William Blum ist gestorben

Im Juli nahm er an einem Panel teil, wo er erklĂ€rte (siehe Video), warum die US-Bevölkerung mit der US-Außenpolitik weitgehend zufrieden ist. Sie glauben fĂ€lschlicherweise, dass die Vereinigten Staaten von Amerika es immer gut meinen. Fehler werden gemacht, es gibt Misserfolge, aber die USA meinen es immer gut. Es ist diese Illusion, die ausgerottet werden muss, um die US-Außenpolitik zu Ă€ndern.

Der tragische Beginn des US-Imperialismus

Nach der alten historischen ErzĂ€hlung waren die USA immer eine demokratische Republik und haben sich (von 1898 bis 1904) nur kurz mit unverhohlenem Imperialismus beschĂ€ftigt. Und tatsĂ€chlich, selbst in der Zeit, in der die USA Puerto Rico, Guam, Hawaii und die Philippinen eroberten, sahen sich die USA als „Befreier“ der Einheimischen vom spanischen Despotismus. Das war kein echter Imperialismus, sondern, um einen Begriff aus der Zeit zu verwenden, „wohlwollende Assimilation“. Oh, was fĂŒr ein herrlicher amerikanischer Euphemismus!

Joint Cooperation 2018

Bei dem eher unbekannten skandinavischen Staat „Framland“ handelt es sich allerdings um eine Fiktion:

„Eine junge Demokratie, die aus dem Zerfall eines vormals grĂ¶ĂŸeren Staatsgebietes hervorgegangen ist, durchlebt auf ihrem Weg zum souverĂ€nen Staat politische Wirrnisse, Unruhen, Korruption und verschiedenste Angriffe von innen und außen. Die Bevölkerung ist verunsichert und teilweise schlecht versorgt. Die internationale Staatengemeinschaft wurde deshalb um UnterstĂŒtzung gebeten und ist nun vor Ort.“

Zum Übungsszenario Joint Cooperation 2018 (JoCo18) erklĂ€rt Oberstleutnant Tim Stahnke, der verantwortliche Projektleiter: „Ähnlich wie im Film sind Ähnlichkeiten mit lebenden Personen rein zufĂ€llig.“

Welche auslÀndischen Bedrohungen?

Eine der lokalen Washingtoner Fernsehstationen brachte kurz vor Thanksgiving ein typisches Morgenprogramm, um unsere Soldaten zu ehren. Darin wurden die weit von zu Hause stationierten Soldaten mit Videolinks versorgt, damit sie mit ihren Familien sprechen konnten und jeder glĂŒcklich nicken und sich einen schönen Urlaub wĂŒnschen konnte. Nicht wirklich zuhörend, wurde ich interessiert, als ich halb hörte, dass der befragte Soldat sein Thanksgiving in der Ukraine verbrachte.

Es kam mir in den Sinn, dass der Soldat vielleicht gerade einen Sicherheitsfauxpas begangen hat, indem er offenbarte, wo er sich befand, aber ich erinnerte mich auch daran, dass es gemeinsame militĂ€rische Manöver sowie eine Art Ausbildungsmission im Land gegeben hat, in der der ukrainischen Armee beigebracht wurde, wie man die glĂ€nzenden neuen, hoch entwickelten Waffen, mit denen die Vereinigten Staaten von Amerika sie zur Verteidigung gegen die „russische Aggression“ ausgestattet haben, einsetzt.

Mordfall von Ayotzinapa in Mexiko wird neu aufgerollt

Der neue PrĂ€sident betonte im Beisein von Angehörigen der verschwundenen Lehramtsstudenten, dass er den Fall zu einer PrioritĂ€t seiner Regierung mache. In diesem „traurigen und schmerzhaften Fall“ werde es keine Straffreiheit geben. Nur mit großer Beharrlichkeit könne nach dem mutmaßlichen Massenmord von Ayotzinapa Gerechtigkeit erreicht werden.