Tunesien – Karawanen der Freiheit

Karawanen aus Kasserine, Sidi Bouzid und Menzel Boutaiane ziehen nach Tunis Zweihundert Kilometer südlich von Tunis in der Ortschaft Menzel Boutaiane versammelten sich mehrere hundert Menschen und brachen zu Fuss am Samstag, den 22.Januar 2011 zu einem der Märsche in die Hauptstadt auf. Unterwegs schlossen sich ihnen aus jeder Ortschaft weitere Bürger an, so dass der von ihnen als „Karawane der Freiheit“ bezeichnete Protestzug beim Eintreffen über tausend Menschen zählte.

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Die neue Macht des Wissens um die eigene Macht – demokratische Weltrevolution

Fremde Länder, fremde Sitten. Von wegen. In Deutschland, Europa, Israel, Algerien, Jemen, Albanien, Tunesien, Jordanien, Mauretanien, Ägypten, Sudan, Nigeria … – in vielen Teilen der Welt kommt es kontinentübergreifend seit Tagen, Wochen und Monaten zu massiven Protestbewegungen, die alle eines gemeinsam haben: in Demonstrationszügen formieren sich die Menschen auf den Strassen und versuchen auf demokratischem Weg ihre Unterdrückerregime, die mit Terror und Korruption ihre Länder ausplünderten, durch Volksvertreter zu ersetzen, die in einer dauerhaften freien Atmosphäre gewählt werden sowie gewaltfrei Reformen durchzusetzen. Revolutionen und Aufstände und ihre grausame Niederschlagung hat es seit Jahrtausenden gegeben. Verfeindete Herrscher kamen stets schleunigst mit Waffen und Soldaten zur „Bruderhilfe“, wenn es darum ging, die Volksmassen im Zaum zu halten und den Funken des Widerstandes nicht auf das eigene Territorium überschlagen zu lassen.

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Jemen: Freies Tunis, Sanaa grüsst dich tausend Mal

„Liberty‘s Tunisia, Sanaa salutes you a thousand times“ Im Jemen kam es am Sonntag, den 16.Januar 2011 zu spontanen Demonstrationen der Solidarität mit dem tunesischen Volk. Tausende Studenten versammelten sich auf dem Universitätsgelände der Sanaa University in der Hauptstadt und zogen durch die Strassen zu der tunesischen Botschaft.

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Tunesien: Heckenschützen mit deutschen Pässen festgenommen

Wie das Staatsfernsehen aus der tunesischen Hauptstadt Tunis meldet, lieferten sich tunesisches Militär und Polizei ein Feuergefecht mit Heckenschützen, die auf dem Dach eines nahe von Zentralbank und Innenministerium gelegenen Gebäudes „stationiert“ waren. Zwei der Heckenschützen auf dem Dach wurden laut einem tunesischen Militärangehörigen durch Schüsse getötet, die von einem Helikopter heraus „dirigiert“ worden waren.

Tunesien: Freie Wahlen oder neue Diktatur

Tunis: Die „Jasmin-Revolution“ im Periperie-Staat der Mittelmeerunion ist keine Revolution. Der alte Apparat wechselt die Gallionsfigur, die Oberschicht krallt sich an die Macht, das Kapital wechselt wie ein Chamäleon die Farbe und passt sich an. Die Bürger des Landes bleiben ohne Hoffnung, ohne Demokratie und ohne Chance.  Belogen und betrogen, gefoltert und geschlagen, unterdrückt und ausgeplündert sind die Tunesier wieder einmal das naive Volk, welches sich anschickt einen erfolgreichen Aufstand der Verzweiflung hoffnungsvoll wieder der eigenen Geheimpolizei, dem eigenen Militär und den alten Peinigern in Europa, Asien und Amerika in den Schlund zu werfen.

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