Analyse: Deutschland soll Banken in Griechenland-Bankrott ausbezahlen, Blitzkrieg-Versuch im Bundestag

Als gestern klar wurde, daß die von Merkel-Regierung, der EZB, dem IWF und der EU-Kommission als „Übergangsregierung“ eingesetzten Technokraten in Griechenland die Kontrolle verlieren und der unabwendbare offizielle Staatsbankrott sich nicht mehr wie geplant bis zur Installation des „EuropĂ€ischen StabilitĂ€tsmechanismus“ ESM hinaus zögern lĂ€sst, schwenkte die Berliner Nomenklatura um. Mit allen Strategien gescheitert, wurde nun auf den alten Plan zurĂŒckgegriffen, den EFSF als Fonds zur Ausbezahlung der Banken-Forderungen zu benutzen.

Ein riskantes, Ă€ußerst riskantes Unterfangen, da das Bundesverfassungsgericht am 28. Oktober das unter Kollaboration aller Fraktionen durch den Bundestag gebildete EFSF-Geheimgremium mit sofortiger Wirkung außer Kraft gesetzt hatte. Aber den Strategen des Staatsstreichs gegen die europĂ€ischen Demokratien, allen voran die deutsche Republik, blieb keine andere Wahl mehr.

Griechenland braucht den Super-Bankrott

Das von „EuropĂ€ischer Union“, „Internationalem WĂ€hrungsfonds“ IWF und der Frankfurter Zentralbank EZB eingesetzte Banker- und Technokraten-Regime von „MinisterprĂ€sident“ Lucas Papademos und „Finanzminister“ Evangelos Venizelos in Athen versucht unter dem fadenscheinigen und zynischen Schlagwort „Rettung“ aus den StaatsbĂŒrgern europĂ€ischer Demokratien weitere 130 Milliarden Euro fĂŒr die FinanzglĂ€ubiger des systematisch ruinierten und abgebauten Staates Griechenland heraus zu pressen. U.a. wird nun ĂŒber die griechische Presse lanciert, das Land brauche bis MĂ€rz eine „Supertranche“ von 89 Milliarden Euro Cash, fĂŒr seine „Rettung“.

EZB druckt Banken unbegrenzt Geld, Banken vernichten es: Euro-Kapitalismus kurz erklÀrt

Am 30.November gaben die Zentralbanken der Staaten USA, Großbritannien, Japan, Kanada, Schweiz, sowie die Frankfurter Zentralbank des 17 Staaten umfassenden WĂ€hrungsgebietes Euro „gemeinsame Massnahmen“ bekannt, mit dem erklĂ€rten Ziel, „dem globalen Finanzsystem LiquiditĂ€t zuzufĂŒhren“. Als konkrete Maßnahme beschlossen sie lediglich, „die ZinssĂ€tze fĂŒr die bestehenden, befristeten LiquiditĂ€ts-Swap-Abkommen in US-Dollar um 50 Basispunkte zu senken“. (1)

Diese Maßnahme war als Witz zu verstehen. Die tatsĂ€chlichen Absprachen zwischen den Zentralbanken, den Gelderfindern der Gelderfinder, hatten einen völlig anderen Hintergrund.