Verteidigungsminister verlangt deutsche Truppenaufstockung im ISAF-Einsatz

Guttenberg deutete noch mehr Soldaten als bisher fĂĽr die neue Afghanistan-Strategie der Bundesregierung an – die deutsche Regierung zeigt inzwischen ganz offen hemmungslos ihre Kriegsfratze, die unter einer dĂĽnnen Fassade scheinheilig-durchsichtiger Umschreibungen fĂĽr das Volk verborgen war. (Abbildung: Wereschtschagin: Apotheose des Krieges (1871, Wikipedia) Der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hätte in Bonn gesagt, dass die Bundeswehr in Afghanistan bliebe und deutete nach Angaben der Deutschen Welle an, dass man im Rahmen der neuen Afghanistan-Strategie der Bundesregierung eine Aufstockung der deutschen Truppen auf bis zu 5350 Soldaten benötigen wĂĽrde, um diese in Afghanistan durchsetzen zu können.

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Die zweite Kunduz-Affäre

Afghanistan: Am Freitag vermeldet das deutsche Militär drei in einem Gefecht mit „Taliban“ gefallene deutsche Soldaten. Gestern heisst es dann, fĂĽnf oder sechs afghanische „Soldaten“ in einem zivilen Fahrzeug seien von einem deutschen SchĂĽtzenpanzer getötet worden – alles in unmittelbarer Umgebung des deutschen MilitärstĂĽtzpunktes in Kunduz, in dessen Sichtweite gerade ein viermal so groĂźer Komplex der US-Streitkräfte errichtet wird. Afghanistan-Kommandeur General Stanley McChrystal traf gestern in Kunduz ein. Die Nato kĂĽndigt eine Untersuchung der Vorfälle an. Heute morgen flog der deutsche Entwicklungshilfe-Minister Dirk Niebel (FDP) nach Kunduz. Er nahm an einer Trauerfeier fĂĽr drei deutsche Soldaten teil, die nach Angaben des Militärs, sowie eingebetteter Presse, am Freitag dem 2.April bei einem ominösen Gefecht mit „Taliban“ unter bislang nicht von unabhängiger Seite bestätigten Umständen um´s Leben kamen. Es gab zahlreiche WidersprĂĽche in den Darstellungen.  (Wer redet von drei toten deutschen Soldaten in Afghanistan?). Hatte es Freitag noch geheissen, Niebel sitze im afghanischen Hauptquartier der deutschen Besatzungstruppen in Mazar-i-Sharif fest, „weil alle verfĂĽgbaren Hubschrauber fĂĽr den Transport von Verwundeten eingesetzt“ wĂĽrden (1), hiess es heute, Niebel mĂĽsse die Särge der drei Gefallenen aus Kunduz holen und mit seinem Regierungs-Airbus nach Hause bringen, da sie sonst „erst in ein paar Tagen ausgeflogen werden…

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Wer redet von drei toten deutschen Soldaten in Afghanistan?

Kurz vor dem von Militär und „Spiegel online“ aus der Besatzungszone gemeldeten „Ăśberfall“ von „Taliban“ auf deutsche Soldaten sprach sich Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel fĂĽr einen RĂĽckzug bis Ende 2013 aus. Das deutsche Militär, namentlich seine FĂĽhrungsgeneräle und besonders das EinsatzfĂĽhrungskommando, haben schon so oft gelogen, dass das Wort „Kunduz-Affäre“ nach achteinhalb Jahren Krieg und Kriegslisten eigentlich ausreichen sollte. Heute geschah nun folgendes, in zeitlicher Reihenfolge:

Welt Online: kleiner Taliban-Scherz zum 1.April

Das alte WalroĂź der Informationsindustrie bringt heute mal wieder auf seinem Label ein neues Video der „Al-Qaida“ heraus. Handlung: Angriff von „Taliban“ in Afghanistan auf Fahrzeuge der Bundeswehr am Bundeshindukusch. Leider, leider – es sind keine Fahrzeuge der Bundeswehr, sagt die Bundeswehr. Also, das soll mir doch noch eine Extra-Meldung wert sein, neben „Internet wird abgeschaltet“ und „Die Schweizer leiden unter starkem Franken“ (Hallo, es ist 1.April).

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Hochmut kommt vor dem Fall: Brigadegeneral Henning Hars forderte seinen Chef zum RĂĽcktritt und RĂĽckzug aus Politik auf

KompetenzĂĽberschreitung und Anmassung des Bundeswehrgenerals gegenĂĽber seinem Vorgesetzten Bundeswehr-General Henning Hars hatte seinem Vorgesetzten, dem Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg, den RĂĽckzug aus der Politik empfohlen und dass es ihm mittlerweile schwerfalle, dem Minister als obersten Kommandeur der Truppe noch das notwendige Vertrauen zu schenken.

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