PESCO III

Im Dezember 2017 wurde die „StĂ€ndige Strukturierte Zusammenarbeit“ (engl.: PESCO) ins Leben gerufen, um die Anbahnung europĂ€ischer MilitĂ€r- und RĂŒstungsprojekte zu forcieren. Einer derjenigen, der den Prozess maßgeblich angeschoben hatte, war der damalige KommissionsprĂ€sident Jean-Claude Juncker. Als die PESCO aktiviert wurde, freute er sich mit den Worten, nun sei die im EU-Vertrag verankerte „schlafende Schönheit“ endlich erwacht.

RĂŒstung als Integrationsprojekt?

Die Sorge der Industrie war: Entscheidet sich auch Deutschland, wie u.a. Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien fĂŒr amerikanische Drohnen, wĂŒrde man keinen Fuß mehr in die TĂŒr bekommen und die AuftrĂ€ge fĂŒr grĂ¶ĂŸere Drohnen des Typs MALE wĂŒrden sich auch zukĂŒnftig hauptsĂ€chlich auf Israel, die USA und China verteilen. Auch der Wehrbeauftragte des Bundestages Hans Peter Bartels Ă€ußerte in einem Interview diese BefĂŒrchtung. Durch die Leasinglösung, bei der die Drohnen vom israelischen Unternehmen IAI kommen, der Hauptauftragnehmer aber Airbus Defence & Space (D & S) – zustĂ€ndig fĂŒr Unterhalt und Wartung der Drohnen – wird, kann man durch den großzĂŒgigeren Umgang der Israelis mit den Unterlagen zu der Technologie mehr Erfahrung sammeln.

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Kauf eines ehemaligen TruppenĂŒbungsplatzes in ThĂŒringen

Deutschlandweite Spendensammelaktion des Naturschutzbundes Nabu fĂŒr den Kauf des ehemaligen MilitĂ€rgelĂ€nde und TruppenĂŒbungsplatz Windknollen bei Jena in ThĂŒringen

Die Ostertage sind traditionell eine gesellschaftlich-politische Zeit, in der OstermĂ€rsche fĂŒr den Frieden und gegen den Militarismus organisiert werden. Zudem wurde in allen Kulturen der FrĂŒhlingsanfang als Beginn des neuen Lebens gefeiert.

Eine gute Gelegenheit, beides zu verbinden – Entmilitarisierung und Naturschutz, bietet sich jetzt an mit dem Kauf des ehemaligen MilitĂ€r- und ManövergelĂ€ndes Windknollen bei Jena, auf dem nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bis 1990 die sowjetischen Truppen mit ihren Panzern und Minen und zuvor die Soldaten des Kaisers, spĂ€ter der Wehrmacht mit ihrer Kavallerie die Erde umpflĂŒgten.

„Faktisch muss man Schlupflöcher schaffen“

Unter Entwicklungshilfe wird zunehmend der gesamte Bereich der sogenannten ErtĂŒchtigung gefasst. Das heißt Ausbildung und AufrĂŒstung von mit Berlin befreundeten Akteuren, wo Maßnahmen teilweise aus dem Etat fĂŒr Entwicklungshilfe gezahlt werden. Wir haben in Afghanistan eine ganz starke Tendenz gehabt, zum Beispiel HilfsgĂŒter nur als Belohnung fĂŒr Kooperation mit der westlichen Besatzungsmacht zu verteilen. Das ist eine militĂ€rstrategische Instrumentalisierung von Hilfe, die dann auch die zivilen KrĂ€fte vor Ort diskreditiert und zu Zielen der AufstĂ€ndischen gemacht hat.

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