US-Botschaft bestÀtigte bereits 2011 tödliche Gewalt gegen Studenten in Mexiko

Die EnthĂŒllungen in den USA könnten auch die deutsche Regierung unter Druck setzen. Bei einer Debatte zum Thema im November 2014 hatte der Staatsminister im AuswĂ€rtigen Amt, Michael Roth (SPD), ein Polizeiabkommen mit Mexiko noch verteidigt. Die Vereinbarung sei nötig, weil „die mexikanische Bundesregierung nicht Urheber der Menschenrechtsverletzungen“ in Guerrero sei, sagte Roth unter Bezugnahme auf den EU-Botschafter in Mexiko, Andrew Standley. Die nun veröffentlichten Drahtberichte aus den USA widerlegen diese These einmal mehr.

Geld an ParamilitĂ€rs: US-Gericht gibt neue Akten ĂŒber Chiquita frei

Die neuen Akten, die nun erst ausgewertet werden mĂŒssen, dĂŒrften weitere brisante Details ĂŒber die Zusammenarbeit zwischen transnationalen Konzernen und ParamilitĂ€rs liefern. In Kolumbien stehen vor allem Palmölproduzenten und andere agrarwirtschaftliche Großproduzenten im Verdacht, mit ParamilitĂ€rs zusammenzuarbeiten, um Arbeiter zu unterdrĂŒcken und die lokale Bevölkerung zu vertreiben.

Bauern in Kolumbien verlieren bei US-Freihandel

Kritisch wird im Zusammenhang mit dem Freihandel zwischen Kolumbien und den USA auch die Rolle der Clinton-Stiftung kommentiert. Der lateinamerikanische Fernsehsender Telesur verweist darauf, dass der US-Sachbuchautor Peter Schweizer in seinem Buch „Clinton Cash“ (Das Geld der Clintons) die These aufstellt, Kolumbien habe die Stiftung des ehemaligen US-PrĂ€sidenten Bill Clinton mit erheblichen Summen unterstĂŒtzt und so die Unterzeichnung des Freihandelsabkommen begĂŒnstigt. Clintons Ehefrau und Ex-Außenministerin der USA, Hillary Clinton, bewirbt sich derzeit um die Nachfolge des amtierenden US-PrĂ€sidenten Barack Obama.

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