Westerwelle springt in die Berliner Schweinebucht von Benghazi
Die Bundesregierung erkennt den „Nationalen Ăbergangsrat“ der Rebellen im libyschen Aufstandsgebiet von Benghazi als rechtmĂ€Ăige Vertretung Libyens an.
Die deutsche Regierung hat heute bei einem, nun, nicht unbdingt ĂŒbertrieben öffentlich angekĂŒndigten Besuch von FDP-Aussenminister Guido Westerwelle und Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel im libyschen Aufstandsgebiet, einen saublöden, unverantwortlichen Schritt unternommen, der so dĂ€mlich ist, daĂ es lauter kracht wie eine Nato-Bombe auf Tripolis. Sie hat einen Haufen Putschisten und Warlords aus lauter ex-Gaddafi-Gefolgsleuten, der im Leben noch nie von irgendwem zu irgendwas gewĂ€hlt worden ist, als legitime Vertretung des libyschen Volkes und damit des Staates Libyen anerkannt. Das ist so dĂ€mlich, daĂ es bestraft gehört.
Ja und deshalb wird es das auch.
Niebel und Westerwelle sitzen da in Benghazi und lassen sich auch noch die ehrenvolle Aufgabe nicht entgehen, gleich das deutsche „VerbindungsbĂŒro“ einzuweihen, daĂ jetzt natĂŒrlich gleich Botschaft werden wird. DaĂ dies so kurz nach der verliehenen EhrendoktorwĂŒrde fĂŒr Kanzlerin Angela Merkel zu Washington passiert, ist natĂŒrlich alles Zufall. Und allen Ernstes verspricht man den AufstĂ€ndischen,den AnfĂŒhrern des militĂ€rischen Putsches gegen Diktator Muammar el Gaddafi, man werde auch deutsche Soldaten nach Libyen schicken – wenn der BĂŒrgerkrieg erstmal gewonnen sei.
In Washington kriechen sie schon unter die Tische, um sich das Lachen zu verkneifen. Jetzt mit Anlauf in die Schweinebucht zu springen. Sauft ab, ihr Hornochsen. Aber denkt nicht, daĂ Deutschland hinterher springt.
(…)
Artikel zum Thema:
23.04.2011 Libyen-Krieg: Zwei Drittel stĂŒtzen Enthaltung und Nichtbeteiligung Deutschlands
Nach einer aktuellen Umfrage der âLeipziger Volkszeitungâ unterstĂŒtzen zwei Drittel der Deutschen die Enthaltung der Regierung im UNO-Sicherheitsrat, sowie die militĂ€rische Nichtbeteiligung im internationalen Libyen-Krieg. Auch in der Ăffentlichkeit in GroĂbritannien und den USA wĂ€chst die Sorge vor einem weiteren Versinken in einem dritten Krieg, diesmal in Afrika. Die Kriegstreiber in Deutschland, viele davon in den FĂŒhrungsetagen von SPD, BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen und sogar im katholischen Klerus, erleben vor aller Augen eine hochnotpeinliche Niederlage.
07.04.2011 Libyen: Staatsparteien schwenken auf Kriegskurs â fĂŒr die CIA? Oder die âAl Kaidaâ?
In Benghazi tagt jetzt, in diesem im Augenblick, der gröĂte Krongress von Waffenschiebern, Abgesandten von Drogenbaronen, KriegsfĂŒrsten, Söldnern und Berufskillern, den die Welt seit vorletztem Monat in Irak, Afghanistan und Somalia je gesehen hat. Mitten drin: der Sonderbeauftragte Washingtons, Chris Stevens. Vorher war er Vize-Botschafter der USA bei Diktator Muammar el Gaddafi. Nun sitzt er seit vorgestern in Benghazi bei den Seperatisten.
Praktisch ist fĂŒr Stevens, dass er es mit den gleichen Leuten zu tun hat. Der ehemalige ehrenwerte Innenminister Gaddafis, Abdel Fattah Younes (Junis, Junes) ist nun der ehrenwerte âGeneralstabschefâ der Rebellen in Benghazi.
27.03.2011 Imperator Obama hat da ein Problem
Das Haus in den USA ist immer noch das ReprĂ€sentantenhaus. Und der Sprecher des Hauses, John Boehner, schrieb nun vor drei Tagen dem PrĂ€sidenten im WeiĂen Haus, Barack Obama, einen Brief…
27.03.2011 Sarkozy ist nicht mehr lange PrÀsident
Drei Tage nach Annahme von UNO Resolution 1973, einer wesentlich von der französischen Regierung unter PrĂ€sident Nicolas Sarkozy betriebenen umfassenden Kriegsvollmacht gegen Libyen, sowie einen Tag nach der Pariser Kriegskonferenz und dem unmittelbar folgenden Beginn des Libyen-Krieges durch eine wesentlich von der französischen StaatsfĂŒhrung voran getriebene Kriegskoalition, wurden am 20.MĂ€rz in Frankreich in 2023 Kantonen Wahlen abgehalten.
18.03.2011 Analyse zur UN-Resolution: Eine umfassende Kriegsvollmacht gegen Libyen
Um zu verstehen, was da gestern im Angst-Nebel der AtomaffĂ€re von Fukushima und der humanitĂ€ren Katastrophe in Japan nun tatsĂ€chlich in New York ĂŒber die WeltbĂŒhne ging, ist es zunĂ€chst einmal wichtig sich zu erinnern, was die âUnited Nations Organisationâ (UNO) ĂŒberhaupt ist.
06.03.2011 Britische Soldaten und âDiplomatenâ in Benghazi
Das Vereinigte Königreich GroĂbritannien interveniert völkerrechtlich illegal in Libyen. Das passt zu den Versuchen von Nordatlantikpakt (Nato), USA, sowie den Staaten der âEuropĂ€ischen Unionâ irgendwie eine Invasion oder eine militĂ€rische Intervention in Libyen durch Propaganda und Manipulation der Weltöffentlichkeit vorzubereiten. Dabei pflegt die imperiale Oberschicht GroĂbritanniens selbst beste Beziehungen zu den Kollegen in Libyen.
04.03.2011 Deutsche Kriegsschiffe vor Libyen: Staatsparteien, MilitÀr und Informationsindustrie decken Vorbereitung zum Angriffskrieg
Der Staat Deutschland begeht, 69 Jahre nach dem RĂŒckzug seiner faschistischen Truppen aus Libyen, wieder einen kriegerischen Akt in Nordafrika. Bereits seit Wochen sind deutsche Luftlande-Einheiten in Libyen aktiv. Deutsche Kriegsschiffe liefen bereits vor Ausbruch des Aufstands in Libyen aus. Alle Staatsparteien â CDU, CSU, SPD, FDP, BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen, Die Linke â lĂŒgen, kollaborieren oder verschweigen die Wahrheit vor der Ăffentlichkeit. Aus Staatsmedien und Informationsindustrie strömt MilitĂ€r-Propaganda.
03.03.2011 Ein kleines bisschen Schweinebucht
Die Nato plant (mit) Libyen-Krieg / Gaddafi-Truppen auf dem Vormarsch / Deutsche Kriegsschiffe dringen morgen in libysche HoheitsgewĂ€sser ein/ Arabische Liga, Frankreich und GroĂbritannien fordern Flugverbotszone / UNO-Resolution auslegbar bis zur militĂ€rischen Intervention / US-Verteidigungsminister Robert Gates: Eine Flugverbotszone bedeutet einen Angriff auf Libyen / EU-Aussenminister-Treffen nĂ€chsten Donnerstag / Oberster EU-Regierungsrat tagt nĂ€chsten Freitag /
24.02.2011 RINGEN UM LIBYEN (I): EU aktiviert Interventions-Mechanismus
Der Aufstand in Libyen ist aber auch ein Putsch. Ein Putsch, der offensichtlich von Teilen des MilitĂ€rs mitgetragen wurde. Ein Putsch, der durch Exilgruppen mitiniitiert worden ist, die von britischen und amerikanischen Geheimdiensten schon vor Jahrzehnten als Attentats-Armeen und Proxy-Milizen finanziert und aufgebaut wurden. Und es ist ein Putsch, dessen Ablauf in groĂen Teilen mit einem Plan des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 fĂŒr einen MilitĂ€rputsch im MĂ€rz 1996 ĂŒbereinstimmt, der im Zuge eines Angriffs auf MilitĂ€ranlagen in Tarhuna, von orchestrierten Protesten in den StĂ€dten Benghazi, Misratah und Tripolis, einem durch MilitĂ€rs unter der Flagge von âIslamistenâ durchgefĂŒhrten Attentat auf Gaddafi und der Installation einer Ăbergangsregierung vor Verhandlungen mit den StammesfĂŒhrern erfolgen sollte. (dazu in Teil II)
