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    “Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum”: CDU, SPD und Grüne (ver)fassungslos

    Von Daniel Neun | 8.Februar 2010

    Kein Tag für Schlechtmenschen: Das morgige Urteil in Karlsruhe bezüglich der Höhe der Hartz-Sätze ist bei den “Parteien” im Regierungsviertel ganz offensichtlich bereits bekannt. Seit Tagen bereiten CDU und SPD eine öffentliche Kampagne zur Verfassungsänderung vor – angeblich wegen den “Jobcentern” der Armutsagenturen “Arge”.

    Morgen um 10 Uhr verkündet das Bundesverfassungsgericht sein lang erwartetes Urteil über die 2004 von SPD und Bündnis 90/Die Grünen beschlossenen Hartz-Gesetze. Das Karlsruher Urteil über das, infolge dieser Gesetze, verfassungswidrig, grausam und asozial nach unten gedrückte Existenz- und Steuerminimum, ist offenbar viel weitreichender als es die “Parteien” in Berlin erwartet haben.

    Ein neues Grundrecht bahnt sich an: das “Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum”.

    Der Fall, dessen Verhandlung morgen in Karlsruhe endlich zu Ende gehen wird, beginnt am 27.Oktober 2004. (Hartz IV-Elend für Kinder: die Soziopathie des 21.Jahrhunderts, 20.10.2009)

    Damals reichen eine Frau, ein Mann und ein 10-jähriges Kind, welche zusammen in einer Wohnung leben, bei der “Arbeitsförderung Werra-Meißner – Arge” ihren Antrag auf Sicherung des Lebensunterhalts bei ein. Am 17.Dezember 2004 erhalten sie die Antwort: neben der Miete für ihre üppige, luxuriöse Wohnung (150 Euro, Heizkosten eingerechnet) bekommen diese zwei Erwachsenen und ein Kind zusammen 825 Euro monatlich – für Essen, Kleidung, Strom, Wasser, Telefon und alles andere natürlich auch. Für das Kind entfiel nach dieser Bemessung die Summe von 207 Euro.

    Am 3.Januar 2005 schließlich reicht die Familie – pardon: “Bedarfsgemeinschaft” – Widerspruch gegen diesen Bescheid ein. Am 30. März 2005 weist die Arge diesen ab. Daraufhin klagt die “Bedarfsgemeinschaft” mit Kind am 2. Mai 2005 beim Sozialgericht Kassel. Dieses Gericht lässt sich volle zwei Jahre Zeit um am 7. August 2007 die Klage mit der Begründung abzuweisen, die ihnen zuerkannten Geldmittel seien nach dem Gesetz richtig berechnet. Daraufhin reichen die drei Unterschichtler am 5. Oktober 2007 Berufung beim Hessischen Landessozialgericht ein.

    Wieder ein Jahr später, am 29.Oktober 2008, verweist dieses die Überprüfung der Hartz IV-Regelsätze an das Bundesverfassungsgericht – mündlich. Erst am 24.Januar 2009 liegt das Urteil schriftlich vor. Und wieder erst ein Dreivierteljahr später, am 20.Oktober 2009, beginnt nach einem Hartz IV-Bescheid vom 27.Oktober 2004 die Überprüfung der entsprechenden Gesetzgebung auf ihre Verfassungsmäßigkeit, vor einem Bundesverfassungsgericht, welches am 7.November 2007 im Urteil 1 BvR 1840/07 sogar die Annahme einer Verfassungsklage gegen die Hartz IV-Gesetze verweigerte, mit der Begründung, es gäbe keine Begründung für die Annahme die Hartz IV-Sätze seien verfassungswidrig.

    Heute nun erschien ein Interview mit dem Richter vom 6. Senat des Hessischen Landessozialgerichts in Darmstadt, welcher damals am 26.Oktober 2008 (nach einem Jahr Verhandlung) die Klage der Familie an das Bundesverfassungsgericht weitergeleitet hatte. Die hessische Zeitung “Echo Online” (1) zitiert Sozialrichter Jürgen Borchert aus einem Interview mit der Deutschen Presseagentur wie folgt:

    “Es wird wahrscheinlich die Geburt eines neuen Grundrechts geben. Es geht um die Frage eines an der Wohlstandsentwicklung der Gesamtgesellschaft orientierten menschenwürdigen Existenzminimums. Dieses muss in einem transparenten Verfahren im Parlament festgelegt werden. Außerdem muss es auf offensichtliche Fehler von der Justiz kontrollierbar sein..Seit Bestehen der Sozialhilfe ist das Existenzminimum niemals in öffentlicher, parlamentarischer Debatte im Parlament entschieden worden, Bisher wurde das immer quasi in Hinterzimmern und Kungelrunden ausgemacht, in denen der Finanzminister dann das letzte Sagen hatte.

    Diese wichtige Frage gehört ins Parlament und ist dort vor den Augen der Wähler zu beantworten.”

    Genau das haben nun SPD und CDU vor: sie wollen in einer Verfassungsänderung offenbar genau dieses neue Grundrecht, welches das oberste Gremium der Republik morgen aus bestehenden Grundrechten definieren wird,  durch die Hintertür wieder abschaffen.

    Sozialrichter Borchert erläuterte auch eine nachvollziehbare Motivlage der “Volksparteien”, die in der politisch eindeutig minderbemittelten Mittel- und Unterschicht bis heute nie verstanden worden ist: den Zusammenhang zwischen sozialem und steuerlichem Existenzminimum.

    Gekoppelt an die Frage der Höhe der Hartz-IV-Sätze sei schließlich auch die der Höhe des steuerlichen Existenzminimums, also jenes Betrages, der für den Zugriff des Fiskus tabu ist. Denn – so der Sozialrichter – ,,die Armutsgrenze hat immer eine Doppelfunktion.”

    Die Konsequenz aus dem neuen “Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum” wäre klar: die Belastung, gerade der arbeitenden Unterschicht, würde entscheidend verringert; da die Arbeitenden ihr Geld sofort in den Wirtschaftskreislauf ausgeben, wäre dies ein indirektes Konjunkturprogramm. Auch die Bruttolöhne müssten steigen, ein Mindestlohn wäre Verfassungsauftrag, selbst die Belastung der Mittelschicht würde sinken, da die Steuergesetzgebung entsprechend angepasst werden müsste.

    Verlierer dagegen wären die bisherigen Gewinner der gesellschaftlichen Entwicklung seit Amtsantritt von Gerhard Schröder (SPD) im Jahre 1998: Oberschicht, Besitzer, Konzerne, Monopole und die ganze Ursuppe aus Beraterkolonnen, Partei-Apparatschiks, “Wirtschaftswissenschaftsinstituten” und Meinungsmachern in den “Medien”.

    Auftritt Ursula von der Leyen (CDU). Die jetzige Arbeitsministerin ist eine schlechte Schauspielerin. Sowas lieben die Deutschen. Das müssen sie auch, schliesslich haben sie ja keine anderen mehr. Von der Leyen erklärte heute nun das, was bereits vor einigen Tagen mit SPD und CDU ausbaldowert worden war: eine Verfassungsänderung.

    Hintergrund ist eine der vielen merkwürdigen Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichtes, welche Gesetze und gesellschaftliche Zustände zwar für verfassungswidrig erklärt hatten, aber nicht gleich. Ende 2007 hatte Karlsruhe die “Mischverwaltung” der Armen in den “Jobcentern” (durch die 2004 neu geschaffene “Bundesagentur für Arbeit” einerseits und die Kommunalverwaltungen andererseits) für verfassungswidrig erklärt – aber erst ab 2011.

    Die Konsequenz der SPD war logisch – man versuchte nicht etwa die eigenen Gesetze zu korrigieren und schämte sich, nein, man versuchte natürlich das Grundgesetz zurecht zu schnitzen. CDU-Führung und Landesfürsten waren begeistert, nur die Parlamentsabgeordneten der CDU machten dabei nicht mit. Eine Riesenblamage, nicht nur für Kanzlerin Angela Merkel, sondern auch für die (noch verbliebenen) Ministerpräsidenten des Andenpakts, Christian Wulff und Roland Koch. (Grundgesetzänderung für Hartz-SPD gescheitert: Sozens landen im Müllcenter der Geschichte, 17.März 2009)

    Nun geschah vor einigen Tagen etwas Interessantes. Roland Koch schrieb also seiner CDU-Kollegin in Berlin einen wahrhaft entschlossenen Brief, in welchem er sagte, so ginge das Ganze aber nicht, es müsse jetzt doch eine Grundgesetzänderung für die “Jobcenter” her. Durch einfache Gesetzgebung ginge das zwar, theoretisch, aber so ginge das halt nicht.

    Reaktion von der Leyen: Au ja. Warum bin ich da nicht gleich drauf gekommen? Och, eigentlich bin ich da schon immer drauf gekommen (2):

    “Ich habe stets gesagt, dass ich eine pragmatische mehrheitsfähige Lösung suche. Das bedeutet: Ich bin auch für eine Grundgesetzänderung offen.”

    Und siehe da, durch den Türschlitz flatterte auch schon der Bettelbrief der Sozens: wann man endlich wieder in einer “grossen Koalition” die Verfassung verstümmeln könne, man habe schon Phantomschmerzen (wann hat die eigentlich mal die Republik?) Dabei erklärten weder die CDU, noch die SPD, wie sie das Grundgesetz überhaupt ändern wollen. Dazu braucht man eine Zweidrittelmehrheit in Bundestag und Bundesrat. Das heisst: ohne die FDP läuft sowieso nichts.

    Das war am 2.Februar. Das Ganze würde wie eine Inszenierung wirken, wenn man wüsste, was das ist. Wenn man das nicht weiss, dann nennt man sowas (vielleicht) “Inszenierungstheorie” und bezahlt im piekfeinen Theater der Stadt dann horrende Summen, um sich dann anschließend beim Edelbesäufnis über Hartz IV-Schmarotzer auszulassen.

    Heute nun schwang von der Leyen wieder mal ihre Höhenfrisur vor die Kamera und betonte für ihr Ensemble, man werde es schon richten, das mit dem Grundgesetz (3). Was sie natürlich nicht sagte – und was auch niemand außer Radio Utopie mal nachschaute – ist, dass CDU und SPD (quasi als Bestrafung für soviel Unmut über soviel Armut durch die Bevölkerung) es für die Armen, Familien und Arbeitenden wieder einmal noch schlimmer machen wollen. CDU und SPD planen Zwangsarbeit und Leistungskürzungen. “Zumutbare Arbeit” soll nicht mehr durch das “Ausnutzen von Gesetzeslücken” abgelehnt werden, die Armutsbezüge sollen “in jedem Fall” gekürzt werden, wenn eine Arbeit abgelehnt wird (4).

    Diese Pläne standen bereits vor der von CDU und SPD angesagten Verfassungsänderung fest. Wenn jetzt das Grundgesetz wieder einmal geändert werden soll, dann höchstwahrscheinlich deswegen, weil diese geplanten “verschärften Sanktionen” nicht mit dem jetzigen Grundgesetz (und seiner neuen Auslegung durch Karlsruhe) vereinbar wären.

    Bisher ist das Existenzminimum nirgendwo umschrieben oder definiert. Genau das machten sich SPD und Bündnis 90/Die Grünen 2003/2004 zunutze, als sie die Hartz-Gesetze von Fremdautoren aus skrupellosen Ausbeuter-Kreisen übernahmen und dafür Beifall auch noch vom DGB bekamen. Die Armutsbezüge sanken, die Löhne sanken, das steuerliche Existenzminimum sank und belastete nun auch noch selbst kleinste Einkommen, dadurch sanken die Reallöhne noch weiter und die Zyniker in den “Parteien” Berlins hatten Argumente in der Hand, warum es den “Hartz IV-Empfängern” im Vergleich zu den Arbeitenden noch viel zu gut ginge.

    Sozialrechte und Sozialgesetze wurden unter menschenverachtender Heuchelei von SPD und Grünen vernichtet, Lohnsklaverei für einen Euro – in den 70er Jahren ein Grund für eine Revolution, sogar in Ostdeutschland – wurde den Menschen als gerechte Strafe für ihren selbstverschuldeten gesellschaftlichen Status um den Hals gehängt. Wen die Eltern bezahlen konnten, wurde Praktikant. Die Liste der Sozialverbrechen dieser nach eigenem Anspruch “linken” bzw “alternativen” oder “sozialen” Organisationen ist endlos. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kollaborierte schamlos.

    Wenn es nun ab morgen zum ersten Mal in der Geschichte der Deutschen ein “Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum” gibt, dann sind nicht nur die Pläne von CDU und SPD für ein weiteres Auspressen der Deutschen zum Teufel – dann würde es auch den Menschen in ganz Europa besser gehen. Denn eine Verbesserung der Lebensqualität in Deutschland würde, ähnlich wie ein “Mietspiegel”, ganz unvermeidlich auch die sozial- und steuerrechtlichen Standards  in den EU-Mitgliedsstaaten heben.

    Das kann der sogenannten “Europäischen Union” nicht gefallen, die in den letzten 11 Jahren durch ihre programmierten 5-Jahres-Pläne faktisch eine Entstaatlichung ihrer Wirtskörper betreibt, um diese entkernten Gebilde (und deren so elegant ihrer Verfassungsrechte beraubten Bürger) dann als eigener Staatskörper zu übernehmen. (DER MOLOCH, 07.Februar 2010)

    Am 6.Februar forderte der “Wirtschaftsweise” Wolfgang Franz eine Kürzung der Armutsbezüge von Hartz IV um 30 Prozent. Ausdrücklich erwähnte dabei Franz Arbeitslose mit Kindern, also die Armutsbezüge dieser Kinder. Diese seien viel zu hoch (5). Die Hartz IV-Empfänger ständen

    “häufig finanziell besser da als der Nachbar mit schlecht bezahlter Vollzeitstelle”

    Es war, wie oben beschrieben, wieder einmal die alte Platte: die Bevölkerung ab Unterkante Oberschicht ausplündern und absaufen lassen, um sie dann für jede weitere Eskalation auch noch gegeneinander aufzuhetzen.

    Woher aber kriegt der Weise Franz seine – sicher nicht unüppigen – Bezüge? Er bekommt sie vom “Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung” (ZEW). Und woher kriegen die ihr Geld? Sie kriegen es von der Bundesregierung, der EU-Kommission und “Stiftungen, Verbänden, Landesministerien und Unternehmen”. So läuft das.

    Morgen nun erwartet nun dieses verrohte, amoralische und skrupellose Establishment, mit ihren sogenannten “Parteien” und ihrem angerichteter Albtraum von Bananen- und Ausbeuterrepublik, eine adäquate Antwort aus Karlsruhe.

    Das Bundesverfassungsgericht ist das höchste Gremium, die höchste Instanz der Republik. Es allein kann Entscheidungen von Regierung, Präsident, Parlament und allen anderen Gerichten aufheben. Ebenso ist das Bundesverfassungsgericht die einzige Institution, welche unsere Verfassung schriftlich weiter entwickeln kann, entsprechend der Veränderung unserer Gesellschaft und des gesellschaftlichen Bewusstseins, dem “Öffentlichen Interesse”.

    Morgen nun wird dieses höchste Gremium der Republik den machtvergessenen und machtversessenen “Parteien” Deutschlands mit beiden Füssen ins Gesicht springen.

    Mögen sich die Wähler am 9.Mai in Nordrhein-Westfalen daran ein Beispiel nehmen.

    Quellen:
    (1) http://www.echo-online.de/suedhessen/darmstadt/art1231,635590
    (2) http://www.tagesschau.de/inland/jobcenter132.html
    (3) http://www.tagesschau.de/inland/jobcenter138.html
    (4) http://www.tagesschau.de/inland/jobcenter128.html
    (5) http://www.bild.de/BILD/politik/2010/02/06/hartz-iv-wirtschaftsweise-franz/fordert-kuerzung-um-30-prozent.html

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    Topics: Allgemein | 12 Kommentare »

    12 Kommentare to ““Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum”: CDU, SPD und Grüne (ver)fassungslos”

    1. aristo meint:
      8.Februar 2010 at 5:53 pm

      Wie immer das Urteil morgen ausfallen wird, es wird ein Sprengsatz sein, dessen Reichweite selbst übermorgen noch nicht zu erkennen ist.

      Es wird nämlich auch das Ende von Armutsrenten bedeuten und weitreichende Folgen für den Niedriglohnsektor haben.

      Die historisch einmalige Möglichkeit, ein neues klar definiertes Grundrecht einzuführen ist gegeben. Ich hoffe, das es so kommt.

    2. kleriker meint:
      8.Februar 2010 at 6:24 pm

      dazu auch nochmal für jeden das von den mediennutten vorenthaltene interview zum thema, welches der focus eben nicht veröffentlicht hat.

      http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/das-ist-doch-faul-an-hartz-iv-412.php

      “Das ist (doch) faul an Hartz IV: Dieses Interview hat das Magazin “Focus” in seiner aktuellen Ausgabe nicht veröffentlicht. Warum? Entscheiden Sie!

      Nachfolgendes Interview hat das Magazin “Focus” am 30. Januar 2010 mit Falko Maiwald, ein freies Redaktionsmitglied von gegen-hartz.de geführt, aber leider nicht, wie angekündigt, in seiner aktuellen Ausgabe veröffentlicht. Stattdessen dürfte Prof. Wolfgang Franz umfassend erklären, warum der ALG II-Regelsatz unbedingt gekürzt werden soll.”

      das kann sich das sozenpack ganz groß auf die fahnen schreiben, dass sie unter schröder die wege zur verarmung der deutschen geebnet haben. das dumme volk kocht natürlich…weil ja der hartzer genauso viel kohle bekommt wie der arbeiter mit dem witzlohn….hehe…schon klar. dass die löhne evtl. zu niedrig sind, darauf kommt der lemming ja nicht. der IQ einer scheibe toastbrot lässt grüßen.

      nachtrag: falls es noch jemanden interessiert was schröder gesagt hat, kann er das hier lesen.
      ich zitiere:
      “Wir haben einen funktionierenden Niedriglohnsektor aufgebaut, und wir haben bei der Unterstützungszahlung Anreize dafür, Arbeit aufzunehmen, sehr stark in den Vordergrund gestellt. Es hat erhebliche Auseinandersetzungen mit starken Interessengruppen in unserer Gesellschaft gegeben. Aber wir haben diese Auseinandersetzungen durchgestanden. Und wir sind sicher, dass das veränderte System am Arbeitsmarkt erfolgreich sein wird.”
      “Wir müssen und wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt. Ich rate allen, die sich damit beschäftigen, sich mit den Gegebenheiten auseinander zu setzen, und nicht nur mit den Berichten über die Gegebenheiten. Deutschland neigt dazu, sein Licht unter den Scheffel zu stellen, obwohl es das Falscheste ist, was man eigentlich tun kann.”

      http://archiv.bundesregierung.de/bpaexport/rede/91/780791/multi.htm

    3. Julie meint:
      8.Februar 2010 at 6:31 pm

      Danke, Daniel – mit diesem Artikel hast Du Dich selbst übertroffen ! Eine Glanzleistung in jeder Hinsicht ! Mir laufen die Schauer noch immer den Rücken hinunter. Dein Artikel hat mich sehr bewegt. Hoffen wir also für morgen das Beste.

      Herzliche Grüße
      Julie

    4. Grundrecht auf ein menschenw meint:
      8.Februar 2010 at 8:06 pm

      [...] [...]

    5. Radio Essen - Grundgesetz meint:
      8.Februar 2010 at 8:54 pm

      [...] [...]

    6. Infidel meint:
      8.Februar 2010 at 9:52 pm

      Ich kann mir nicht helfen. Wenn ich über solche Themen nachdenke, fällt mir immer nur ein Wort ein: Guillotine.

      Gebt euch bezüglich der Wahlen keinen Hoffnungen hin. Seit dem Ende der Kohl-Ära sinkt der Durchschnitts-IQ der Deutschen um jährlich 2%. Die Verdummungskampagne zeigt nun Wirkung: Dummheit, Politikverdrossenheit, Suchtverhalten, Konsumzwang. Carl Friedrich von Weizsäcker hat die Deutschen leider richtig eingeschätzt.

    7. Bonzenkiller meint:
      8.Februar 2010 at 11:50 pm

      Danke Daniel!

      Das ist der beste Artikel, den ich bisher in Radio-Utopie gelesen habe.

      Es geht voran!

    8. Janus meint:
      9.Februar 2010 at 12:12 am

      Guter Artikel Daniel und wir alle hoffen auf mor… schon heute. Zu Infidel – ich meine, dass Unter den Linden viele Bäume stehen…

      Hoffen wir auf´s BVerfG uns sind über das Gegacker ab morgen abend auf allen Sendern gespannt… Also ab heute. Ihr wisst schon – es ist spät. Gute Nacht.

    9. Daniel Neun meint:
      9.Februar 2010 at 12:43 am

      Liebe Mitbürger (und Eingeweihte).
      Es freut mich, einmal mehr Megafon für diejenigen gespielt haben zu dürfen, denen der Hals schon so dick geworden ist, dass kein Wort mehr rauskommt.
      Nur lassen wir doch bitte, bitte mal die Guillotine im Schrank. Nach der kam schließlich Napoleon.
      Also – versuchen wir es doch mal mit etwas, was es hier noch NIE gab. Irgendwie wollen doch alle mal was Neues, gell.

    10. AlexHamburg meint:
      9.Februar 2010 at 2:13 am

      Bin zufällig auf diesen Artikel gestoßen und muss sagen dass mich die Verbindung zwischen den heutigen Ereignisse (von der Leyen: “will GG ändern”) und dem morgen zu erwartenden Richterspruch nicht kannte. Werde da mal nachforschen, was es damit so auf sich hat.

      Dass ab morgen ein menschenwürdiges Existenzminimum als rechtlich greifbarer Begriff existiert, ist nur zu begrüßen!

      Was ich aber nicht verstehe ist, dass sich durch den ganzen Artikel dieser rote “Verschwörungsfaden” ziehen muss. Wie soll denn das von statten gehen: In allen Schaltzentralen des Landes haben sich Vertreter eines Geheimbundes eingenistet, dessen Ziel es ist uns alle zu unterjochen?! Wenn dem so wäre, wieso spielen dann diesmal die Verfassungsrichter nicht mit? Waren die selben Richter in einem anderen Absatz nicht Mitverschwörer (weil sie etwas erst ab 2011 für gesetzeswidrig erklären)?

      Sorry, aber das hört sich sehr nach Realitätsfremde an. Der Grund dafür, dass solche wie von dir erkannten interessanten Zusammenhänge nicht in den Medien erwähnt werden ist, dass diese Zusammenhänge unglaubwürdig sind. Nicht dass dieser Zusammenhang zwangsläufig falsch sei. Aber wenn du dazu den ganzen anderen Kram beimischst wunder dich nicht, dass für die meisten Leser die Mischung 90%-falsch-10%-richtig im Ganzen “ziehmlich falsch” bleibt.

      Lasst doch einfach mal die Weltverschwörungs-Besserwisser-Zynik raus und ihr hört euch auch nicht mehr an wie der ständig nervende Mecker-Oppa von Nebenan. Themen wie Demokartietot und soziale Ungerechtigkeit sind viel zu wichtig, als dass man die raren Momente, diese Themen der Gesellschaft publik zu machen, für das private Bedürfnis missbraucht, mal wieder alles besser gewusst haben zu wollen.

    11. zerifu meint:
      9.Februar 2010 at 12:32 pm

      @AlexHamburg

      “…dass für die meisten Leser die Mischung 90%-falsch-10%-richtig im Ganzen “ziehmlich falsch” bleibt.”

      “…mal wieder alles besser gewusst…”

      Spieglein Spieglein an der Wand…

    12. nino meint:
      9.Februar 2010 at 9:05 pm

      alex

      das ist also für dich “verschwärungstheoretisch”?

      lach :) :)

      wie wäre es dir wenn ich dir mal ein paar dinge über deutschland und europa und die welt erzähle?

      danach würdest du mich vermutlich einweisen lassen wollen würden wollen müßen, wenn DER artikel für dich schon “verschwörungstheorie” beinhaltet !!

      maaan könnte ich mich über solche menschen aufregen und ich WEIß es ist falsch!

      immerhin hat der alex aus hamburg den weg auf radio utopie gefunden, DER ERSTE schritt ist gemacht ALEX.

      wenn du jetzt anfangen solltest öfter artikel in unabhängigen medien zu lesen wirst du VIELLEICHT IRGENDWANN kurz bevor uns das system um die ohren fliegt verstehen warum ich mich so schwer zurückhalten kann!
      Und warum ich jetzt am liebsten richtig schön aggressiv werden würde und dir deine verschwörungstheoretische “verschwörungstheorie”-erwähnung am liebsten um die ohren hauen würde.

      aber gut.

      du sagst 90& wirkten falsch und 10% wahr auf dich?

      na dann sei froh, denn selbst diese 10% wären noch glatte 10.000% prozent mehr wahrheitsgehalt als die verkackten massenmedien beinhalten!

      und was meinst du warum die massenmedien gerade so absacken?
      kunden weglaufen? abos zu zehntausenden gekündigt werden?
      warum sie keine werbungseinnahmen mehr haben?

      naa??

      WEGEN blogs wie diesem hier die der realität so nah kommen wie tausende massenmedien publikationen das nicht könnten!

      aber nicht nur das, sie (ja, die blogs !) sind auch journalistisch nicht nur auf höheren leveln sondern in sie spielen in komplett anderen welten!!

      lies dir doch die medien durch (denen du so glaubst) wo sind da bspw die quellen?`?

      ahh “ein informant der nicht genannt werden wollte”
      “3ein mitarbeiter des innenministeriums”
      “ein sprecher des us-nachrichdendienstes”

      mensch meier das sind quellen, da hauts mich um

      so, viel zu lang geworden die antwort und die hoffnung dass du dich morgen oder heute nochmal auf die seite verirrst verschwindend gering aber FALLS doch solltest du JETZT anfangen wieder selbst zu denken.

      grüße,

      von einem der vielen die den text für 100% wahr und 0% falsch halten und dir deine offiziellen verschwörungstheorien um die backen hauen

      nino