Die Jagd nach dem Unerreichbaren

Im neuen Sicherheitsstaat wird nicht einmal der MĂŒll in Ruhe gelassen werden. „Terrorismus,“ so informierte uns die Chicago Sun-Times letzte Woche, „hat in Chicago und anderen GroßstĂ€dten einen neuen Markt fĂŒr eine Firma geschaffen, die vor etwa 14 Jahren begann, bĂ€renresistente MĂŒllcontainer herzustellen.“ Durchsichtige Plastik-MĂŒllbehĂ€lter sind im Kommen! Sie kosten bis zu $900 pro StĂŒck. „Die tödlichen Bombenattentate am Montag beim Boston Marathon zeigen, dass solche BehĂ€lter nötig sind fĂŒr Ereignisse wie den Chicago Marathon der Bank of America,“ sagte ein VerkĂ€ufer der Firma, und ich bewunderte die AusfĂŒhrungen ĂŒber Sicherheit, die jetzt als Nachrichten bezeichnet werden. Wir werden ĂŒber alles informiert außer ĂŒber das, was wichtig ist.

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„Antiterrordatei“: Morgen verlieren MilitĂ€rs, Spione und Polizei weltweit eine Daten-Tauschbörse

Morgen verkĂŒndet das Bundesverfassungsgericht, schon sechseinhalb Jahren nach Inkrafttreten der beklagten Vollmachten von MilitĂ€r, Polizei und Geheimdiensten, sein Urteil zur am 1. Dezember 2006 durch den Bundestag beschlossenen gemeinsamen „Antiterrordatei“ von Bundeskriminalamt B.K.A., BundespolizeiprĂ€sidium, den 16 LandeskriminalĂ€mtern, den 16 LandesĂ€mtern des Inlandsgeheimdienstes Verfassungsschutz, dem Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz, dem MilitĂ€rgeheimdienst MilitĂ€rischer Abschirmdienst M.A.D., dem Auslandsgeheimdienst Bundesnachrichtendienst B.N.D., dem Finanzgeheimdienst Zollkriminalamt Z.K.A., sowie weiterer Polizeivollzugsbehörden.

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