Frau Leutheusser-Schnarrenberger, streichen Sie bitte Paul Watson von Roter Liste …

…dem Chef der Sea Shepherd Conservation Society könnte sonst der Tod drohen – Mitglieder des Parlamentes in Costa Rica zweifeln an der Legitimation des Haftbefehls und wĂŒrden Watson Vollmachten ĂŒber die Aufsicht der einheimischen GewĂ€sser verleihen

Deutschland stellt sich ein Armutszeugnis aus, wenn es aus RĂŒcksicht auf die Interessen der Fischfangindustrie Japans und Costa Ricas Paul Watson nicht von der Roten Liste streicht. Immerhin hat die Organisation Sea Shepherd nicht aus Jux und Tollerei versucht, kommerziellen Herings- oder Makrelenfang zu stören sondern im Gegenteil das illegale Schlachten von Haien, Walen und Delphinen sowie anderen Fischen wie Roter Thunfisch zu verhindern.

Deutschland unterstĂŒtzt offiziell die BemĂŒhungen der UmweltschĂŒtzer, bedrohte Tierarten, die ebenfalls auf einer „Roten Liste“ stehen, unter Schutz zu stellen.

Es ist allgemein bekannt – und wird auch von deutscher Seite verurteilt, dass den Haifischen an Bord der Schiffe bei lebendigen Leibe die Flossen abgeschnitten und die Tiere oft ins Meer geworfen werden, wo sie einen elenden Tod sterben.

Und genau darum geht es in dem Auslieferungsantrag von Costa Rica. Im Interesse dieser Fischerei-Mafia soll der beste KĂ€mpfer fĂŒr das Überleben dieser Tiere, Paul Watson, unter fadenscheinigen GrĂŒnden aus dem Jahr 2002 aus dem Verkehr gezogen werden.

Interpol hatte nach PrĂŒfung der HintergrĂŒnde dem Antrag Costa Ricas nicht stattgegeben und alle 190 Vertragsstaaten davon schriftlich informiert. Nie im Leben hĂ€tte es sich Paul Watson beim Zwischenstopp auf dem Frankfurter Flughafen auf seiner Reise nach Paris trĂ€umen lassen, dort von deutschen Behörden verhaftet zu werden. Watson konnte nicht ahnen, dass das Bundesinnen- und das Aussenministerium ihn auf der Roten Liste der gesuchten Personen aufgefĂŒhrt haben.

Gestern kam die Meldung, dass Paul Watson gegen Zahlung einer Kaution vorlÀufig aus der Auslieferungshaft von einer Viertelmillion Euro entlassen wird und Deutschland nicht verlassen kann.

Geld, welches die Sea Shepherd Conservation Society sehr schwer aufbringen kann, da die Organisation ihre schnellen Schiffe und Navigationstechnik von Spendengeldern finanzieren muss. Wobei erschwerend hinzukommt, dass ein Teil dieser AusrĂŒstung stĂ€ndig ergĂ€nzt werden muss wie die Neuanschaffung des Highspeedbootes „Godzilla“, dessen VorgĂ€nger von FischfĂ€ngern versenkt wurde.

Die Freilassung auf Kaution sollte nicht dazu dienen, die empörten GemĂŒter zu beruhigen, denn damit ist die Auslieferung in den mittelamerikanischen Staat noch lange nicht vom Tisch.

Deutschland hat sich die Chance vergeben, in der weltweiten Öffentlichkeit als ein modernes Land dazustehen, welches mit dem Eintreten fĂŒr den Naturschutz wie es hier der Fall ist die Umwelt konsequent schĂŒtzt.

„Die UnabhĂ€ngigkeit der Justiz ist ein hohes Gut“, sagte Leutheuser-Schnarrenberger zu dem WDSF-GeschĂ€ftsfĂŒhrer JĂŒrgen OrtmĂŒller und das BMJ hat „auf Arbeitsebene seine Zweifel an dem Haftbefehl an die Frankfurter Justiz kommuniziert.“

Das Oberlandesgericht (OLG) in Frankfurt hat die Aufgabe, ĂŒber den Auslieferungsantrag zu entscheiden. Das Bundesjusitzministerium kann umgehend Paul Watson von der Roten Liste streichen lassen und der Captain wĂ€re ein freier Mann.

Wer in diesem Land wĂŒrde auf den Gedanken kommen, dass die Ministerin sich in unabhĂ€ngige Justizangelegenheiten damit ungerechtfertigterweise einmischt? Ausserdem hat sie es ja bereits getan auf der Arbeitsebene, dafĂŒr sei ihr gedankt und sie sollte auch noch den letzten Schritt tun. Schliesslich ist Paul Watson kein Mörder, KinderschĂ€nder, Waffenschieber, Steuerhinterzieher sondern von alledem das Gegenteil und ist Mitglied im Beraterstab des deutschen Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)

WDSF-GeschĂ€ftsfĂŒhrer JĂŒrgen OrtmĂŒller sagte:

„Wir sind einfach fassungslos, dass Frau Leutheuser-Schnarrenberg und auch Außenminister Guido Westerwelle ihre Möglichkeiten zur Freilassung des UmweltschĂŒtzers Watson nicht ausschöpfen. Selbst eine politische Seerechtsverletzung im Ausland rechtfertigt keinen Haftbefehl, der auf deutschem Boden vollstreckt wird. Das verstĂ¶ĂŸt gegen elementare Menschenrechte.“

Claudio Monge Pereira, Mitglied von Partido AcciĂłn Ciudadana (Civil Action) in Costa Rica, hat eine deutliche ErklĂ€rung der UnterstĂŒtzung fĂŒr Paul Watson abgegeben und fĂŒr die Öffentlichkeit in der costa-ricanischen Zeitung El Pais in diesem Artikel „Solidaridad con el ecologista Paul Watson“ abdrucken lassen.

Pereira appelliert an die Regierung – die mit dem Peter Benchley Ozean Award fĂŒr herausragende Leistungen in der nationalen Verwaltung der Ozeane ausgezeichnet wurde – dass sie widersprĂŒchlich in ihren Handlungen ist, nĂ€mlich in der Verfolgung von namhaften Ökologen, die sich dem Schutz des marinen Lebens gewidmet haben. PrĂ€sidentin Laura Chinchilla hatte im vergangenen Jahr diese Ehrung fĂŒr den Schutz der GewĂ€sser um die Cocos Islands erhalten.

Weiterhin schlÀgt der Abgeordnete auch vor, dass die Angelegenheit möglicherweise vorbei an der VerjÀhrung des Falles verfolgt wird. Pereira zieht den Vergleich einer moralische Dichotomie: die Verhaftung von Mr. Watson gegen die Nicht-Strafverfolgung des ehemaligen PrÀsidenten Jose Maria Figueres.

Anschliessend prangert Pereira vehement die Verhaftung von Watson an und bittet die Regierung, wieder den Weg des kohĂ€renten ökologischen Diskurses einzuschlagen und lenkte die Aufmerksamkeit darauf, einen Legislativvorschlag vorzulegen, der seit dem Jahr 2008 von der Nationalversammlung nicht behandelt wird: die Plenar-Nummer 16890, die eine PrĂŒfung der Haifischerei-Praktiken fordert – obwohl die Gesetzgebung den Haifang in Costa Rica verbietet und mit Strafen ahndet.

Die Nachricht von Pereira endet in Großbuchstaben. Er schreibt:

„Si por alguna incomprensible razĂłn esta tozudez continuara y el CapitĂĄn Watson fuese extraditado a nuestro paĂ­s, desde ya hacemos un FERVIENTE LLAMADO A RECIBIRLO COMO ÉL SE MERECE Y ENTREGARLE SIMBÓLICAMENTE LAS LLAVES DE NUESTROS OCÉANOS, PARA QUE HAGA ÉL LO QUE NUESTROS GOBIERNOS SON INCAPACES DE REALIZAR: ÂĄPONER ORDEN DE UNA VEZ POR TODAS!

ÂĄLIBERTAD PARA EL CAPITÁN PAUL WATSON… DEFENSOR DE LA VIDA MARINA!

Legislador Partido AcciĂłn Ciudadana

Im Falle Mr. Watson ausgeliefert wird (nach Costa Rica), sollte er in einer Weise, wie er das wirklich verdient hat, begrĂŒsst werden – ihm symbolisch die SchlĂŒssel zu unseren Ozeane zu ĂŒberlassen, so dass er tun kann, wozu unsere Regierungen nicht fĂ€hig ist: die Dinge ein fĂŒr alle Mal festzulegen!

Freiheit fĂŒr KapitĂ€n Watson … Verteidiger des Lebens der Meere!“

Claudio Monge Pereira beschĂ€mt mit diesem Einsatz fĂŒr Paul Watson die deutsche Justiz, die ihre Einstellung jederzeit korrigieren kann. Sie wĂ€re der Dankbarkeit von Millionen Menschen auf der ganzen Welt gewiss, die noch ĂŒbrig gebliebene, gefĂ€hrdete Vielfalt unseres blauen Planeten zu erhalten.

Sea Shepherd Conservation Society warnte am 17.Mai davor, dass Paul Watson in Costa Rica nicht sicher ist und um sein Leben fĂŒrchten muss. Die taiwanesische Haifang-Mafia hat seit Jahren ein Kopfgeld in Höhe von 20.000 Dollar auf den Captain ausgesetzt.

„Wir wissen, dass der Arm der taiwanesischen Fischerei-Mafia nicht nur bis zur illegalen Fischerei in Costa Rica reicht sondern dass dieses auch fĂŒr den Strafvollzug gilt. Sea Shepherd befĂŒrchtet, dass KapitĂ€n Paul Watson nicht nur kein faires Verfahren in Costa Rica erhalten wĂŒrde und das er wahrscheinlich das GefĂ€ngnis nicht lange genug ĂŒberleben wĂŒrde, um das Innere eines Gerichtssaal zu sehen.

JĂŒrgen OrtmĂŒller sagte zu dem Staatsbesuch der PrĂ€sidentin von Costa Rica in ein paar Tagen beim BundesprĂ€sidenten Joachim Gauck:

„Hier zeigen sich ganz offensichtlich politische ZusammenhĂ€nge. Deutschland will Costa Rica vermutlich nicht brĂŒskieren, indem es den Haftbefehl aufhebt, obwohl es die Möglichkeit hĂ€tte.“

Susan Hartland, UmweltschĂŒtzerin bei Save the Dolphins stellte diese Petition mit einem Appell an die Justizministerin online: „Release Captain Paul Watson“

Target: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger German Minister of Justice

Sponsored by: Susan Hartland

We only have hours to Free Paul Watson! If the Minister of Justice does not intervene before tomorrow, then Paul will be arrested and face extradition to Costa Rica. We need to put pressure on the Minister to acknowledge this as the political issue it is, disregard this warrant and free Paul Watson

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Abschlachten der Calderon-Delphine auf den dÀnischen Faröer Inseln
07.06.2010 Greenpeace-Protest in Neuschwanstein fĂŒr japanische WalschĂŒtzer
18.12.2009 “Jagdzeit”

Quelle: http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?pfach=1&n_firmanr_=124101&sektor=pm&detail=1&r=495047&sid=&aktion=jour_pm&quelle=0