Patt in Uruguay: Ergebnisse nach Stichwahl werden ĂŒberprĂŒft

Trotz eines geltenden Wahlkampfverbots hatte die MilitĂ€rvereinigung Centro Militar ein Kommunique verbreiten lassen, in dem die Autoren zur Wahl des rechten Kandidaten aufrufen. Das Dokument, das zur „Auslöschung des Marxismus“ in Uruguay aufruft, sorgte umgehend fĂŒr heftige Reaktionen. Vertreter der Linken und sozialer Organisationen fĂŒhlten sich an die Zeit der blutigen MilitĂ€rdiktatur (1973-1985) erinnert. In den vergangenen Tagen berichteten BĂŒrger zudem von AufmĂ€rschen schwer bewaffneter Soldaten in StĂ€dten im Landesinneren, wie Salto und TacuarembĂł. Offiziell war von Manövern die Rede. Angesichts der bevorstehenden Wahlen und der Parteinahme eines Teils der Armee wurden die AufmĂ€rsche aber als deutlicher EinschĂŒchterungsversuch gewertet.

SOA – Schule des Terrors

Am 8. Juli verurteilten Richter des römischen Berufungsgerichtshofs ehemalige bolivianische, chilenische, peruanische und uruguayische Regierungs- und MilitĂ€rbeamte, nachdem sie sich der EntfĂŒhrung und Ermordung von 23 italienischen Staatsangehörigen in den 1970er und 1980er Jahren wĂ€hrend der Operation Condor schuldig gemacht hatten, einer koordinierten Aktion rechter MilitĂ€rdiktaturen in Chile, Argentinien, Uruguay, Bolivien, Paraguay, Brasilien und spĂ€ter Peru und Ecuador gegen vermeintliche linksgerichtete Bedrohungen. Die Kampagne, die von EntfĂŒhrungen, Folter, Verschwinden und Mord geprĂ€gt war, forderte nach Angaben von Menschenrechtsgruppen schĂ€tzungsweise 60.000 Menschenleben. Zu den Opfern gehörten Linke und andere Dissidenten, Geistliche, Intellektuelle, Akademiker, Studenten, Bauern und GewerkschaftsfĂŒhrer sowie indigene Völker.

Ex-PrÀsident von Peru begeht vor Festnahme Suizid

WĂ€hrend seiner ersten Amtszeit gingen die peruanischen StreitkrĂ€fte zudem bei der BekĂ€mpfung der Guerilla „Leuchtender Pfad“ brutal gegen die Zivilbevölkerung vor. Auch soll Garcia persönlich fĂŒr ein Massaker an politischen Gefangenen im Jahr 1986 verantwortlich sein. Um sich einem diesbezĂŒglichen Verfahren zu entziehen, hielt sich Garcia von 1991 bis 2001 in Kolumbien und Frankreich auf. Dieses Verfahren wurde von der peruanischen Justiz eingestellt.

Venezuela zwischen Diplomatie, Großdemonstrationen und US-„humanitĂ€rer Hilfe“

Das Internationale Rote Kreuz, das im Land bereits auf medizinischem Gebiet engagiert ist, ließ sich in die US-PlĂ€ne ebenfalls nicht einbinden. „Wir sind keine Agentur, die GeberplĂ€ne umsetzt, insbesondere nicht, um Dinge umzusetzen, die eine politische Bedeutung haben“, erlĂ€uterte der fĂŒhrende FunktionĂ€r des Internationalen Roten Kreuzes, Dominik Stillhart.

Venezuela-Krise: Latinos wollen vermitteln, USA und EU stĂŒtzen Opposition

Bei einer Aktuellen Stunde im Bundestag hatte Außenminister Heiko Maas (SPD) Maduro am Mittwochnachmittag vorgeworfen, gegen Standards von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit zu verstoßen. Er habe das erdölreichste Land der Welt an den Abgrund gefĂŒhrt. „Angesichts dessen kann man nicht neutral bleiben“, sagte Maas unter RĂŒckgriff auf einen frĂŒheren Tweet. Der SPD-Politiker bekrĂ€ftigte die politische UnterstĂŒtzung Deutschlands fĂŒr GuaidĂł.