Russland bestätigt: Israel sprach Luftangriff auf Syrien mit U.S.A. ab

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Israel: Die Regierung von Benjamin Netanjahu, die sich derzeit bei TV-Garderobenständer Yair Lapid Seit an Seit mit dem Rechtsextremen Naftali Bennet Verstärkung holt, hat die U.S.-Regierung von Präsident Barack Obama und seiner Außenministerin Hillary Clinton über den gestern erfolgten Luftangriff auf syrisches Territorium vorab informiert. Das bestätigte der Sprecher des Außenministeriums der Russischen Föderation, Alexander Lukashevich (Lukaschewitsch), heute vor Journalisten in Moskau.

Lukashevich versicherte, dass das Außenministerium Russlands seinerseits nicht von den U.S.A. vorab informiert gewesen sei. Der Sprecher des russischen Außenministeriums wörtlich:

"Wir haben keine Informationen darüber mit den amerikanischen Kollegen ausgetauscht. Ich weiß genau, dass die israelische Seite Washington im Voraus benachrichtigt hat."

Zuvor hatte die "New York Times" unter Bezug auf anonyme Quellen der U.S.-Regierung berichtet, dass Israels Regierung den Angriff in Washington "bekannt gemacht" ("notified") habe, aber nicht ausdrücklich erwähnt ob dies bereits vor dem Angriff erfolgt sei.

Wie allgemein bekannt, gibt es keine israelische Außenpolitik, lediglich eine israelische Innenpolitik. Zur Zeit entscheidet Israels Präsident Shimon Peres darüber, wer in Jerusalem nach den Parlamentswahlen mit der Regierungsbildung beauftragt wird. Wie "Ynet" berichtet, wird Peres am Samstag Netanjahu damit beauftragen. In diese sensible Situation in der Atommacht Israel dürfte mit hinein spielen, dass Kreise im Establishment Yair Lapid als neuen Außenminister verhindern wollen. Netanjahu soll Lapid das Amt bereits angeboten haben. Die Auswirkungen auf die Innenpolitik Israels dürften marginal sein.

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