Tausende sagen nein zu Gorleben
Mitteilung der BI BĂŒrgerinitiative Umweltschutz LĂŒchow-Dannenberg e.V. vom 13. Mai 2016
Tausende folgten erneut dem Aufruf der BĂŒrgerinitiative Umweltschutz LĂŒchow-Dannenberg e.V. (BI) und der Kulturellen Landpartie zu einer Widerstandsparty: am Freitag den 13. in Gorleben. Deutlich mehr noch als im letzten Jahr, als erstmalig im Rahmen der Kulturellen Landpartie im Wendland rund 8000 Menschen an den Atomanlagen zusammen kamen, um gegen das Festhalten am Erkundungsbergwerk als mögliches nukleares Endlager und fĂŒr den sofortigen Atomausstieg zu demonstrieren.
Im Fokus stand in diesem Jahr der Streit in der Endlagerkommission, wie mit dem bisherigen geplanten Endlagerstandort umzugehen sei.
âEndlich wird selbst in der Kommission des Deutschen Bundestages deutlich, dass es im Kern nur um die Frage geht, ob der fragwĂŒrdige Alt-Standort im Spiel bleibt oder nicht. Und schon wieder gibt es politisches Gerangel um wissenschaftliche Ausschlusskriterien, um Gorleben im Suchverfahren fortzuschleppenâ,
sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.
âWenn es dabei bleibt, dass ein tiefengeologisches Lager favorisiert wird, bestehen wir auf einem Mehrbarrieren-Konzept, einem Deckgebirge, das Wasser abweisend ist. Deshalb sind wir froh, dass so viele Menschen den Weg zu dem wunden Punkt Gorleben finden, um mit Nachdruck das Ende des unwĂŒrdigen Gefeilsches um den Standort einzufordern, schlieĂlich geht es um Sicherheit und nicht um politischen Opportunismus.â
Deutlich mehr Polizei habe man ĂŒbrigens ebenfalls registriert, nachdem es im Jahr zuvor zu einer kurzfristigen Platzbesetzung kam. Von einer âGewaltorgieâ hatte der niedersĂ€chsische Innenminister Pistorius gesprochen. Die Veranstalter konterten, Pistorius habe sich zu einer âVerbalorgieâ hinreiĂen lassen.
In diesem Jahr flanierten und umrundeten die Menschen zu FuĂ oder per Trecker und AnhĂ€nger die Endlagerfestung, zwei Einfahrten zum festungsĂ€hnlichen GelĂ€nde des sogenannten Erkundungsbergwerks wurden unter den argwöhnischen Blicken von Polizeieinheiten aus LĂŒneburg und Hannover mit Mutterboden symbolisch verschĂŒttet, Blumen wurden gepflanzt. Drei BĂŒhnen mit Musik- und Redeprogramm, Kleinkunst, Verkaufs- und InfostĂ€nde sorgten bis in die frĂŒhen Morgenstunden fĂŒr die richtige Widerstandsparty-Stimmung.
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher
