Griechenland: Oberster Gerichtshof prüft Anklage wegen Fälschung des Staatsdefizits durch Papandreou und „Europäische Union“

Athen: Wie die bekannte griechische Zeitung "Kathimerini" meldet, erheben ehemalige Statistiker der staatlichen Behörde ELSTAT schwere Vorwürfe gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten Georgios Papandreou ("sozialistische" Pasok-Partei) und nicht näher genannte Beamte oder Vertreter der "Europäischen Union". Diese sollen 2009 nach Amtsantritt Papandreous gemeinsam dafür gesorgt haben, daß das griechische Staatsdefizit von 12-13 Prozent auf 15.4 Prozent hochgerechnet wurde. Ziel der Fälschung: an staatliche Zahlungen aus EU-Mitgliedsländern für Griechenland-Gläubiger (Banken, Kapitalgesellschaften, etc) zu kommen und im gleichen Atemzug dafür das Volk Griechenlands zu Armutsprogrammen und Entstaatlichung zu erpressen.

Ein äußerst logischer Sachzusammenhang. Gerade wenn man bedenkt, daß die europaweit so bekannten und beliebten "Pro-Europäer" Angela Merkel und Wolfgang Schäuble durch den Leiter des weltweiten Banken-Kartells "Institute of International Finance, Inc." (IIF), Josef Ackermann, beraten werden.

Die Vorwürfe wurden bereits im September 2011 durch den früheren ELSTAT-Angestellten Zoe Georganta erhoben und später durch den ELSTAT-Vizepräsidenten Nikos Logothetis bestätigt.

Wie erwähnt, handelt es sich bei den Vorwürfen um Vorgänge des Jahres 2009. Sicher nur zufällig wurde die Behörde ELSTAT im Jahre 2010 "umstrukturiert".

Nun hat am Freitag nach umfangreichen Untersuchungen Staatsanwalt Grigoris Peponis dem Obersten Gerichtshof seinen Bericht abgeliefert. Chefankläger Nikos Pantelis wird nun entscheiden, ob gegen Papandreou und seinen damaligen Finanzminister Giorgos Papaconstantinou Anklage erhoben wird.

Die "sozialistische" Pasok-Partei reagierte in der ihr üblichen "pro-europäischen" Art und Weise: mit maximaler Heuchelei. Sie beschuldigte Staatsanwalt Grigoris Peponis der "gefährlichen Beaufsichtigung" und Teil einer "gut organisierten Intervention in das politische und wirtschaftliche Leben" zu sein, welche die "nationalen Interessen gefährde".

Nicht nur bei den "pro-europäischen" Antidemokraten zu Athen, sondern gerade auch bei den Hohen Herren und Damen im Berliner Regierungs- und Frankfurter Bankenviertel, dürften nun die Nerven blank liegen.

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Quelle: http://www.ekathimerini.com/4dcgi/_w_articles_wsite1_16210_20/01/2012_423474

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