Sudan ist wiederum ein RĂŒckzugsgebiet fĂŒr die tschadischen Rebellen, so dass sie von ihrem RĂŒckzugsgebiet abgeschnitten werden oder aber von der erneuten Infiltration des Sudan. Also man nimmt natĂŒrlich Einfluss durch eine solche Truppe.” (31)

Im Laufe des Tages trifft der neue starke Mann des Tschad, Außenminister Ahmad Allam-mi, zu einem „Blitzbesuch“ in Paris ein. Er rattert noch mal seine Geschichte vom Einmarsch aus Darfur runter und verschwindet dann auf Nimmerwiedersehen (37).
Ebenfalls seit diesem Tag in Luft aufgelöst – Innenminister Ahmat Mahamat Bachir.

Und am Abend trifft dann in der tschadischen Hauptstadt N‘Djamena eine Delegation aus Lybien ein…(39)
Und dann:

Mittwoch, 6.Februar:
Simsala Deby. Da ist er plötzlich wieder, in N‘Djamena, der wochenlang verschwundene Diktator und kann immerhin etwas gestreckt ein paar Schritte zur Pressekonferenz laufen, die er allerdings im Sitzen abhĂ€lt.
Aber gut ginge es ihm, sagt er. Nur – wo seine ganzen Minister seien, also das wolle er wirklich wissen. 4 FĂŒnftel seien auf einmal weg, Verrat sei das (na ja, gewesen, hĂ€hĂ€.)

„Ich arbeite mit weniger als einem FĂŒnftel meiner Minister“, erklĂ€rt Idriss Deby. „Ich weiß nicht, wo die ĂŒbrigen sind. Wenn die Zeit dafĂŒr kommt, werde ich mich darum kĂŒmmern.“

Jedenfalls sei er jetzt wieder da und alles in bester Ordnung. „Wir kontrollieren nicht nur die Hauptstadt, sondern das ganze Land“, sagt DĂ©by, wieder in seinem PrĂ€sidentschaftspalast im Tschad.
Gleichzeitig erzĂ€hlen aber irgendwelche französischen Geheimdienste, „Rebellen“ wĂŒrden sich östlich der Hauptstadt sammeln.

Ebenfalls in NŽDjamena: der ganz plötzlich in den Tschad geflogene französische Verteidigungsminister Hervé Morin. Auch er erzÀhlt etwas völlig Anderes als der frisch aufgetauchte Deby.
Eine „Fahrzeugkolonne zur UnterstĂŒtzung der Rebellen“ sei unterwegs. „Sie bewegt sich langsam“, sagt er, ohne nĂ€here Angaben zu machen und offenbar auch, ohne sie machen zu mĂŒssen, da niemand nachfragt.
Der Aussenminister Kouchner erzĂ€hlt gleich von 100 bis 200 Rebellenfahrzeugen vor der Hauptstadt des Tschad, die angeblich „östlich der Stadt zusammengezogen worden“ sein sollen. (38)
Kouchner, wie ein bemĂŒhter MĂ€rchenonkel mit grossen Augen: „Werden sie erneut angreifen?“ (40)
Dumm nur, dass gleichzeitig Deby in seinem Sessel sitzt und erzĂ€hlt, dass seine Truppen die “Rebellen” RICHTUNG SUDAN VERFOLGEN wĂŒrden.
“Wir werden sie fangen, bevor sie Darfur betreten”, so Deby bei seinem 30-Minuten-Auftritt. (41)

Interessanterweise taucht jetzt auch noch der tschadische MinisterprĂ€sident Delwa Kassire Coumakoye auf und erklĂ€rt, Lybien habe den Umsturz im Tschad unterstĂŒtzt.
„Sudan hat sie bewaffnet, und Lybien hat sie unterstĂŒtzt, so MinisterprĂ€sident Coumakoye ĂŒber die „Tschad-Rebellen“.
Das passt so gar nicht ins Bild. Auch nicht, dass der frisch wieder aufgetauchte Diktator Deby bei seiner Pressekonferenz – zusammen mit dem französischen Verteidigungsminister Herve Morin – von irgendwelchen Differenzen mit Lybien gar nichts wissen will.
„Die Beziehungen zwischen Tschad und Lybien sind exzellent“, so Deby.
Dass sein MinisterprÀsident etwas ganz Anderes erzÀhlt, wird ignoriert. (39)

Jenseits aller Pressekonferenzen, Statements und ErzÀhlungen:
In NÂŽDjamena herrscht „gespenstische Ruhe“ (38).

Keine „KĂ€mpfe“. Nichts.
Als hÀtte jemand die Show gestohlen und die Konkurrenz zÀhneknirschend wieder mal ihre GarderobenstÀnder gewechselt.

Donnerstag, 7.Februar:
In der „westlichen“ Presse, also im US-NATO-Einflussgebiet, tauchen widersprĂŒchliche Meldungen ĂŒber angebliche Opferzahlen auf. Unklar bleibt auch, wie sie gezĂ€hlt wurden, was Hörensagen dabei ist, oder Inszenierung. So schiessen z.B. im Laufe des Wochendes französische Panzer direkt vor Sammelstellen von westlichen FlĂŒchtlingen, obwohl diese Sammelstellen doch eigentlich sicher sind, sonst hĂ€tte man ja – wie US- und französische Regierung ankĂŒndigten – die eigenen Landsleute nicht zu diesen „sicheren Orten“ („secure locations“, 7) gebracht.
Was bei den eigentlich stressbefreiten Angestellten des Westens ankommt, ist ein grosses „BUMM“. Und das erzĂ€hlen sie dann auch der Presse. Schwer erschĂŒttert. (43)

Freitag, 8.Februar:
In Frankreich berichtet die Zeitung „La Croix“ unter Berufung auf „diplomatische Kreise“ davon, dass eine „Eingreiftruppe“ des französischen MilitĂ€rs seit Wochen im Tschad ist und die KĂ€mpfe“koordiniert“. Angeblich gegen Rebellen, außerhalb von N‘Djamena (1). Ausserdem habe der ElysĂ©e-Palast Gaddafi ĂŒberzeugt, Munition fĂŒr sowjetische T-55 Panzer (4) in den Tschad fĂŒr die Regierungstruppen zu liefern. Auch hĂ€tten französische Truppen am Flughafen auf „Rebellen“ geschossen und in Kampfhandlungen eingegriffen.
Kouchner leugnet alles.
„Ich habe Anteil genommen an dieser ganzen Krise und ich kann sagen, dass es keine Verwicklung französischer Spezialeinheiten gegeben hat – nicht bis Donnerstag Nacht, in keinster Weise“. (3)

Am Abend sendet die Schweizer Sendung „10 vor 10“ Bilder eines Schweizer Pilatus-Flugzeuges aus, die Ende Januar im Tschad aufgenommen wurden. Sie zeigen eine PC-9 der Stanser Pilatuswerke vor und nach einem mutmasslichen Kampfeinsatz fĂŒr die Regierung des Tschad. ZunĂ€chst wurde eine PC-9 offenbar kurz vor dem Start gezeigt, an die zwei Splitterbomben montiert worden waren. Laut Fernsehangaben zeigt ein weiteres Bild die Maschine drei Stunden spĂ€ter – nach ihrer Landung und ohne Bomben. „10 vor 10“ kommt zum Schluss, dass die Bomben in einem Kampfeinsatz abgeworfen wurden.
Wo, das bleibt im Dunkeln. Die Schweizer Behörden versuchen sich heraus zu reden. (44)

Samstag, 9.Februar:
„Figaro“ berichtet, es seien ausserdem 16 Tonnen Munition in den Tschad geliefert worden, aus Lybien und ungenannten anderen Staaten. „Unklar“ ist, ob ebenfalls vor dem „Umsturzversuch“. Der Tschad verhĂ€ngt ein Ausgehverbot in der Hauptstadt und in sechs Regionen. (2)

Montag, 11.Februar:
Der tschadische MinisterprĂ€sident Nouradin Koumakoye fordert die „internationale Gemeinschaft“ auf, 240.000 Menschen im Tschad nach Darfur oder in ein anderes Land zu deportieren, da diese aus dem Sudan geflĂŒchtet seien. Wörtlich sagt er:
„Wir wollen, dass sich die internationale Gemeinschaft nach einem anderen Land umsieht, in das die Sudanesen gehen können“, sagte Koumakoye. „Wenn sie das nicht tut, werden wir es machen.“ (45)
Andere Meldungen beschreiben die Äusserungen Koumakoyes direkt als Aufforderung an die EUFOR die Deportationen vorzunehmen und reden von drohenden Angriffen auf die EUFOR durch „Rebellen“. (47)

Björn Seibert, Verfasser einer Tschad-Studie fĂŒr das „Massachusetts Institute of Technology“, sagt in einem merkwĂŒrdigen Interview wörtlich:
„In Paris scheint man zu der Ansicht gekommen zu sein, dass eine MachtĂŒbernahme durch die Rebellen die schlechtere Alternative sei. Folglich hat sich Paris fĂŒr eine stĂ€rkere Parteinahme zugunsten von PrĂ€sident DĂ©by durchgerungen. Dies jedoch fĂŒhrt zwangslĂ€ufig zu einer Parteistellung der Eufor.“ (46)

Mittwoch, 13.Februar:
Der EUFOR-Oberkommandierende General Jean-Philippe Ganascia leugnet, wĂ€hrend des Putsches im Tschad Kontakt mit der französischen Spezialeinheit „Epervier“ (Sperber) oder mit dem französischem Botschafter gehabt zu haben. DemgegenĂŒber stehen die Äusserungen von Deby wĂ€hrend seiner Pressekonferenz am 6., der gesagt hatte, ein schnelleres Entsenden der EUFOR „hĂ€tte geholfen“ – es wird so verstanden, dass es ihm geholfen hĂ€tte.
Der österreichische Kanzler Gusenbauer Ă€ussert:“Wenn eins der teilnehmenden EUFOR-LĂ€nder aktiv in die KĂ€mpfe eingegriffen hat..sollte die EU die EUFOR-Mission ĂŒberdenken. (48)

Freitag, der 15.Februar:
Seit Mitternacht herrscht im Tschad Ausnahmezustand. (6)
Die französische Regierung gibt Munitionslieferungen aus Lybien „und anderen LĂ€ndern“ in den Tschad zu. Frankreich hĂ€tte „dabei geholfen“, so ein Sprecher des französischen Aussenministeriums.
Er vermeidet die direkte Aussage, dass Frankreich in den Tschad Panzermunition geliefert hat.
Ob die Munition wirklich an die Regierungstruppen ging, und warum eine ex-Kolonie von Frankreich sowjetische Waffen in ihrem Arsenal haben sollte, wird zu keinem Zeitpunkt plausibel.

DafĂŒr werden StĂŒck fĂŒr StĂŒck Kampfhandlungen französischer MilitĂ€rs bekannt. (4)

Den Status Quo der Medienlandschaft zu diesen ganzen VorgÀngen im Tschad bot heute wieder einmal die durchaus reprÀsentative Financial Times.
Wörtlich schrieb sie:
„Die Regierung erhielt jedoch UnterstĂŒtzung von den im Tschad stationierten französischen Truppen, auch wenn diese nicht direkt eingriffen.“ (6)

Da stellt sich am Ende die Frage: wie greifen Soldaten nicht ein, obwohl sie unterstĂŒtzen? Und wohin fĂŒhren die Pfade von den Fluren des ElysĂ©e-Palastes wirklich? Und wo werden sie enden?

(..)

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aus 2007:

30.05.2007
TAZ, Frankreich, Bush und des.Weltbank-Chef fĂŒr Sudankrieg mit deutschen Soldaten
14.03.2007
Sudan, Darfur: Gewehre fĂŒr die TAZ-Redaktion
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22.01.2007
Der kommmende Ostafrika-Krieg Kapitel II: Darfur, das Konsortium, die AtommĂ€chte, das Uran und das Öl


Quellen:
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(2)
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(3)
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(4)
http://www.iht.com/articles/2008/02/14/africa/france.php
(5)
http://www.turkishweekly.net/news.php?id=52056
(6)
http://www.ftd.de/politik/international/:Ausnahmezustand%20Tschad/318052.html
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http://www.china.org.cn/english/international/241899.htm
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http://www.greenpeace.de/themen/oel/konzerne/artikel/esso_zerstoert_afrikas_natur_fuer_den_bau_der_tschad_kamerun_pipeline/
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http://www.misereor.de/fileadmin/user_upload/pflege_thema/Microsoft_Word_Viewer_97_-_Erd_l_factsheets_Afrika_final.pdf
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http://www.weltexpress.info/index.php?artikel_id=51879&lan=de&rubrik=2
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http://www.welt.de/welt_print/article1221531/Jung_bejaht_EU-_Einsatz_im_Tschad.html
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Baz
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http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/891/156478/
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http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/tschads_luftwaffe_fliegt_angriffe_im_sudan_1.647103.html
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http://www.radio-utopie.de/2008/02/07/tschad-simsala-deby-das-grosse-medienfressen/

(43)
http://derstandard.at/?url=/?id=3217469
(44)
http://www.bielertagblatt.ch/News/Ausland/103446
(45)
http://www.kurier.at/nachrichten/130716.php
(46)
http://derstandard.at/?id=3220527
(47)
http://www.volksblatt.at/index.php?id=31015&MP=61-157
(48)
http://afp.google.com/article/ALeqM5h9Os7oXNweZ0StUAQZgR77GquoRQ

Links aktualisiert am 21.05.2014. Der Testinhalt wurde nicht verÀndert.