Neue Einlagerungen im Fasslager Gorleben

PresseerklĂ€rung der BĂŒrgerinitiative Umweltschutz LĂŒchow-Dannenberg e.V. (BI) vom 14.6.2016

Nach den Funden von acht RostfĂ€ssern im Gorlebener Zwischenlager fordert der niedersĂ€chsische Umweltminister Stefan Wenzel (GrĂŒne) die Gesellschaft fĂŒr Nuklearservice (GNS) auf, endlich ein neues Überwachungs- und Inspektionskonzept vorzulegen. Am Rande wird eingerĂ€umt: Es gibt neue Einlagerungen in Gorleben.

Vor allem mĂŒssten die visuellen Inspektionen fĂŒr alle im Abfalllager befindlichen Gebinde intensiviert werden, betont der GrĂŒnen-Politiker. Dies könne zum Beispiel durch den Einsatz von Spezialkameras oder durch die Bildung besonderer Inspektionsgassen erreicht werden. Ziel der Maßnahmen sei die Qualifizierung des Lagers und der gelagerten AbfĂ€lle.

Die BĂŒrgerinitiative Umweltschutz LĂŒchow-Dannenberg e.V. (BI) reagiert positiv auf diese Forderung, die Atomkraftgegner_innen hatten schon seit Jahren ein Überwachungskonzept gefordert, das ĂŒber das Abschreiten der ersten Reihen hinausgeht.

Verwundert zeigt man sich seitens der BI hingegen darĂŒber, dass der GNS vor der geforderten NachrĂŒstung erlaubt wurde, weitere Gebinde einzulagern. Im Pressetext des Umweltministers heißt es:

“Nach der Zustimmung zur Einlagerung von zwei Stahlblechcontainern aus dem AKW Grohnde und sechs zylindrischen AbfallbehĂ€ltern aus dem AKW Unterweser im Mai dieses Jahres ist fĂŒr diese BehĂ€lter verfĂŒgt worden, dass sie im Lager einzeln aufgestellt werden, um bis zur VerfĂŒgbarkeit eines Endlagers jederzeit eine allseitige Inspektion zu ermöglichen “.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke:

“Der Umweltminister hatte nach den Rostfunden im Einvernehmen mit der GNS einen Einlagerungstopp verkĂŒndet, so erinnern wir das. Dass dennoch wieder eingelagert wurde, muss der GrĂŒnen-Politiker der erstaunten Öffentlichkeit einmal erklĂ€ren.”

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher