Stuttgart: Video von Festnahme des angeblich „schwer verletzten“ Agent Provocateurs der Polizei

Programm „Stuttgart 21“ (S21): Informationsindustrie und Polizei-Pressestellen lĂŒgen um die Wette

Gestern besetzten rund 1000 Stuttgarter am alten Stuttgarter Hauptbahnhof das BaugelĂ€nde des in Bundesbesitz befindlichen Staatskonzerns „Deutsche Bahn AG“, auf dem dieser derzeit im Rahmen des urbanen und verkehrsindustriellen Umbauprogramms „Stuttgart 21“ (S21) das sogenannte „Grundwassermanagement“ betreibt, eine radikale Absenkung des Grundwassers unter Stuttgart. Der Staatskonzern fĂŒhrt, nach geltendem Baurecht, diese Baumaßnahmen illegal durch, da sich die von der Bahn AG selbst angezeigte Grundwasserentnahmemengen mehr als verdoppelt hat. Der Bundeskonzern verfĂŒgt somit ĂŒber kein Baurecht mehr fĂŒr den Planfeststellungsabschnitt 1.1.

In Folge der gestrigen Aktion zivilen Widerstands der Stuttgarter, bei der – in der Tat – vorher im Weg stehende BauzĂ€une beiseite gerĂ€umt wurden, tauchte Berichten zufolge in der Menge ein mit einer Schusswaffe ausgerĂŒsteter Agent Provocateur und Zivilbeamter der Polizei auf. Aktivisten setzten den Mann fest und fĂŒhrten ihn aus der Menge.
Im Video gut erkennbar: der Agent Provocateur ist nicht Ă€ußerlich verletzt. Berufsbedingte schwere seelische Störungen können allerdings nicht ausgeschlossen werden.

Video Nr.1

Video Nr.2

Video Nr.3

ErgÀnzung 12.35 Uhr

Wie in unserem nun veröffentlichten Video Nr.1 gut zu erkennen ist, kam es am Rande der Menschenmenge zum Angriff einer einzelnen bewaffneten Person auf eine andere. Bereits ab Sekunde 6 der Filmaufnahme ist die im Hosenbund befindliche Schusswaffe des Angreifers zu erkennen. Bei dem bewaffneten Angreifer handelt es sich um einen einzelnen in zivil agierenden Agent Provocateur der Polizei.

Wie zu sehen ist, wird durch anwesende Personen der Agent Provocateur nicht verletzt oder attackiert, sondern in der konkreten Situation vor Ort die angegriffene Person durch Anwesende lediglich in Schutz genommen. Anschliessend entfernt sich der Zivilpolizist unbeschadet.

Hier setzt das (zuvor veröffentliche) Video Nr.2 ein: zwei bislang gĂ€nzlich unbeteiligte Personen nehmen den Agent Provocateur in Gewahrsam und halten ihn fest, offensichtlich um ihn nicht an seine Schusswaffe greifen zu lassen und fĂŒhren ihn aus der Menschenmenge.

ErgÀnzung 13.10 Uhr

Video Nr.3: Der spĂ€ter durch die Polizeibehörden als „schwer verletzt“ bezeichnete Agent Provocateur sitzt, abgeschirmt durch Kollegen, in einem Ambulanzwagen und telefoniert. Heute wird durch die ĂŒblichen Organe der Informationsindustrie behauptet, er lĂ€ge immer noch im Krankenhaus. Zur Zeit versucht die Polizei die Staatsanwaltschaft Stuttgart dazu zu bewegen, Anklage zu erheben. Die Polizei selbst ermittelt wegen „Verdacht auf versuchten Totschlag.

Dies dĂŒrfte eines der heroischten und erfolgversprechendsten Ermittlungsverfahren deutscher „Sicherheitsbehörden“ seit dem Reichstagsbrand werden. Oder vielleicht doch nicht. Die Zeiten haben sich geĂ€ndert.

In den verschiedenen Organen der Informationsindustrie tauchte heute immer wieder ein gleichlautender Satz auf:

„Ein Beamter wurde schwer verletzt, als er einen Demonstranten kontrollieren wollte, der zuvor eine SachbeschĂ€digung begangen haben soll.“

Wie sie sehen, ist das gelogen.

Das des Weiteren von der Polizei-Pressestelle angegebene „Knalltrauma“ von acht Polizisten ist mit innerer Sicherheit untertrieben. Es handelt sich mutmasslich um sehr viel Opfer in Polizeikreisen. Allerdings nicht um Opfer eines von S21-Gegners geworfenen Böllers.

ErgÀnzung 13.43 Uhr

Hier der entsprechende Filmbeweis. SĂ€mtliche uniformierten / un-informierten KrĂ€fte stehen weitab des, zugegebenermaßen, unnötigen und lĂ€stigen Böllers (immer weglassen, sowas).

Video Nr.4

Wie die ParkschĂŒtzer in einer Pressemitteilung heute noch einmal feststellten (und Tausende Zuschauer von Radio Utopie live vom GelĂ€nde aus in einer TV-Übertragung mitverfolgen konnten), verlief die Besetzung friedlich und fröhlich. Auch seitens der eingesetzten regulĂ€ren Polizei kam es zu keinen bislang bekannten Ausschreitungen.

Unterdessen hat heute der baden-wĂŒrttembergische Landesverband des Bundes fĂŒr Umwelt- und Naturschutz (BUND) beim Verwaltungsgericht Stuttgart eine einstweilige Anordnung gegen das Eisenbahn-Bundesamt beantragt, mit dem Ziel des sofortigen Baustopps von S21.

Unser Bericht vom gestrigen Abend: „ALARM IN STUTTGART: Polizei sperrt Grundwassermanagement und SĂŒdflĂŒgel des alten Hauptbahnhofs weitrĂ€umig ab

Bleiben Sie uns gewogen.

Nachrichtenagentur Radio Utopie
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letzte ErgÀnzung: 18.23 Uhr