Zweiter Streich: USA starten erneut einen „Verteidigungs“angriff auf russische und syrische Streitkräfte in Syrien

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche haben US-Militärkräfte, die Nordostsyrien besetzen, syrische Regierungstruppen angegriffen und am Samstag einen russischen Kampfpanzer T-72 in die Luft gejagt. Nach einer Erklärung von Generalleutnant Jeffrey Harrigian, Kommandant des US Air Forces Central Command, sahen die US-Streitkräfte in Syrien einen russischen Panzer, der „auf uns schoss“, und die US-Seite rief einen Luftangriff zur „Selbstverteidigung“ herbei.

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Was zum Teufel?

JE „JÜDISCHER“ Israel wird, umso breiter wird der Abgrund zwischen ihm und der muslimischen Welt. Je „israelischer“ Israel wird, umso größer ist die Chance, dass es sich schließlich in die Region einfügt. Diese Idealvorstellung greift viel weiter als nur nach dem Ziel Frieden. Darum wiederhole ich: Ich bin in erster Linie Israeli und erst in zweiter Linie Jude.

P.L.O. bestätigt: Palästina wird eine der Vereinten Nationen

Gestern hat nach dem Zentralrat der „Palästinensischen Befreiungsorganisation“ (P.L.O.) nun auch deren Exekutivkomitee beschlossen, dass Palästina beim Sicherheitsrat und – nach dem dort zu erwartenden Veto der U.S.A. – anschließend bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen die Vollmitgliedschaft von Palästina beantragt. Offensichtlich hat der diese Woche in letzter Minute in Brüssel noch gestartete Bestechungsversuch beim „Ad Hoc Liaison Committee“ und der „Geber“-Konferenz von Golfmonarchien, Weltbank, Internationalem Währungsfonds, U.S.-Regierung, Israels Regierung und „Europäischer Union“ nicht gewirkt.

Die noch zu beantragende Vollmitgliedschaft Palästinas beinhaltet demnach die Grenzen von 1967 und damit als Zwei-Staaten-Lösung auch die Anerkennung Israels durch Palästina.

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Das hüpfende Parlament

Hunderte Piloten und andere Flugzeugbesatzungsmitglieder forderten von den Fluggesellschaften, sie sollten sich weigern, Flüchtlinge aus Israel nach Afrika zu transportieren. Sie schworen, sie seien nicht wie die deutschen Lokomotivführer, die Juden in die Vernichtungslager und damit in den Tod transportiert hatten.

Eine ältere Frau, die aus einem solchen Lager geflohen war, verkündete im Fernsehen, sie werde Flüchtlinge, die sie um Hilfe bitten würden, verstecken. Sie rief alle israelische Frauen auf, dasselbe zu tun und Flüchtlinge auf den Dachböden ihrer Häuser zu verstecken. Das war eine deutliche Anspielung auf Anne Frank, die während des Holocaust mit ihrer Familie auf einem Dachboden in Amsterdam versteckt worden war.

Das geschieht jetzt, die Flut steigt, es ist eine Stimme Israels, die lange Zeit nicht zu hören war, eine Stimme, die so viele Jahre verstummt war, die Stimme meines Israels, die Stimme des Israels von gestern – und hoffentlich die des Israels von morgen.

Bibis Sohn oder: Drei in einem Auto

IM GEGENSATZ zu vielen anderen Israelis hasse ich Benjamin Netanjahu nicht. Als Person interessiert er mich nicht besonders. Aber ich glaube, dass er eine Gefahr für die Zukunft Israels darstellt. Die Besessenheit, mit der er an der Macht festhält, bewirkt, dass er unsere nationalen Interessen an Interessengruppen verkauft, und zwar nicht nur an Milliardäre, sondern auch an das korrupte religiöse Establishment und viele andere.

Ein solcher Mann ist nicht dazu fähig, Frieden zu schließen, nicht einmal, wenn er es wollte. Frieden schließen verlangt Charakterstärke, die sich unter anderem drin zeigt, dass einer das Risiko, gestürzt zu werden, auf sich nimmt. Eine solche Waghalsigkeit kommt Netanjahu überhaupt nicht in den Sinn.

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Die Verhaftung von Ahed Tamimi wirft ein beunruhigendes Licht darauf, wie Kinder von Israel behandelt werden

Ahed und Nabi Saleh haben gezeigt, dass der unbewaffnete Widerstand des Volkes – wenn er Israel und der Welt Unbehagen bereiten soll – es sich nicht leisten kann, passiv oder höflich zu sein. Er muss furchtlos, antagonistisch und störend sein.

Vor allem muss er dem Unterdrücker einen Spiegel vorhalten. Ahed hat den schießwütigen Tyrannen entlarvt, der in der Seele zu vieler Israelis lauert. Das ist eine Lektion, die eines Gandhi oder Mandela würdig ist.

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