Juso-Vorsitzende Drohsel fordert Verstaatlichung der Energie- und Wasserwirtschaft

Berlin: Wer verstehen will, warum CDU, CSU, FDP und Teile der SPD so eine echte Heiden-Angst vor Franziska Drohsel verspĂŒren (1), der muss wissen, dass die Juso-Vorsitzende eine Vergesellschaftung der Energie- und Wassermafia gefordert hat, die dank Kohl und Schröder seit Jahrzehnten skrupellos Allgemeingut und Daseinsvorsorge zur AusplĂŒnderung des Volkes benutzen um die eigenen Profite noch höher zu schrauben. Artikel 14 und 15 unserer Verfassung geben den demokratisch gewĂ€hlten Organen der Legislative auch die Handhabe dafĂŒr, dieses Sozialverbrechen sofort und fĂŒr immer zu beenden.DAS INSTRUMENT

Artikel 14
(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewÀhrleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulĂ€ssig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der EntschĂ€digung regelt. Die EntschĂ€digung ist unter gerechter AbwĂ€gung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der EntschĂ€digung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

Artikel 15
Grund und Boden, NaturschĂ€tze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der EntschĂ€digung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft ĂŒberfĂŒhrt werden. FĂŒr die EntschĂ€digung gilt Artikel 14 Absatz 3 Satz 3 und 4 entsprechend.
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/gg/gesamt.pdf

DIE VIRTUOSIN

„Ich glaube tatsĂ€chlich, dass die Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge nicht dazu beigetragen hat, die Preise fĂŒr den Großteil der Verbraucher zu senken,“ so Franziska am Mittwoch auf N24 (2). Sie glaube nicht, dass die Privatisierungen zu einer guten Versorgung beigetragen hĂ€tte.
„Deswegen kann man schon darĂŒber nachdenken, welche zentralen GĂŒter in staatlicher Obhut sein sollten und Energie, Wasser etc. wĂŒrde ich da schon dazu zĂ€hlen.“
Diese Forderung unterstĂŒtzten in einer Umfrage von „tagesschau.de“ nicht weniger als 91% (5)

DIE ENERGIEMAFIA

Laut der wohl gut eingeweihten „Bild“-Zeitung werden am 1.Dezember erst einmal 8 „Anbieter“, also profitorientierte kapitalitische Firmen, die Strompreise schon wieder anheben. Am 1.Januar ziehen 320 Konzerne nach (3). Das erfĂŒllt den Straftatbestand des Kartells und der illegalen Preisabsprachen. Das Kartellamt und die gekauften, korrupten Parlamentarier werden dagegen dasselbe tun, was sie bisher getan haben – nichts.

Von 2002 bis Anfang 2007 stiegen laut dem Statistischen Bundesamt die Strompreise um ĂŒber 40% (4). Schon Mitte 2006 war die Presse voll von der Grossen „Man-mĂŒsste“ Koalition und ihrem Geflenne ĂŒber zu hohe Energiepreise. Aber schon im August 2006 kĂŒndigte E.on einfach weitere Erhöhungen zum 1.1.2007 an (15), wĂ€hrend die SPD den Energiekonzernen zu Hilfe eilte. „Wir wollen nicht den Markt abschaffen und wir wollen keine staatliche Preiskontrolle“, so der energiepolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rolf Hempelmann, am 18.August 2006 der „Financial Times Deutschland“ (20). (Von diesem Herrn wird noch zu berichten sein.)

Und tatsĂ€chlich – die Abgeordneten der Republik hoben am 1.Juli 2007 im Bundestag auch noch die staatliche Preisaufsicht fĂŒr die Grundversorgungstarife auf. Die Stromkonzerne mĂŒssen sich seitdem ihre Erhöhungen nicht mehr von den zustĂ€ndigen Behörden genehmigen lassen. Daraufhin hoben 91 Energie-Monopolisten natĂŒrlich die Preise nochmal drastisch an, teilweise um 34%. (7,8)
54 andere EnergiehÀndler zogen am 1.August mit 7.9% nach (6).

Und was machten die Energiemultis? Sie verlangten noch mehr. Eon-Chef Wulf Bernotat kĂŒndigte am 14.September weitere Preisteigerungen an. Und Unionsfraktionsvize Katharina Reiche (CDU) machte nicht etwa da Ende der gesellschaftlichen Kontrolle ĂŒber das Kapital fĂŒr das Ausquetschen der BĂŒrger durch die Energiekonzerne verantwortlich, nein – sie meinte, es gĂ€be einfach zuwenig „Wettbewerb“. Gleichzeitig erklĂ€rte behauptete Bernotat einfach, weder E.on noch irgendein anderer Konzern hĂ€tten sich bei der gleichzeitigen Preiserhöhung irgendwie abgesprochen. Das sei alles einfach irgendwie passiert. (9)
Und 2 Wochen spĂ€ter kommt derselbe Konzernchef Bernotat an und heult nach dem Staat. Dieser mĂŒsse ihn, den Globalisten, den „Wettbewerber“, den „LeistungstrĂ€ger“, vor dem Aufkauf durch einen russischen Monopolisten mit einem „nationalen Schutzgesetz“ schĂŒtzen. Mieser, heuchlerischer, verlogener geht es nicht mehr.(10)

STAAT, „KARTELLAMT“, POLITIK: ABGRUND DER KORRUPTION UND DES VERSAGENS

Zuerst verschleppte das sogenannte Kartellamt – von dem man nicht ganz weiss, ob es Kartelle verhindern oder sichern soll – jahrelang Verfahren gegen die grössten Energiemonopolisten, RWE und E.on. Das Kartellamt hatte gegen beide bereits im August 2005 Verfahren wegen der Einpreisung von CO2-Kosten eingeleitet. Im Dezember 2006 hatte die Behörde RWE bereits abgemahnt. Im konkreten Fall ging es um die Preisgestaltung des Essener Konzerns im Jahr 2005. Das Kartellamt gestand RWE zu, bis zu 25% der CO2-Zertikatekosten einzurechnen, aber nicht 100%. RWE habe sich nach vorlĂ€ufiger Beurteilung missbrĂ€uchlich verhalten, hatte das Kartellamt damals geurteilt.(11)
Am 29.September 2007 kroch das dann die staatliche Aufsichtsbehörde vor den Konzernen elendig zu Kreuze. Der neue PrĂ€sident des „Kartellamtes“ in Bonn, Bernhard Heitzer, wagte es sogar folgende unglaubliche ErklĂ€rung abzugeben: er wolle „einem langwierigen Rechtstreit“ ausweichen. Ein Abbild der Schande fĂŒr die Republik wie es grösser nicht sein könnte.(12)
Bereits drei Tage vorher wusste die Energiebranche ĂŒber die Entscheidung der staatlichen Behörde Bescheid und informierte triumphierend die Presse.(14)

„Die Versorgungswirtschaft lacht sich krank ĂŒber ein solches Kartellamt, das gut begrĂŒndete VorwĂŒrfe schlussendlich nicht durchsetzt. Eine Mitschuld trĂ€gt allerdings auch die Bundesregierung, die dem Kartellamt die notwendige personelle Ausstattung verweigert. Das Kartellamt hat eine wichtige Schutzfunktion auch fĂŒr private Verbraucher, die offenbar derzeit nicht wahrgenommen wird“, so dazu der Bund der Energieverbraucher.
Heitzers Direktor, Dr. Carsten Becker, gab offen zu, dass die regierenden SPD und CDU offenbar gar kein Kartellamt wollten:“Wir werden mit Messern in eine Panzerschlacht geschickt“, so der Direktor des Bundeskartellamts.(12)
Sein Chef Heitzer war ĂŒbrigens 1987 persönlicher Referent beim damaligen Bundeswirtschaftsminister Martin Bangemanns (FDP), ein Jahr spĂ€ter Persönlicher Referent des StaatssekretĂ€rs Otto Schlecht (CDU). Von 2004 – April 2007 war Heitzer PrĂ€sident des Bundeswirtschaftsamtes. (13)

Wie sehr „Bund“ (also die Bundesexekutive, Regierung, Ministerien, Ämter, Behörden) und „LĂ€nder“ (dasselbe nochmal, aber kleiner) samt ihrer willigen Parlamente vor dem flĂŒchten, fĂŒr das sie bezahlt werden, verdeutlicht folgendes Beispiel:
weil das Regierung in Schleswig-Holstein die JÄHRLICHEN Personalkosten von 200.000 Euro (!!?) einsparen wollte, ĂŒbertrug man 2005 einfach die Aufsicht von 84 Gas- und Stromfirmen im Lande auf die Bundesnetzagentur („Bundesnetzbehörde“). Und nicht nur Schleswig-Holstein – NOCH FÜNF WEITERE LANDESREGIERUNGEN…(16) Es ist unfassbar.
Jeder kann sich ausmalen, was dann bei der „Kontrolle“ dieser Bundesbehörde rauskommen muss – nichts.
Und am 27.Februar 2007 stellte sich dann der PrĂ€sident des Bundesbehörde, Matthias Kurth, in Bonn vor die Presse und erzĂ€hlte, seine Behörde habe mit ihren Massnahmen zur „Förderung des Wettbewerbs bei Gas, Strom und Telekommunikation“ fĂŒr sinkende Preise gesorgt. Man habe habe diesen „frĂŒher von monopolistischen Strukturen dominierten Branchen Wachstumsimpulse gegeben“, so Kurth (17). Scotty, wann hast Du den raufgebeamt?

„Die vier Konzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW bilden ein Oligopol und können im Wesentlichen schalten und walten, wie sie wollen. Hinzu kommt, dass die Netzentgelte immer noch zu hoch sind. Sie machen rund ein Drittel des Strompreises aus.“ So die „DIW-Expertin“ Claudia Kemfert ĂŒber das Gebaren der Strombranche und MĂ€ngel der Preiskontrolle – im August 2006 (18). Seitdem war von der Expertin – die gleichzeitig die Atomenergie hochleben liess, an der sich die Energiemafia staatlich subventioniert seit Jahrzehnten bereichert – nichts mehr zu hören, auch nichts ĂŒber einen Protest fĂŒr den Freifahrtschein zur Kostenexplosion durch das Ende der staatlichen Aufsicht am 1.Juli 2007
Am 23.August forderte das „Oligopol“ E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall ĂŒbrigens eine VerlĂ€ngerung der Laufzeiten fĂŒr ihre jetzt noch profitableren Atomkraftwerke (19). Sie hĂ€tten erklĂ€rt, dass die Sicherheit aller Anlagen jederzeit unabhĂ€ngig von ihrem Alter gewĂ€hrleistet sei, so der zustĂ€ndige Minister Sigmar Gabriel, der sich in den Monaten zuvor durchaus als eigenwillig und damit politikfĂ€hig erwiesen hatte.

DIE ENERGIEMAFIA UND DIE SPD
(Quelle 21)

Der Posten des „energiepolitischen Sprechers der SPD-Bundestagsfraktion“ ist das Zentrum, der Dreh- und Angelpunkt fĂŒr die Einflussnahme des Energie-Oligopols von E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall auf die Verfassungsorgane der Republik. Exekutive (Regierung, Ämter, Behörden, MilitĂ€r, Polizei, usw) werden ja nicht vom Volk gewĂ€hlt, auch nicht die 3.Staatsgewalt, die Justiz. Beherrscht man das Parlament, dann beherrscht man den Staat, beherrscht man den Staat, beherrscht man das Volk (- wenn da nicht noch diese blöde Verfassung wĂ€re, was? Haha..)

Nun gab es 2002 ein Gerangel um diesen – auch „nebenberuflich“ – nicht uninteressanten Posten zwischen zwei SPD-Abgeordneten: eben Rolf Hempelmann, der am 18.August 2006 in der „Financial Times Deutschland“ eine staatliche Preiskontrolle abgelehnt hatte, und SPD-„Mittelstandspolitiker“ Reinhard Schultz. Auch er hatte sich fĂŒr das Oligopol in die Bresche geschmissen:
„Eine staatliche Regulierung der Strompreise könnte eine Idee von GĂŒnter Mittag sein, dem letzten Wirtschaftsminister der DDR.“

Schultz war nicht nur Angestellter von Vattenfall. Er hatte sich 2002 konsequenterweise detaillierte VorschlĂ€ge zur industrienahen Politik nach den Bundestagswahlen gleich direkt aus der RWE-Kommunikationszentrale faxen lassen, um VorschlĂ€ge der GrĂŒnen zu unterlaufen.
Auch Hempelmann musste sich bereits Fragen bezĂŒglich seiner NĂ€he zu RWE gefallen lassen. RWE ist das grĂ¶ĂŸte Unternehmen in Hempelmanns Wahlkreis Essen.Auch gibt es persönliche Verbindungen zwischen Hempelmann und Volker Heck, Cheflobbyist bei RWE, ĂŒber den Fussballverein Rot-Weiss Essen. Heck galt damals als rechte Hand vom 2005 geschassten Gerd Maichel im RWE-Vorstand. Konsequenterweise sitzt Hempelmann auch noch – bitte festhalten! – im Beirat DER BUNDESNETZAGENTUR…(28)

MĂ€chtigster Lobbyist in Sachen Energie – so wurde offenbar unter Abgeordneten gemunkelt – soll allerdings ein Anderer sein: der E.on-GeneralbevollmĂ€chtigte und ex-Energiereferent der SPD-Bundestagsfraktion Gert von der Groeben.

Vor dem einflussreichen DĂŒsseldorfer Wirtschaftsrat hatte von der Groeben schon zu Zeiten des Bundeskanzlers Gerhard Schröder deutlich gesagt, was er von seiner Partei hĂ€lt: er hielt der SPD „Inseldenken“ vor.
Man hÀtte noch immer nicht verstanden, dass Energiepolitik global zu sehen sei. Daher forderte er auch von Deutschland und Europa eine Energiepolitik wie die USA, nÀmlich unter geostrategischen Gesichtspunkten (!) zu betreiben.
Die fossilen EnergievorrĂ€te seien endlich und immer mehr Marktteilnehmer, wie China und Indien, wĂŒrden ihren Energiebedarf auf dem Weltmarkt decken, so von der Groeben. (21)

Jetzt wird auch deutlich, mit wem sich die Jungsozialistin Franziska Drohsel da vorgestern angelegt hat.

DIE ALTERNATIVEN

Zuerst einmal: versetzen Sie sich mal in einen Monopolisten, der jedes Jahr Milliarden am Status Quo verdient. Wieso sollte ausgerechnet der irgendetwas daran Ă€ndern wollen und sollen? Die Motivation fĂŒr VerĂ€nderung ist meistens der Wunsch nach Verbesserung der eigenen Situation. (Es gibt da Bekloppte, die wollen auch Verbesserungen fĂŒr Andere oder fĂŒr die Allgemeinheit, aber lassen wir diese potentiellen auf-dem-Scheiterhaufen-Sitzer mal kurz beiseite)

Wer also kann so bescheuert sein, Monopolisten Forschung, Innovation oder Preisregulierung in die HĂ€nde zu geben? DafĂŒr muss man schon in der SPD — dafĂŒr muss man schon im Bundestag sein. Oder einfach sehr, sehr naiv und uninformiert.

Laut einer Studie des Schweizer Bankhauses Sarasin – nicht unbedingt linker Umtriebe verdĂ€chtig – kann Europa 30 Prozent seiner Ölimporte aus dem mittleren Osten einsparen, wenn es gezielt auf die Förderung von SolarwĂ€rme setzt (22). 2006 erreichte der Konzern Boeing eine Solarzelleneffizienz von 40% (23). Wenn man bedenkt, wie lange die Solarzellen-Technik existiert und was man Anfang der 80er alles ĂŒber die GrĂŒnen und ihre „Illusionen“ erzĂ€hlt hat, so kann man getrost davon ausgehen, dass hier mindestens 20 Jahre lang der wissenschaftliche Fortschritt der Energie- und Allgemeinwirtschaft vorsĂ€tzlich unterdrĂŒckt wurde – weltweit.
Einem Forscherteam der Hochschule Offenburg gelang es im Juni dieses Jahres nach jahrelanger Arbeit, eine Direkt-Ethanol-Brennstoffzelle zu bauen, die auch stark genug ist, ein Fahrzeug anzutreiben. Dabei griffen die Wissenschaftler auf die Technologie der alkalischen Brennstoffzelle zurĂŒckgegriffen, deren Weiterentwicklung vor 20 Jahren bewusst abgebrochen wurde.(24)

Laut Hans MĂŒller-Steinhagen, dem Direktor des Instituts fĂŒr Technische Thermodynamik des Deutschen Zentrums fĂŒr Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart, könnte man bis zum Jahre 2050 allein 15 Prozent des gesamten deutschen Strombedarfs mit Importstrom aus solarthermischen Kraftwerken in Nordafrika decken.
„Wir brĂ€uchten theoretisch nur ein Promille der WĂŒstenflĂ€che, um den gesamten Strombedarf der Welt zu decken,“ so Professor MĂŒller-Steinhagen.(25)

Die revolutionĂ€rste Möglichkeit aber wird ĂŒberhaupt nicht diskutiert: die Versorgung hĂ€uslicher Infrastruktur mit Energie durch autonome, selbstversorgende GerĂ€tschaften. Die Grundidee des deutschen Zukunftskonzepts mit dem unvermeidlichen, blöden Anglizismus „Energy Harvesting“: Ernten von Energie aus der lokalen Umgebung des GerĂ€ts. Einige solcher Technologien funktionieren bereits im Freiburger Institut fĂŒr Mikroelektronik, wo bereits letztes Jahr 18 Professoren und fast 200 Mitarbeiter an der Entwicklung dieser technologischen Revolution arbeiten. (26)
Konkretes Beispiel: Strom aus WĂ€rme, Druck oder Vibrationen. Ein WĂ€rmetauscher, der seine Energie einfach aus der normalen Raumtemperatur zieht. Oder einen Schalter, der per Funk das Licht aus- oder eine Kaffeemaschine einschalten kann. Allein der mechanische Druck auf sein Tastenfeld reicht aus, um genug Strom fĂŒr die gewĂŒnschte Aktion zu erzeugen. Eine Folie, auf die eine Schallwelle, anfĂ€ngt zu schwingen und in der Bewegung an einem Elektromagneten vorbei induktiv Strom erzeugt.
„Damit ließe sich zum Beispiel in Fabrikhallen oder auf OberflĂ€chen von Maschinen allein aus der Vibration neue Energie gewinnen,“ so Elektroingenieur Peter Woias, der Leiter des Projekts in Freiburg ĂŒber das keine Sau redet.

Die gesellschaftliche, energiepolitische und weltwirtschaftliche Entlastung durch diese autonomen Energiesysteme wĂ€ren nicht zu ĂŒberschĂ€tzen. Allein in Deutschland fallen jedes Jahr 1.3 Milliarden leere, giftige Batterien an, wieviel werden es in 10 Jahren in China sein? Ein endlose, superteure, verschwenderische und aufwendige Infrastuktur wie Elektrokabel, Überlandleitungen, Umspann- und Kraftwerke wĂŒrden ĂŒberflĂŒssig, genau wie Millionen Verbrecher in den Energiemonopolen weltweit, samt ihrer Billionen-Profite – glaubt man im Ernst, die schaffen sich selbst ab?
Mit bestem Gruss vom autonomen GerÀt, ihr Penner.

Übrigens: 2008 kommt das Internet aus der Steckdose (27). Information und Energie werden eins. Wer die Demokratie nicht bloss als einen kurzzeitigen Erholungs- und Lustfaktor zwecks Überwindung des Ostblocks im 20.Jahrhundert ansieht, der sollte jetzt mal langsam den Politdaumen aus dem Akademiker-Dummdödel-Auge nehmen und seinen gottverdammten Job machen.

Und wage es niemand Franziska Drohsel dumm zu kommen. Sie kommt eh schon 20 Jahre zu spÀt.

weiterer Artikel:
07.11.07
„Tagesschau“-Opfer Michael Weidemann zu E.ON-RWE-Vattenfall-EnBW-Kartell
http://www.radio-utopie.de/archiv.php?themenID=1180&JAHR_AKTUELL=2007&MON_AKTUELL=11

15.09.07
EON: SAG fordert Vergesellschaftung der Energiewirtschaft
http://www.radio-utopie.de/archiv.php?themenID=939&JAHR_AKTUELL=2007&MON_AKTUELL=9

11.06.07
Strom, Preiserhöhungen: Mafia am Werk?
http://www.radio-utopie.de/archiv.php?themenID=595&JAHR_AKTUELL=2007&MON_AKTUELL=6

Quellen:
(1)
http://www.radio-utopie.de/index.php?themenID=1301
(2)
http://www.presseportal.de/pm/13399/1092964/n24
(3)
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/strompreise14.html
(4)
http://www.netzeitung.de/wirtschaft/ratgeber/486365.html
(5)
http://service.tagesschau.de/poll/poll_dbdata.php?oid=stromkonzerne2
(6)
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID7158968_,00.html
(7)
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6905014_,00.html
(8)
http://www.merkur-online.de/nachrichten/wirtschaft/aktuell/art279,804435.html?fCMS=62d42c858cddd8d6c02ecb29c1e31483
(9)
http://afp.google.com/article/ALeqM5id4xcWgoqMEgAGcCq6pOyu4CtEOg
(10)
http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_252416
(11)
http://www.boerse-online.de/tools/dowjones/20070911LL003287.html
(12)
http://www.energiedepesche.de/index.php?itid=887&content_news_detail=6845&back_cont_id=4043
(13)
http://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Heitzer
(14)
http://www.swr.de/nachrichten/-/id=396/nid=396/did=2640696/1p34ngl/index.html
(15)
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID5806258_REF1,00.html
(16)
http://www.sh-landtag.de/plenumonline/november2005/texte/10_18_energie_atomkraft.htm
(17)
https://www.inside-handy.de/news/8040.html
(18)
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2006/0823/wirtschaft/0016/index.html
(19)
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID7341786_,00.html
(20)
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6008920_REF1,00.html
(21)
http://www.radio-utopie.de/archiv.php?themenID=595&JAHR_AKTUELL=2007&MON_AKTUELL=6
(22)
http://www.sonnenseite.com/index.php?pageID=6&news:oid=n6635&template=news_detail.html
(23)
http://www.baulinks.de/webplugin/2006/1frame.htm?2114.php4
(24)
http://www.nachrichten.ch/detail/277554.htm
(25)
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3937&Alias=wzo&cob=274943&currentpage=0
(26)
http://www.br-online.de/wissen-bildung/artikel/0612/15-energy-harvesting/index.xml
(27)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/95110
(28)
http://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Hempelmann