Nehmen wir mal an, Angela Merkel hätte den Krieg in Afghanistan gewonnen

..dann wären unsere Soldaten jetzt auf dem Weg zurĂĽck nach Deutschland. Alle wĂĽrden nach Hause gehen. Angela Merkel (CDU) hätte einen Angriffskrieg gewonnen, der von Gerhard Schröder (SPD) und Joschka Fischer (BĂĽndnis 90/Die GrĂĽnen) vorbereitet, angekĂĽndigt und anschlieĂźend von allen Beteiligten ĂĽber neun Jahre gegen die oberste Dienstvorschrift, die dem Staates gegeben ist, gefĂĽhrt wurde: dem Grundgesetz. Aber wenn Angela Merkel den Krieg gewonnen hätte, wĂĽrde man wissen, gegen wen er gewonnen wurde. Wenn Angela Merkel den Krieg gewonnen hätte, wĂĽsste man, gegen wen er ĂĽberhaupt gefĂĽhrt wurde. Wenn die deutschen Besatzungstruppen wieder in Deutschland wären, weil sie an Chinas, Pakistans und Irans Grenze ganz sicher nicht mehr fĂĽr Wirtschaftsoffensivverteidigung gebraucht wĂĽrden, dann wĂĽrde man nach neun Jahren der Ă–ffentlichkeit erzählen mĂĽssen, wo die Truppen des Gegners standen, wer sie befehligte, wer sie neun Jahre in der Nato-Besatzungszone mit Waffen, Infrastruktur, Unterkunft, Transportmitteln, Waffen und natĂĽrlich verschiedensten Währungsgutscheinen aka „Geld“ versorgte. Und natĂĽrlich, wo wann bei wem sie damit einkauften.

Warten auf Godot oder das afghanische Wirtschaftswunder

Solange Milliarden an dem Krieg in Afghanistan von den verschiedensten Gruppierungen zu verdienen sind, wird kein Interesse bestehen, diesen zu beenden – RĂĽstungs- und Söldnerfirmen, Geheimdienste, Drogenkartelle und korrupte Politiker mĂĽssten fĂĽrchterlich darben und werden mit allen Mitteln versuchen, ihren „Existenzkampf zum Ăśberleben“ fortfĂĽhren. Zur Zeit wird viel ĂĽber den Beginn des Abzugs der ISAF-Truppen ab Ende nächsten Jahres aus Afghanistan debattiert, der sich bis zum Jahr 2014 hinziehen soll, aber gleichzeitig schon von hochrangigen US-Militärs wegen der trostlosen Lage in Frage gestellt wurde.

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Afghanistan: längster Krieg in Geschichte der USA – deutsche RĂĽstungsindustrie an Asienfront

Rheinmetall, Krauss-Maffei-Wegmann (KMW) und EADS-Cassidian setzen als private Dienstleister auf neue florierende Umsatzmärkte an der Kriegsfront und in Deutschland – Petraeus fordert deutsche AWACS-Aufklärer Die Vereinigten Staaten von Amerika feiern den traurigsten Rekord in ihrer Geschichte. Mit dem Einmarsch ihrer Truppen im Jahr 2001 fĂĽhren die US-Militärs mit ihren VerbĂĽndeten einen Krieg gegen die afghanische Bevölkerung, der länger als der Vietnamkrieg anhält, unter dessen Auswirkungen noch viele Vietnamesen und auch US-Veteranen zu leiden haben.

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Wird die Chance auf Umwandlung von Militärstandorten erneut verspielt?

Die Bundeswehr soll reformiert, ihre Truppen sollen erheblich verkleinert werden. In der Folge dieser sogenannten Reform werden auch eine Reihe bisheriger Bundeswehrstandorte geschlossen werden. Deshalb hat in den potentiell betroffenen Regionen längst ein Wettkampf um den Erhalt der „eigenen“ Standorte eingesetzt. So mĂĽhen sich dann Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker aus den jeweiligen Land- und Wahlkreisen, um deutlich zu machen, dass ĂĽberall sonst Bundeswehrstandorte geschlossen werden können, nur nicht die im eigenen Wirkungskreis. Etwas salopp gesagt erinnert das ein wenig an SĂĽchtige, die ohne ihre Droge nicht auskommen.

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