« USA gegen Iran-Pakistan-Gaspipeline-Deal | Home | Wer redet von drei toten deutschen Soldaten in Afghanistan? »
Eisenbahnverbindung zwischen Türkei und Pakistan über Iran
Von petrapez | 2.April 2010
Ausbau der Handelsbeziehungen und Sicherung des Energiebedarfs Pakistans
Der türkische Präsident Abdullah Gul weilte am Donnerstag, den 1.April in Lahore in Pakistan zu Besuch des türkisch-pakistanischen CEO-Forums, das vom Punjab Board of Investment and Trade organisiert worden war. Punjabs Chefminister Mian Shahbaz Sharif, Innenminister Rehman Malik und andere Würdenträgern nahmen an dem Forum teil, so auch die Provinzminister Rana Sanaullah Khan und Malik Ahmad Ali Aulakh, Mitglieder der nationalen Bauunternehmer, der Präsident der Handelskammer von Lahore und prominente Unternehmer und Geschäftsleute beider Länder, berichtete The Nation.
Hauptthema der Zusammenkunft war die Prüfung der Möglichkeiten, wie man die Energiekrise in Pakistan mit Hilfe der Türkei überwinden könnte. Gul hätte gesagt, dass die Türkei nach China die weltweit grössten Erfahrungen im Bausektor mit der zweitgrössten Flotte von zweihunderfünfzig Konstruktionsbüros für Staudämme und andere Megaprojekte hätte. Gul sagte, er hätte beobachtet, dass die Menschen von Pakistan ihre Talente in der Branche auf der ganzen Welt bewiesen hatten, und dass das genutzt werden sollte, um den gegenseitige Handel zwischen den beiden brüderlichen Ländern expandieren zu lassen.
Weiterhin hätte der türkische Präsident gemeint, dass es einen grossen Umfang an Investitionen und Handel zwischen Pakistan und der Türkei gäbe.
“Das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern kann um Milliarden von Dollar gesteigert werden.”
fügte Gul nach Angaben der Zeitung hinzu und hätte betont. dass beide Länder in miteinander bewährter und Allwetter-Freundschaft verbunden wären. Weiterhin hätte er gesagt, dass eine Bahnverbindung zwischen Pakistan und der Türkei über den Iran entwickelt werden könnte, um die Reisezeit zu minimieren und den Handel zu intensivieren.
Gul lobte die historische Bedeutung von Lahore und den herzlichen Empfang und die Gastfreundschaft, die er in der Stadt erhalten hätte. Er lobte auch die Führung von Quaid-e-Azam Muhammad Ali Jinnah und Dr. Muhammad Iqbal und ihre Rolle bei der Schaffung von Pakistan, hiess es im The Nation.
Punjabs Chefminister Muhammad Shahbaz Sharif hätte gesagt, dass die Beziehungen zwischen der Türkei und Pakistan auf der gemeinsamen Religion, Kultur und Zivilisation beruhen und dass die Menschen der beiden Länder gemeinsam in tief verwurzeltem Band der selbstlosen Liebe, Brüderlichkeit und Aufrichtigkeit miteinander verbunden sind. Muhammad Shahbaz Sharif hätte betont, dass die pakistanisch-türkische Freundschaft ein Geist sei, den Worte nicht erfassen könnten.
Allerdings, hätte er weiterhin gesagt er, gäbe es noch eine Notwendigkeit für die Umsetzung dieser brüderlichen Beziehungen im Handel und in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.
Der Chefminister hätte die Ehrengäste begrüsst und gesagt, dass der Besuch des türkischen Präsidenten und seiner Delegation in Lahore eine aussergewöhnliche und unvergessliche Veranstaltung sei und hinzu gefügt, dass die bilateralen Beziehungen über die geographischen Grenzen hinausgingen und dem Test der Zeit standgehalten hätten. Er sagte, dass die Regierung und das Volk der Türkei Pakistan immer in der Stunde der Not unterstützt hätten und dass die Türkei den grössten finanziellen Beitrag zur Linderung der Opfer des Erdbebens in Pakistan gespendet hätte.
Artikel zum Thema
14.03.2010 Transkontinentale eurasische Hochgeschwindigkeits-Bahnverbindung durch siebzehn Staaten mit 110000 Kilometern Länge
27.02.2010 Wirtschaftsgespräche der D-8 Staaten im Iran
Topics: Politik | 5 Kommentare »
* * */
















2.April 2010 at 20:38
Sein Name ist nicht Gul, sondern Gül.
Nur als Anmerkung. Ansonsten ein guter Artikel.
Wie bewerten Sie den Kommentar?
1
0
2.April 2010 at 20:56
Die Türken werden Globalplayer,
Erdogan ist kritisch und punktet im asiatischen Raum.Den Türken fehlt nur Geld, evtl. eine Allianz mit Deutschland, wie in früheren Zeiten. Obama wird gegen die Türken keinen Krieg mit dem Iran anfangen können. Auch Israel steht nicht auf der Liste bevorzugter Freunde der Türken um Erdogan.
Das wird noch interessant.
Alle reden von China, aber die Türken kontrollieren den weiteren Ablauf der Weltgeschichte.
Wie bewerten Sie den Kommentar?
1
0
3.April 2010 at 09:56
Da bin ich aber mal gespannt, welche freundlichen
Hinweise da noch von den Amis kommen werden ?
Ob die genau aussehen, wie zu der geplanten Versorgungsleitung vom Iran nach Pakistan.
Derartige Aktivitäten dürften der amerikanischen Kriegspolitik doch überhaupt nicht in den Kram passen.
Hoffentlich lassen sich die Akteure von den Herren dieser Welt weder erschrecken noch erpressen.
Denn ausser ihren vielen Waffen und Schulden haben sie nichts aufzuweisen.
Wie bewerten Sie den Kommentar?
2
1
3.April 2010 at 13:31
Einige der türkischen Staudämme dürften eher als strategische Objekte als zu sonstwas dienen (das Mikroklima rund um mindestens einen Staudamm hat sich verschlechtert: Jetzt Mückenplage und vermehrt Sumpfkrankheiten Dank hoher Luftfeuchtigkeit).
Syrien benötigt dringend das Wasser, das aus der Türkei über die Flüsse Euphrat und Tigris fliesst.
In Indien wurden auch jede Menge Staudammprojekte mit Hilfe der Weltbank durchgezogen, obwohl es mit Hilfe richtiger Anbaumethoden und entsprechender Pflanzen auch ohne diese Schmiergeldverteilungsaktionen zu einer Verbesserung (vor allem nachhaltigen!) der Nahrungsversorgung Indiens gekommen wäre.
Wie bewerten Sie den Kommentar?
0
1
3.April 2010 at 19:49
Ich versuche gerade einen Zusammenhang zwischen Staudämmen und der geplanten Bahn herzustellen.
So ganz will mir das nicht gelingen.
Da bedarf es wohl einer ganz besonderen Begabung.
Was wir aber nicht unterschätzen sollten, ist die inzwischen auch in der Türkei angekommende Industrie.
Wir täten ” Gut ” daran, den anderen Ländern nicht immer unserer Arroganz und Überheblichkeit
zu begegnen.
Das waren schon Kulturhochburgen, da sind unsere Vorfahren noch mit Keule und Lendenschurz durch
Germanien als Sammler und Jäger gestrolcht.
Man muss nur aufmerksam die Urlauber in diesen Ländern beobachten, dann stellt man fest, das der Lendenschurz immer noch vorhanden ist besonders bei den weiblichen Besuchern.
Für diese Kulturbanausen muss man sich sehr häufig als Deutscher schämen.
Wie bewerten Sie den Kommentar?
2
1