Venezuela: US Regimewechsel ist im Gange!

Als die Neokonservativen in den Irak eindringen und seine Regierung stürzen wollten, verbrachten sie viel Zeit damit, uns davon zu überzeugen, dass sie nicht nur in den Irak eindringen und seine Regierung stürzen wollten. Nein, es ging um 9/11 und Massenvernichtungswaffen und die nationale Sicherheit der USA und letztendlich um “Humanitarismus”. Wir würden als Befreier begrüßt werden, sagten sie. Sie versuchten, das Argument im Laufe von Monaten und sogar Jahren zu vertreten und beteiligten sogar den Kongress an den Bemühungen: Der Iraq Liberation Act (Irak-Befreiungsgesetz) wurde bereits 1998 verabschiedet! Continue reading “Venezuela: US Regimewechsel ist im Gange!”

Trumps Neokonservative machen seinen Abzugsplan aus Syrien rückgängig

Ich beginne mich zu fragen, ob Präsident Trump überhaupt Macht über die US-Außenpolitik hat. Viele Menschen glauben, dass der US-Präsident nur ein Aushängeschild ist, während die eigentliche Außenpolitik fest in den Händen des tiefen Staates liegt. Trumps neueste dramatische Wende beim Abzug von Truppen aus Syrien nährt sicherlich solche Theorien.

Als Präsident Trump erst vor wenigen Wochen ankündigte, dass die USA ihre Truppen aus Syrien abziehen und möglicherweise ihre Truppen in Afghanistan reduzieren würden, waren die Neokonservativen, die Medien, der militärisch-industrielle Komplex und die linken “Niemals-Trump”-Leute aus dem Häuschen. Sie hatten geschwiegen, als Präsident Obama die schreckliche Entscheidung traf, Assad in Syrien zu stürzen und zu diesem Zweck Waffen an Dschihadisten zu schicken. Sie sagten nie ein Wort, als Milliarden von Dollar für diese unmoralische und gefährliche “Regimewechsel”-Politik eingesetzt wurden. Sie kümmerten sich nicht um die Rechtsstaatlichkeit, als Präsident Obama dem Kongress eine Nase drehte und Soldaten nach Syrien schickte.

Aber als Präsident Trump das Offensichtliche erklärte – nämlich, dass ISIS effektiv besiegt wurde und wir nichts in Syrien zu tun haben – erklärten diese oben genannten Gruppen unisono, dass die tatsächliche Heimreise von US-Soldaten ein “Geschenk an Russland” sei. Sie sagten, dass die Heimreise von US-Truppen zu Instabilität in den Regionen führen würde, die sie verlassen haben. Nun, gibt es einen Beweis dafür, dass die Besetzung durch US-Truppen tatsächlich Stabilität bringt?

Kaum hatte Präsident Trump unsere Abreise angekündigt, begannen seine neokonservativen Berater seine Worte zurückzudrehen. Zuerst musste er ein Mittagessen mit Senator Lindsey Graham aushalten, der ihm die Hölle heiß machte, und wo Trump laut dem Senator zustimmte, keine Zeitpläne für den Rückzug zu haben. Dann begannen sein Nationaler Sicherheitsberater John Bolton und sein Außenminister Mike Pompeo der Welt zu sagen, dass die Aussagen von Präsident Trump über den Truppenabzug nur leere Worte und keine US-Politik waren.

Während die frisch von der Herrschaft der von den USA unterstützten Extremisten befreiten syrischen Christen zum ersten Mal seit Jahren Weihnachten feierten, holte John Bolton die alte Warnung an Assad aus der Mottenkiste, dass die USA angreifen würden, wenn er sein Volk “wieder” vergaste. Glaubt wirklich jemand angesichts des syrischen Präsidenten, der persönlich an einigen der Weihnachtsfeiern teilnimmt, dass er zurück in sein Büro gehen und einen Gasangriff anordnen würde?

Bolton behauptete dann, dass die USA Truppen von Syrien in den Irak verlegen würden, um den Kampf gegen ISIS fortzusetzen, und dass die USA israelische Luftangriffe auf syrisches Gebiet voll und ganz unterstützen. Hat Präsident Trump auch nur einem dieser Punkte zugestimmt?

Schlimmer noch, Außenminister Pompeo begibt sich auf eine Nahostreise, bei der er den Führern in der Region im Wesentlichen sagen wird, dass der US-Präsident ein Lügner ist. Laut einem Beamten des Außenministeriums, der in einem Bericht am Sonntag zitiert wird, wird Pompeos Botschaft an den Nahen Osten lauten: “Trotz gegenteiliger Berichte und falscher Erzählungen über die syrische Entscheidung gehen wir nirgendwo hin. Der Außenminister wird dieses Bekenntnis zur Region und zu unseren Partnern verstärken.”

Die tatsächlichen Worte des US-Präsidenten über Syrien als “falsche Erzählungen” bezeichnen? Wie kann das nicht Gehorsamsverweigerung sein?

Wird Präsident Trump zusehen, wie dieser Putsch unter seiner Nase stattfindet? Erkennt er, wie sehr seine Glaubwürdigkeit leidet, wenn er mutig einen US-Rückzug ankündigt und Tage später eine Wende vollzieht? Hat er die jüngsten Umfragen bemerkt, die zeigen, dass die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung mit ihm übereinstimmt? Warum hat er solche Angst vor den Neokonservativen?

Orginalartikel Trump’s Neocons Reverse His Syria Withdrawal Plan vom 7.1.2019

Quelle: antikrieg.com

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Trump gegen seine eigene Administration?

Arbeiten Präsident Trumps leitende Kabinettsmitglieder gegen ihn? Es ist schwierig, nicht zu der Schlussfolgerung zu kommen, dass viele der kriegstreiberischen Neokonservativen, die Trump (irrtümlich, meiner Meinung nach) in Spitzenpositionen berufen hat, aktiv daran arbeiten, die erklärte Agenda des Präsidenten zu untergraben. Besonders, wenn es so aussieht, dass Trump versucht, den Dialog mit den Ländern zu suchen, die die Neokonservativen als Gegner sehen, die einen Regimewechsel brauchen.

Erinnern Sie sich, wie sein Nationaler Sicherheitsberater John Bolton ein von Präsident Trump organisiertes historisches Gipfeltreffen mit Kim Jong-Un fast gesprengt hat, indem er wiederholt auf das “Modell Libyen” und dessen Anwendung auf Nordkorea verwies. Als ob Kim scharf darauf wäre, von einem von den USA unterstützten Mob bombardiert, gestürzt und ermordet zu werden!

Es scheint, dass Trump’s Mitarbeiter erneut gegensätzliche Ziele verfolgen. Continue reading “Trump gegen seine eigene Administration?”