Allgemeine Schockstarre nach U-Ausschuss-Sitzung: Huch, Geheimdienst und Regierung machen ja was sie wollen…
Das Protokoll von Netzpolitik.org der gestrigen Vernehmung einer Zeugin aus dem Bundesnachrichtendienst im N.S.A.-Untersuchungsausschuss des Bundestages vorzulesen ist nicht Intention dieses kurzen Kommentars. Dies ist vielmehr die Warnung an all die Vollidioten und VersagerInnen, die diesen Tiefen Staat an die Macht gelassen haben, nach systemrelevanten Schwachsinn nicht auch noch in Resignation zu verfallen.
Alle Verfassungsorgane der Republik haben versagt oder sind aktiv in diese Stasi 3.0, dieses „Teil des Netzwerkes globaler anlassloser MassenĂĽberwachung“ verstrickt, wie die Abgeordneten Konstantin von Notz und Christian Ströbele in ihrer Pressemitteilung fĂĽr die Parlamentsfraktion BĂĽndnis 90/Die GrĂĽnen vom 4. Oktober die Aktivitäten explizit des Bundesnachrichtendienstes selbst umschrieben. Mit allen Verfassungsorganen hat die gesamte etablierte Presse versagt, haben alle Richter- und Anwaltsverbände sich als ahnungslose Dummschwätzer geoutet und können sich alle BĂĽrgerrechtsgruppen dorthin fassen wo nichts ist.
Was jetzt, nach all den Jahrzehnten von Totalausfall der beteiligten Herren und Damen Sapiens, zu geschehen hat (und zwar plötzlich):
– es wird nicht ein einziges verdammtes Mal mehr von der Regierung oder den Spionen verlangt, dass sie dieses oder jenes doch mal tun sollten („Datenbeschutzbeauftragte“ des B.N.D.?! „Die Regierung muss endlich dafĂĽr sorgen“, blablabla?! Seid ihr denn bescheuert, oder was?!)
– es wird sie nur noch dazu gezwungen. Alle Mittel dafĂĽr stellt das Grundgesetz zur VerfĂĽgung. Man muss es natĂĽrlich lesen und begreifen können.
– es wird die Tagungsfrequenz der legislativen Organe erhöht. Dieses Parlament macht ĂĽber die Hälfte eines Jahres gar nichts. Genauso wie alle AusschĂĽsse, auch der N.S.A.-Ausschuss, der gestern die Vernehmung des zweiten Zeugen auf den 13. November verschob. Das zeigt auch, wie ernst man das meint, was man dann hinterher – wie man sieht: auch mal Jahrzehnte später – dann alles erklärt und bejammert.
Also: Hier haben ein paar Tausend Leute in dieser Republik ordentlich das zu tun, worauf sie sich einbilden zuwenig bezahlt zu werden.
Und beim Vorwärtsgang nicht vergessen: Hinter Euch sind immer wir. Und hinter uns ist nur das Grundgesetz.
Und das beiĂźt nicht.
(…)
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