Bundeswehr: Per Corona auf RekrutInnenfang

„Bei der neuesten Kampagne nutzt die Bundeswehr die Verunsicherung ĂŒber Corona, um Nachwuchs zu werben. ‚Wir kĂ€mpfen gegen Corona‘ steht auf einer Postkarte, die derzeit etliche Jungen und MĂ€dchen in der Region erhalten, die im kommenden Jahr 18 Jahre alt werden. Auf der Vorderseite ist im Stil des Namensschildes auf dem Kampfanzug der Nachname des MinderjĂ€hrigen aufgedruckt. Auf der RĂŒckseite heißt es: ‚Wir kĂ€mpfen gegen Corona.‘ Darunter wird der Jugendliche kumpelhaft mit ‚Hi‘ und seinem Vornamen angesprochen. Weiter heißt es: ‚Gerade in dieser schwierigen Zeit unterstĂŒtzt die Bundeswehr mit ihren Frauen und MĂ€nnern in Uniform und in Zivil die deutsche Bevölkerung mit allen KrĂ€ften.‘“

Kein Bundeswehreinsatz in Baden-WĂŒrttemberg!

Die PlĂ€ne, die Bundeswehr wegen Corona im Innern einzusetzen, können nur als völlig untaugliche Verzweiflungstat interpretiert werden. So wird wieder einmal davon abgelenkt, dass sowohl die Bundes- als auch die Landesregierung ĂŒber Jahre hinweg falsche PrioritĂ€ten gesetzt haben. Statt öffentliche Einrichtungen, insbesondere das Gesundheitssystem, solide zu finanzieren wurden Jahr fĂŒr Jahr Milliarden fĂŒr das MilitĂ€r ausgegeben.

EU-Mandat ausgeweitet, Zweck unklar

Gut dokumentiert sind jedoch zahlreiche schwere Menschenrechtsverletzungen an denen sie beteiligt waren. Fast alle Beobachter*innen machen diese tw. systematischen und rassistisch motivierten Menschenrechtsverletzungen durch die malischen SicherheitskrĂ€fte zumindest mit dafĂŒr verantwortlich, dass sich die Sicherheitslage in den vergangenen Jahren kontinuierlich verschlechtert hat, sich immer mehr Gruppen bewaffnen und auf Grundlage von EthnizitĂ€t konstituieren.

Die Militarisierung der FlÀche: Das Beispiel Emden

Der Rat der Stadt Emden beschloss 2014 den Beitritt zum Verein fĂŒr die Förderung des Kriegsschiffes, 80 Jahre nach der Einweihung des SMS Emden Ehrenmals. Der Verein heißt offiziell „Freundeskreis Marineschiff Emden e.V.“

2020 wird eine Korvette auf den Namen Emden getauft werden.

Emden ist Standort der RĂŒstungsindustrie. Wie bereits erwĂ€hnt, sind hier TKMS und die MWB Fahrzeugtechnik zu nennen. Über Emdens Hafen werden KriegsgĂŒter und Soldaten im Falle von Manövern und Kriegen verschifft.

Der OberbĂŒrgermeister ist „mayor for peace“.

In mehreren StĂ€dten werden Korvetten auf deren Namen getauft. Wie nehmen dies die dortigen BĂŒrger auf?

Kriegslogistik und MilitÀrische MobilitÀt

Momentan scheitert ein reibungsloser Transport an nicht geeigneter Infrastruktur – zum Beispiel sind Straßen nicht breit genug, Tunnel nicht hoch genug und BrĂŒcken haben keine ausreichende TragfĂ€higkeit – und an bĂŒrokratischen Formalien, zum Beispiel umstĂ€ndliche Zoll- und Genehmigungsverfahren. Um den nahtlosen Transport ĂŒber LĂ€ndergrenzen zu gewĂ€hrleisten, sollen mit dem Konzept Military Mobility physische, rechtliche und regulatorische Hindernisse abgebaut werden.

Aber warum will man militÀrische Truppen und Fahrzeuge quer durch Europa transportieren?

Categorized as: MilitÀr, Krieg

Gegen unseren ausdrĂŒcklichen Widerspruch

Deutschland, die Bundeswehr, wollen beweisen, wie gut sie dieser logistischen Herausforderung gewachsen sind. Wirklich bedenklich finde ich, wenn die Bundeswehr – nicht in irgendeinem unbedachten Post oder Tweet, sondern auf ihrer offiziellen Info-Seite zum Großmanöver – geradezu ins SchwĂ€rmen gerĂ€t: Dort hat man sich den Aufmarsch schon vor Monaten bildlich ausgemalt und auf der Zunge zergehen lassen. Zitat: „Transportkolonnen in der Nacht auf deutschen Autobahnen, lange GĂŒterzĂŒge, die durch deutsche Bahnhöfe gen Osten rollen, Panzer auf Binnenschiffen im Ruhrgebiet: Wenn die Amerikaner im kommenden Jahr mit Defender Europe 20 die Verfahren zur Verlegung von umfangreichen KrĂ€ften aus den USA nach Osteuropa ĂŒben, wird Deutschland aufgrund seiner geo-strategischen Lage im Herzen Europas zur logistischen Drehscheibe“.

Stellt Euch vor - wir benutzen Cookies.