35 Jahre nach Tschernobyl – der europaweite Atomausstieg ist überfällig

Mögliche strahlenbedingte Gesundheitsfolgen wie Hirn- und Herzinfarkte wurden von der westlichen Forschung lange nicht anerkannt. Doch neuere, länderübergreifende Studien an Atomarbeitern aus Frankreich, Großbritannien und den USA haben gezeigt, dass es auch bei relativ niedriger und langsam erfolgender Aufnahme von ionisierender Strahlung zu tödlichen Hirn- und Herzinfarkten infolge von Blutgefäßschädigung kommen kann. Auch in experimentellen Zellstudien konnte dieser Mechanismus nachgewiesen werden. Die strahlenbedingte Linsentrübung ist inzwischen ebenfalls von internationalen Strahlenforscherinnen anerkannt. Studien zu Schädigungen des Erbguts durch radioaktive Strahlung zeigten zudem, dass die Anzahl der fetalen Missbildungen steigt, wenn die Mutter, beispielsweise aufgrund ihrer Arbeit, während der Schwangerschaft ionisierender Strahlung ausgesetzt ist.

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Kein Bau eines Atommülllagers im Länderdreieck Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen

Erst kürzlich sind drei Neuerkrankungsfälle von Non-Hodgkin-Lymphomen bei drei Arbeitern aufgetreten, die im Rückbau kerntechnischer Anlagen beschäftigt waren. Alle Arbeiter waren mit Abrissarbeiten u.a. bei derselben ehemaligen Brennelementefabrik beschäftigt, wo neben Uran auch Plutonium verarbeitet wurde.

Ein PATRIOT-Gesetz fĂĽr das Gesundheitswesen?

Die Patienten mĂĽssen Angaben zu ihrem persönlichen Leben und ihren Gewohnheiten machen, damit ihre Ă„rzte Diagnosen stellen können. Wie wohl wĂĽrden sich die Menschen fĂĽhlen, wenn sie wĂĽssten, dass diese Informationen in einer bundesstaatlichen „Gesundheits-Datenbank“ gespeichert werden?

Bill Gates hat vorgeschlagen, dass bei der Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs fĂĽr Personen digitale Zertifikate ausgestellt werden sollten, die belegen, dass sie mit diesem Impfstoff geimpft wurden.

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