THE VISITOR: Yili, Shanghai

Wir treffen eine Frau, eine Musikproduzentin, die ein Jahr in Berlin gelebt hat um zu malen. Sie sagt, sie finde Berlin toll, nur die Armut sei schwer zu ertragen. Die Musiker, die sie da kennengelernt habe können sich nicht einmal Obst kaufen. Über die Musikproduzentin lernen wir Yili kennen, er ist ein Freund von ihr, Designer und homosexuell. Die Musikproduzentin hat verstanden, dass wir auf unsere sehr eigene Art in unserem Projekt Menschen im Alltag begleiten und uns Yili vorgeschlagen. Wir erklären ihr, dass wir nur Menschen begleiten, die wir auf unseren Strassenexpeditionen finden. Sie sagt, mit Yili müssten wir eine Ausnahme machen, an jemand wie Yili kämen wir nicht zufällig heran, da er seine Wohnung nicht verlässt. Yili aber wäre für unsere Shanghai Erfahrung unabdingbar. Wir beschliessen, ohne noch zu wissen wohin das führt.

THE VISITOR: Dave, Shanghai

Er redet oft von der Regierung und nicht sehr gut. Ich frage ihn, ob das nicht gefährlich ist für ihn. Nein, sagt er, überhaupt nicht. Die Regierung habe sich in ihrer Verfolgungsstrategie verändert. Es interessiere niemand was er sagt. Solange er sich nicht organisiert. Solange er alleine vor sich hindenkt, interessiert das niemand.