Der Rubel rollt nach Nordkorea

Investitionen in die Transsibirische Eisenbahn: von Wladiwostok nach Seoul

Nach dem fünftägige Besuch einer russischen Regierungs- und Wirtschaftsdelegation unter der Leitung des Ministeriums für Entwicklung des russischen Fernen Ostens im Bezirk Rason Sonbong unterzeichneten Russland und die Demokratische Volksrepublik Korea ein bilaterales Entwicklungsabkommen.

Das Protokoll wurde durch den Minister für Entwicklung des russischen Fernen Osten, Alexander Galushka und dem nordkoreanischen Aussenhandelsminister Ri Ryong Nam mit unterzeichnet.

Vereinbart wurden stärkere Verbindungen des jährlichen bilateralen Handels in Milliardenhöhe bis zum Jahr 2020 und umfasst die Entwicklung im Handel, Investitionen, Verkehr, Energie und Naturressourcen, Beschäftigung und interregionale Zusammenarbeit. Verrechnet werden die Geschäfte in Rubel.

Das Ministerium für Entwicklung des russischen Fernen Osten erklärte, dass es bestrebt ist, die transsibirische Eisenbahnverbindung in die Republik Korea zu vervollständigen. Über diese Strecke soll zukünftig russisches Gas und Strom durch Nordkorea in das südliche Nachbarland geliefert werden.

Die Mitglieder der russischen Delegation zeigten grosses Interesse an Investitionen in die Sonderwirtschaftszone Kaesong an der Grenze der beiden koreanischen Staaten.

Der Minister für Entwicklung des russischen Fernen Ostens, Alexander Galushka, betonte, dass für Moskau die wirtschaftlichen und Entwicklungsziele nur mit der militärischen und der politischen Stabilität auf der Halbinsel eingehalten werden können.

Es wurde vereinbart, dass ein weiteres Treffen zwischen Russland und Nordkorea im Juni in Wladiwostok stattfinden wird.

Eigentlich sollten die westlichen Regierungen über dieses Abkommen grösste Genugtuung zeigen, da Banker und Wirtschaftskonzerne ihr Geld nicht in vom Krieg gefährdete Länder anlegen. Russland wird die nordkoreanische Regierung in dieser Hinsicht positiv beeinflussen.

Zudem könnte es dem Westen vollkommen gleichgültig sein, da er so offensichtlich politischen Druck auf Moskau und Pjöngjang mit Hilfe von mehr oder weniger angeordneten Sanktionen und diversen Kontensperren bei westlichen Banken belegte und öffentliches Desinteresse an blühenden Wirtschaftsbeziehungen zur Schau trägt. Für die international verflochtenen Grosskonzerne laufen indes die Geschäfte ohne grössere Publicity ausser in diversen Finanzblättern weiter wie bisher und offenbart die unrühmliche diplomatische Farce – abgespult für die zu manipulierende Öffentlichkeit.

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Quelle: http://www.nknews.org/2014/04/russia-signs-economic-development-protocol-with-north-korea/