Iran-Bericht: 1 Jahr alter „Quasi-Putsch“ der US-Geheimdienste?

Hamburg: Der „Spiegel“ ist in Erklärungsnot. Kein Wunder. Hat er uns doch Jahr und Tag die iranische Bedrohung an die Wand gemalt und uns in den Krieg quatschen wollen. Jetzt – in schier nackter Panik ob der aufgeflogenen Kriegsverschwörung, nicht nur im Weissen Haus – wird schnell ein Zitat des cholerischen Neocon und ex-UNO-Botschafters John Bolton unter die Leute geworfen, der von einem „Quasi-Putsch“ (1) der US-Geheimdienste gegen ihren Präsidenten redet, obwohl der Iran-Bericht bereits ein Jahr alt ist und durch die Bush-Regierung bewusst zurĂĽckgehalten worden war (2). Der „NIE“-Bericht (National Intelligence Estimate) besagte, dass der Iran spätestens seit 2003 kein Atomwaffenprogramm mehr besass. „Das ist Politik, die als Geheimdienstinformation verkleidet daherkommt“, so der Ex-Botschafter John Bolton nun (angeblich) gegenĂĽber dem Spiegel, der alles andere zum Thema wegliess und dann gleich umschwenkte auf die plötzlich aufgetauchte Geschichte von 2005 zerstörten CIA-Videobändern mit Aufnahmen aus 2002. (Wir hatten dazu bereits heute morgen geschrieben, dass diese Affäre unserer Einschätzung nach ein Ablenkungs- und Rachemanöver der Bush-Regierung ist, ähnlich wie die Affäre um die durch das Weisse Haus enttarnte CIA-Agentin Valerie Plame, 2). Zu „Politik, die als Geheimdienstinformation verkleidet daherkommt“ fällt uns da einiges zu ein, gerade was das „Spieglein, Spieglein, an der…

Iran-Bericht ein Jahr alt: US-Ă–ffentlichkeit entsetzt ĂĽber LĂĽgner Bush

Washington: Spätestens seit der Erklärung des Weissen Hauses vom Mittwoch (1) weiss die Welt und die USA, dass Präsident Bush ĂĽber die angebliche atomare Bedrohung aus dem Iran und bezĂĽglich seines Wissens ĂĽber den US-Geheimdienstbericht gelogen hat. Nun stellt sich heraus: die Einschätzung der US-Geheimdienste, dass der Iran ĂĽber kein Atomwaffenprogramm verfĂĽgt, wurde bereits vor einem Jahr erstellt und aus politischen GrĂĽnden zurĂĽckgehalten. DER US-PRĂ„SIDENT HAT GELOGEN Bush am 4.Dezember in einer Pressekonferenz zu dem am Vortag erschienenen „NIE“ (National Intelligence Estimate), dem Bericht der 16 US Geheimdienste: „In August, ich glaube es war John – Mike McConnell kam rein und sagte, wir haben ein paar neue Informationen. Er sagte mir nicht welche Informationen das waren“.(2) Das war gelogen. Dies bestätigte am Mittwoch das Weisse Haus höchstpersönlich. In einer Erklärung hiess es, der oberste Geheimdienstdirektor Adm. Mike McConnell habe Bush im August darĂĽber informiert, dass das iranische Atomwaffenprogramm „vielleicht eingestellt worden sei“, so die US-Regierung am Mittwoch. „Direktor McConnell sagte, dass die neuen Informationen vielleicht die Geheimdienstgemeinde dazu bringen könnte, die Einschätzungen ĂĽber Irans geheimes Atomwaffenprogramm zu ändern, aber die Geheimdienstgemeinde war nicht darauf vorbereitet um zu diesem Zeitpunkt irgendwelche SchlĂĽsse zu ziehen, und es wäre nicht richtig gewesen zu…

Kurden-Partei DTP: friedliche Lösung für Republik Türkei

Istanbul: Einer der GrĂĽnder der „Partei fĂĽr eine demokratische Gesellschaft“ (DTP) in der TĂĽrkei, Mustafa Avci, hat sich erneut fĂĽr eine friedliche Lösung des ethisch-kulturellen Konfliktes im angehenden EU-Mitgliedsland TĂĽrkei ausgesprochen. Die DTP, die derzeit durch ein Verfahren des tĂĽrkischen Verfassungsgerichtes von einem Verbot bedroht ist, vertritt die Interessen der tĂĽrkischen Kurden und pocht u.a. auf das Recht, eine Jahrtausende alte Sprache (5) benutzen zu dĂĽrfen.

Struck: SPD stimmt „Online-Durchsuchung“ zu – Putsch geht weiter

Berlin: Der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Struck, ehemaliger Verteidigungsminister, hat heute während der Generaldebatte zur Arbeit der grossen Regierungs-Koalition den von Innenminister Schäuble geforderten Spionagemassnahmen und Vollmachten im Rahmen der sogenannten „Online-Durchsuchung“ zugestimmt. Eine Ă„nderung des Artikels 87a der Verfassung (Einsatz der Armee gegen die Bevölkerung) lehnte er aber bei dieser Rede vorerst ab. Struck wandte sich bei seinen Ă„usserungen zur „Online-Durchsuchung“ direkt an Wolfgang Schäuble und senkte dabei sogar ein wenig die Stimme, nach dem Motto „Hört ja keiner“.

Blackwater: Globaler Konzern-Geheimdienst „Total Intel“ ausser Kontrolle

Washington: Neues von unserer Konkurrenz: das Finanzkonsortium Prince Group hat neben der planetaren Konzernarmee „Blackwater“ auch den planetaren Konzerngeheimdienst „Total Intelligence Solutions“. Dieser agiert jenseits aller Kontrolle fĂĽr denjenigen auf der Erde, der ihn am Besten bezahlt, die „Washington Post“ berichtete heute darĂĽber (1). Umso wichtiger ist es nun, den Aufbau unseres planetaren öffentlichen Geheimdienstes voranzutreiben, der den Prinzipien der Weltverfassung „Menschenrechte“ und dem Allgemeinwohl verpflichtet ist: die Unabhängigen Medien.

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