35 Jahre nach Tschernobyl – der europaweite Atomausstieg ist überfällig

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Mögliche strahlenbedingte Gesundheitsfolgen wie Hirn- und Herzinfarkte wurden von der westlichen Forschung lange nicht anerkannt. Doch neuere, länderübergreifende Studien an Atomarbeitern aus Frankreich, Großbritannien und den USA haben gezeigt, dass es auch bei relativ niedriger und langsam erfolgender Aufnahme von ionisierender Strahlung zu tödlichen Hirn- und Herzinfarkten infolge von Blutgefäßschädigung kommen kann. Auch in experimentellen Zellstudien konnte dieser Mechanismus nachgewiesen werden. Die strahlenbedingte Linsentrübung ist inzwischen ebenfalls von internationalen Strahlenforscherinnen anerkannt. Studien zu Schädigungen des Erbguts durch radioaktive Strahlung zeigten zudem, dass die Anzahl der fetalen Missbildungen steigt, wenn die Mutter, beispielsweise aufgrund ihrer Arbeit, während der Schwangerschaft ionisierender Strahlung ausgesetzt ist.

Ein neuer Atomstaat am Persischen Golf

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Auf die Frage, weshalb die VAE trotz aller Bedenken bezüglich Effizienz, Sicherheit, ökologischer Folgen und trotz der offensichtlich wirtschaftlich viel attraktiveren erneuerbaren Alternativen so massiv in Atomtechnologie investieren, antwortet Dorfman: "Es ist der falsche Reaktor am falschen Ort zur falschen Zeit. Die Motivation, so etwas zu bauen, mag im Offensichtlichen verborgen liegen. Sie erwägen ernsthaft die Entwicklung von Atomwaffen."

Widerspruch gegen Brennelementexport zum AKW Doel/B abgelehnt

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Die belgischen Reaktoren Doel 1 und 2 sind seit 45 Jahren in Betrieb. Wiederholt kam es in den Reaktoren zu Pannen, darunter ein schwerer Störfall im April 2018 in Doel 1, der zu einem sechsmonatigen Stillstand führte. Im Juli 2019 hatte der Europäische Gerichtshof und im März 2020 ein belgisches Gericht die Laufzeitverlängerung der Reaktoren ab dem Jahr 2015 für rechtswidrig erklärt. Der aktuelle Betrieb der Reaktoren wird formell nur geduldet.

RWE und EON vor Einstieg in militärische Urananreicherung?

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Vor dem Hintergrund der jetzt bekanntgewordenen Gespräche zwischen Pentagon und Urenco erscheint auch der Besuch des Berliner Wirtschaftsstaatssekretärs Andreas Feicht (CDU) zu Jahresbeginn in der Urananreicherungsanlage in Gronau in neuem Licht: Laut einem Medienbericht in den Westfälischen Nachrichten sprach Feicht mit der Führung von Urenco und ETC auch über "Entwicklungen in den Vereinigten Staaten und Russland".