TOP SECRET AMERICA (II): „Nationale Sicherheit AG“

Am Dienstag erschien der zweite Teil einer Artikelserie der “Washington Post”, die in der Öffentlichkeit zu heftigen Debatten führt und bei Kongress, Präsidenten und Geheimdiensten Reaktionen hervorgerufen hat. Über zwei Jahre recherchierten die Reporter Dana Priest und William M. Arkin für „Top Secret America“ im Spionage-Komplex der USA. Die Zeitung hat dazu auf einer extra eingerichteten Webseite umfangreiche Einzelheiten, Details, sowie eine komplette Datenbank zur Verfügung gestellt. Teil I – TOP SECRET AMERICA: “Eine versteckte Welt, jeder Kontrolle entwachsen”. Radio Utopie dokumentiert nun den zweiten Teil „Nationale Sicherheit AG“ („National Security Inc.“). Hinzugefügte Einzelheiten sind kursiv dargestellt, manche Teile des Artikels räumlich zu anderen versetzt worden. Offiziell sind seit den Attentaten am 11.September 2001 zweiundzwanzig für die CIA arbeitende Personen umgekommen. Davon waren aber nur 14 Mitglieder der CIA. Die anderen Personen waren sogenannte „private contractors“: dies kann man mit „private Vertragsnehmer“ übersetzen. Das US-Gesetz sieht ausdrücklich vor, das „grundlegende Regierungsaufgaben“ nicht durch „private“, also kommerzielle Firmen und Konzerne übernommen werden dürfen. Doch genau das ist allgegenwärtige Praxis in allen Geheimdiensten und Organisationen, die in der Branche „Terrorismusbekämpfung“ operieren.

John D. Bennett neuer Direktor der CIA-Spezialeinheit NCS für weltweite Sondereinsätze

In den Führungspositionen der zum Leben konträr stehenden Berufszweige der Vereinigten Staaten von Amerika ist das grosse „Bäumchen wechsle dich“-Spiel angesagt, um die von ihnen heimgesuchten Staaten weiterhin kräftig aufzumischen. Die Angestellten des US-Militärs und der Geheimdienste müssen sich immer schneller auf neue Gesichter in den Chefetagen einstellen, in denen das Stühlerücken in diesem Jahr besonders ausgeprägt ist und die glühenden Türklinken gar nicht mehr so schnell abkühlen können, wie sie in die Hand genommen werden.

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Kampf gegen Krieg der Maschinen

In den frühen 1970er Jahren kam in den Vereinigten Staaten von Amerika eine Handvoll Wissenschaftler, Ingenieure, Auftragnehmer des Verteidigungsministeriums und US-Luftwaffen-Offiziere zusammen, um eine professionelle Gruppe zu bilden. Das Ziel dieser Gruppe war die Entwicklung von Maschinen, die ohne menschliche Steuerung selbständige Operationen durchführen können. Zum anderen bestand ihre Aufgabe darin, Möglichkeiten zu finden, wie man die Öffentlichkeit und ein widerstrebendes Pentagon davon überzeugen könnte, dass das eine gute Idee ist.

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