Kein Kauf von Atombombern im Schatten der Corona-Krise!

Es ist notwendig, jetzt eine Zeitenwende hin zur Demilitarisierung einzuleiten und Ressourcen sinnvoll zu verteilen. Deshalb fordern wir die Verschiebung der Entscheidung ĂŒber die Neuanschaffung von atomwaffenfĂ€higen Flugzeugen auf die Zeit nach der Corona-Krise, um die dringend nötige öffentliche politische Debatte ĂŒber die Stationierung von Atomwaffen in Deutschland zu ermöglichen.

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WaffenbrĂŒderschaft ist kein Friedensprojekt

2007 erklĂ€rte sich die EuropĂ€ische Union im Rahmen des Lissabonvertrags zum MilitĂ€rbĂŒndnis und erhielt dennoch 2012 den Friedensnobelpreis. Seit Ende 2017 hat sich in der EU eine Koalition der Willigen zu mehr AufrĂŒstung und mehr Kriegsbereitschaft verpflichtet. Dennoch reden zwischenzeitlich viele vom „Friedensprojekt Europa“ als sollte dieses demnĂ€chst heiliggesprochen werden. So wichtig es ist, dass zwischen Deutschland und Frankreich heute kein Krieg mehr droht, so wenig darf man europĂ€ische Freundschaft mit europĂ€ischer WaffenbrĂŒderschaft verwechseln. Wo Europa drauf steht ist keineswegs in jedem Fall ein humanistisches Projekt drin.

Kauf eines ehemaligen TruppenĂŒbungsplatzes in ThĂŒringen

Deutschlandweite Spendensammelaktion des Naturschutzbundes Nabu fĂŒr den Kauf des ehemaligen MilitĂ€rgelĂ€nde und TruppenĂŒbungsplatz Windknollen bei Jena in ThĂŒringen

Die Ostertage sind traditionell eine gesellschaftlich-politische Zeit, in der OstermĂ€rsche fĂŒr den Frieden und gegen den Militarismus organisiert werden. Zudem wurde in allen Kulturen der FrĂŒhlingsanfang als Beginn des neuen Lebens gefeiert.

Eine gute Gelegenheit, beides zu verbinden – Entmilitarisierung und Naturschutz, bietet sich jetzt an mit dem Kauf des ehemaligen MilitĂ€r- und ManövergelĂ€ndes Windknollen bei Jena, auf dem nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bis 1990 die sowjetischen Truppen mit ihren Panzern und Minen und zuvor die Soldaten des Kaisers, spĂ€ter der Wehrmacht mit ihrer Kavallerie die Erde umpflĂŒgten.

„Atomwaffen und Urananreicherung Ă€chten!“

Auftakt der NRW-OstermÀrsche in Gronau

Am Karfreitag, 30. MĂ€rz 2018, findet in Gronau (Westfalen) der Auftakt der nordrhein-westfĂ€lischen OstermĂ€rsche statt. Die ĂŒberregionale Friedensdemonstration steht unter dem Motto „Atomwaffen und Urananreicherung Ă€chten. Zivile Konfliktlösung statt RĂŒstungsexporte“. Um 13 Uhr beginnt am Gronauer Bahnhof die Auftaktkundgebung mit dem Liedermacher Gerd Schinkel und mit RedebeitrĂ€gen. Anschließend fĂŒhrt der Ostermarsch durch die Gronauer Innenstadt und dann zur Gronauer Urananreicherungsanlage (UAA) des internationalen Urenco-Konzerns. Hier findet vor dem Haupttorr der Anlage (Röntgenstraße 4) gegen 15 Uhr die Abschlusskundgebung statt. Zur Teilnahme an dem Gronauer Ostermarsch rufen 25 Initiativen, VerbĂ€nde und lokale Unternehmen auf. Prominenteste UnterstĂŒtzerin des Gronauer Ostermarsches ist in diesem Jahr die Musikerin Nina Hagen.