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Obama ist bereits jetzt nicht mehr Präsident
Von Daniel Neun | 1.Dezember 2009
30.000 amerikanische und laut “Le Monde” 2000 deutsche Soldaten sollen zusätzlich nach Afghanistan. Die Regierung Obama hat damit faktisch abgedankt und sich dem Militär unterworfen. Die Regierung Merkel-Westerwelle sieht sich, dank des deutschen Parlamentarismus, sehr, sehr harten Zeiten entgegen. Denn der umfassende Asien-Krieg, der die Nachbarstaaten Iran und Pakisten mitverwickeln soll, er wird nicht stattfinden.
Am frühen Mittwoch unserer Zeit spricht US-Präsident Barack Obama in der Militärakademie West Point. Er wird, so heisst es nun vom Weissen Haus gegenüber CNN, 30.000 Soldaten zusätzlich nach Afghanistan schicken (1). Nachdem er bereits im März die Truppenstärke um 21.000 Soldaten erhöht hat, wird Obama mit dieser Entscheidung in nur einem Jahr Amtszeit die Stärke der regulären Bodentruppen in der strategisch wichtigen Besatzungszone Zentralasiens auf 100.000 verdoppelt haben. Das ist etwas, was selbst die Bush-Regierung vorher in 8 Jahren Krieg nicht gewagt hat. Die Truppenstärke wird damit, wie vom Militär gefordert, bis zu den nächsten Präsidentschaftswahlen 2012 steigen und nicht fallen. Damit ist General David Petraeus bereits jetzt Oberbefehlshaber der ehemaligen Republik USA und nach den Wahlen 2012 ihr nächster Präsident.
Barack Obama gibt morgen früh in West Point keine “Strategie” bekannt, er hält eine Abdankungsrede. Das Militär hat in den USA, vor den Augen der Weltöffentlichkeit, die Macht übernommen. Dieser hochgerüstete Staat ohne zivile Führung, der allein im Irak den Tod von einer Million Menschen verursacht hat, ist spätestens ab morgen früh eine Gefahr für die gesamte Menschheit.
Die Angriffspläne gegen den Iran liegen nicht nur auf dem Tisch, sie werden seit Jahren durch verdeckte, psychologische und asymmetrische Kriegführung bereits umgesetzt. Und wieder soll die Lüge mit den “Massenvernichtungswaffen” herhalten, die man selbst besitzt und einsetzen will. In Pakistan haben die USA ihren seit 2007 höchstoffiziell angekündigten Versuch, die Kontrolle über die pakistanischen Atomwaffen zu bekommen (2), mit der Übergabe der Einsatzvollmacht von Pakistans Präsidenten Asif Ali Zardari an Premierminister Yousuf Raza Gilani durchgesetzt. Die aus Saudi-Arabien 2007 wieder zurück importierte Witzfigur Navaz Sharif (3) , der sogenannte “Oppositionsführer” Pakistans und eine Marionette Washingtons und Londons, verlangte natürlich einen “Verzicht auf weitere Vollmachten” (4). Die kommen im “Krisenfalle”, dann werden nämlich US-Spezialeinheiten die direkte Kontrolle über die pakistanischen Atomwaffen übernehmen (5). Das erklärte Seymour Hersh Anfang November, quasi stellvertretend für die US-Regierung, in “Defending the Arsenal” (6) einer staunenden Weltöffentlichkeit. Denn nun “weiss” man: das pakistanische Militär könnte Kontrolle über die eigenen Atomwaffen haben und dann “einen Sprengkopf” an “die Taliban” liefern.
Das soll also nun die Gefahr für die Welt sein, wegen der die USA selbstverständlich eingreifen müssen; dabei sind es die USA, welche laut einem Bericht des Zentrums für Internationale Zusammenarbeit an der New York Universität zusammen mit ihrem Nato-Bündnis, seit Jahren “Taliban” (irgendwelche Milizen irgendwelcher Kriegsfürsten) in Afghanistan bezahlen, ausrüsten, mit Waffen beliefern und für Attentate einsetzen (7). Ebenfalls seit Jahren betreiben US-Militär und Spionagedienste wie die CIA Todesschwadronen aus US-Militärbasen und Gebäuden unter Kontrolle hochrangiger afghanischer Besatzungs-Beamter heraus (8). Niemand schert sich darum, alles geht einfach immer weiter. Die Öffentlichkeit schweigt feige, die “Parteien” schweigen feige, jeder kollaboriert oder meckert ein bisschen für´s Protokoll.
Das gleiche Spiel mit dem Iran, wenn da auch keine Atomwaffen sind, was niemand bestreitet; aber Atomwaffensperrvertrag, Inspektionen und Völkerrecht hin oder her, man kennt das bereits, dass ist nur was für “Zivilisten”: es werden einfach Fakten geschaffen und sich hinterher irgendwie rausgeredet.
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel belohnte heute in Berlin den neuen ausführenden Gehilfen der US-Regierung bei der “Sicherung” der pakistanischen Atomwaffen: Pakistans Premier Gilani. Dieser konnte 40 Millionen Euro Sofortdankeschön in Form von “Schuldenerlass”, sowie “militärische Hilfe” verbuchen. Hilfe bei was nur, muss man sich fragen, wenn in Pakistans Öffentlichkeit sich schon jeder fragt, ob bereits die USA die Kontrolle über das Land übernommen haben, US-Söldner wieder freikommen, obwohl sie schwer bewaffnet durch die Strassen Islamabads patroullieren, aus der US-Botschaft bezahlt und beschützt werden und nach Angaben hochrangiger pakistanischer Polizeioffiziere direkt in die blutige Attentatsserie verwickelt sind, wegen denen jetzt Pakistan durch die USA “beschützt” werden müssen (9). Es spielt sich nicht nur ein offener Staatsstreich in Pakistan ab, der ganze Staat steht vor der völligen Zerschlagung, unter Anleitung der USA. Und gleichzeitig steht man da und blödelt in Berlin, Kabul und Islamabad in die Kamera.
Heute meldete die französische Zeitung “Le Monde”, dass “Präsident” Obama aka das US-Militär von Deutschland nochmal 2000 Soldaten mehr will (10). Kanzlerin Angela Merkel, sowie der neue Aussenminister Guido Westerwelle, werden sie ihm schon geben wollen, davon ist auszugehen. Aber bekommen wird sie das US-Militär nicht, und wenn das heisst, dass hier wieder jemand von der Regierung fliegt, um in der Opposition zu genesen und sich dem lästigen “Dings”, dem eigenen verblödeten Parteivolk stellen zu müssen. Auch die Mehrheit der ganz normalen Konservativen und Liberalen der Republik werden dem US-Militär keine 2000 deutsche Soldaten zusätzlich in die Finger geben, egal wie krumm sich da wieder UntertanInnen zu Berlin machen. Die letzten Jahre, in denen sich Deutschland von der “grossen Koalition” in eine stufenweise Eskalation quatschen hat lassen, werden sich nach der nun aufgeflogenen Kunduz-Affäre nicht wiederholen.
Und es bleibt dabei: ohne Deutschland kein “siegreicher” Krieg. Wir haben es beim Irak-Krieg 2003 schon einmal bewiesen.
Die Deutschen, zumindest die Teilnehmer und Multiplikatoren der Öffentlichen Meinung, können sich jedenfalls schon mal mit dem wirklichen Machthaber der USA und nächsten Präsidenten ab 2012 befassen: General David Petraeus, Chef des US-Zentralkommandos, dessen “Verantwortungsbereich” Zentralasien, Pakistan, Iran, Irak, das von aufgetauchten “Piraten” überflutete Arabische Meer, sowie Ostafrika bis zum Sudan umfasst.
Wie sehr sich die Vereinigten Staaten von Amerika in acht Jahren Krieg verändert haben, wie gefährlich sie geworden sind, das zeigen nicht nur die Kriegsbilder, die Opfer, die Not, die Zerstörung, die Folter und der Tod von Millionen – das zeigt vor allem dieses Bild. Es reiht sich ein in einen kleinen Vergleich, der bei youtube bereits 3.5 Millionen Mal gesehen wurde:
Entweder man ist Oberkommandeur, oder man ist es nicht. Entweder man ist ziviler Präsident und Verteidiger der Verfassung der Republik, oder man ist es nicht. Wer Angst vor dem Militär hat, der soll verdammt noch mal nicht ins Weisse Haus gehen, sondern zuhause bleiben.
Der Präsident Obama ist ab heute eine Marionette. Die Generäle und Admiräle haben in den USA die Macht übernommen. Mal sehen, wo sie das noch versuchen. In der Berliner Republik können sie sich jedenfalls auf was gefasst machen.
(…)
Quellen:
(1) http://edition.cnn.com/2009/POLITICS/12/01/obama.afghanistan/
(2) http://www.radio-utopie.de/2007/08/16/pakistan-us-regierung-will-kontrolle-ueber-atomwaffen/
(3) http://www.radio-utopie.de/2007/08/23/pakistan-ex-premier-sharif-kann-zurueckkehren/
(4) http://de.rian.ru/world/20091129/124175908.html
(5) http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/520657/index.do?direct=520652&_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/index.do&selChannel=
(6) http://www.newyorker.com/reporting/2009/11/16/091116fa_fact_hersh?currentPage=all
(7) http://www.radio-utopie.de/2009/11/04/afghanische-warlords-stehen-jahrlich-mit-hunderten-von-millionen-dollar-margen-auf-nato-gehaltslisten/
(8) http://www.radio-utopie.de/2009/10/28/nyt-karzais-bruder-organisiert-als-cia-agent-todesschwadronen-aus-altem-taliban-hauptquartier/
(9) http://www.radio-utopie.de/2009/11/02/pakistan-laut-polizei-inspekteur-us-soldner-indien-israel-und-afghanistan-hinter-attentat-von-peshawar/
(10) http://www.focus.de/politik/deutschland/kundus-angriff-deutschland-uebernimmt-verantwortung_aid_459137.html
Topics: Militär und Krieg | 14 Kommentare »



1.Dezember 2009 at 8:55 pm
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von CONTRACOMA, CONTRACOMA erwähnt. CONTRACOMA sagte: Obama ist bereits jetzt nicht mehr Präsident: 30.000 amerikanische und laut “Le Monde” 2000 deutsche Soldaten … http://bit.ly/5yqPc0 [...]
1.Dezember 2009 at 11:37 pm
Obama ist seit Amtsantritt- so wie jeder US-Präsident seit Woodrow Wilson- nur eine Marionette der US-Federal-Reserve, die in Wahrheit diese Welt regiert und dirigiert. Ausnahme war John F.Kennedy, an dem ein Exempel statuiert wurde, was es bedeutet, sich mit dem Herrscher der Welt -dem Rothschild/Rockefeller-Imperium anzulegen.
2.Dezember 2009 at 12:08 am
Schaut euch einfach die Filme “The Obama Deception” (VÖ 15.03.09) und “Fall of the Republic” (VÖ 15.10.09) an. Die nahmen und nehmen vieles zu Obamas Politik korrekt vorweg.
http://www.youtube.com/watch?v=VebOTc-7shU
http://www.youtube.com/watch?v=eAaQNACwaLw
2.Dezember 2009 at 1:33 am
“Denn der umfassende Asien-Krieg, der die Nachbarstaaten Iran und Pakisten mitverwickeln soll, er wird nicht stattfinden.”
Und damit entfällt die Last, den Beweis dafür zu erbringen dass so ein Unternehmen je geplant war…
Wie praktisch!
2.Dezember 2009 at 7:03 am
@Noergler: Man muss schon ziemlich merkbefreit sein, um nicht zu sehen, weshalb die USA in Afghanistan einmarschiert sind.
2.Dezember 2009 at 8:10 am
[...] [...]
2.Dezember 2009 at 3:44 pm
[...] im ParlamentObama erteilt Befehl zur Verschärfung des Kriegs in Afghanistan – blog von mattin bei Obama ist bereits jetzt nicht mehr Präsidentungläubiger bei Bürgerrechtsvereinigungen fordern EU zur Aufhebung der Richtlinie zur [...]
2.Dezember 2009 at 5:38 pm
Sehr geehrter Herr Neun
Das Obama nichts neues bringt war doch eigentlich von vorne herraus klar oder ? Allein seine Wahlkampfkosten offenbarten seine “Unabhängigkeit”.
Nun muss ich aber eins anmerken das “Militär” ist nur ein Werkzeug. Es ist nicht der Kopf auch nicht ein David Petraeus. Ein General ist wie alle anderen auch von Geld abhängig und dieses Geld verwaltet er nicht. Die Macht der U.S. Streikräfte besteht einzig und allein in dem klein geistlichen Patriotismus der Amerikanischen Geselschaft als in der schlechten Lebenssituation der Unter u. Mittelklasse in den USA. Es mag sein das es Befehlshaber gibt die gerne ein kleinen Krieg am laufrn habe. deswegen sie sich auch gerne vor den Karren spannen lassen. Aber sie sind nicht Ursache. Ihr anti militärismus blendet sie da meiner Meinung z.b. würden sie ein groß Teil der Offizier in Deutschland befragen so wehren die wenigsten für Engagement in Afghanistan oder Somalia. Zumindest in einer solchen vorm wie sie gerade statt findet.
2.Dezember 2009 at 7:05 pm
Was ist das bloss wieder für eine verblendete, selbstgerechte Ereigniskampagne , die da losgetreten wird. 30.000 Soldaten zusätzlich schicken in eines der ärmsten Länder wo gibt.
Pro Soldat und Jahr macht das 1 Million $
– zusätzlich !!!! -
zu den Billionen die bisher schon auf
absolut verbrecherische Weise ausgegeben wurden,
und die die Leute dort um keinen Deut glücklicher gemacht haben.
Ach so:
Um das Land von Terroristen zu befreien, die sonst unsere Strassen unsicher machen würden , oder unsere Häuser zum Einsturz brächten ??
Hallo ???
Um dort demokratische Strukturen zu fördern ,
wie bitte ???
Wer soll das denn sein, der solch “ehrenwerte”
Absichten hegt ??
http://tinyurl.com/terrorNest
ach ja obama : yes you can !
(mich übrigens kreuzweise)
2.Dezember 2009 at 9:30 pm
“Obama ist bereits jetzt nicht mehr Präsident”? Ich denke er war es nie. Denn wäre er es gewesen so wäre er nicht zum Präsidenten genannt worden. Er ist so wenig Präsident wie seine Vorgängern. Galauben Sie es.
3.Dezember 2009 at 12:10 am
Für den Friedensnobelpreisträger Obama ist es scheinbar einfacher, in seiner Bevölkerung 30000 WEITERE Grenadiere für
Afghanistan zu finden, als 2000 perfekt ausgebildete Lehrer, die Afghanisch, Pasthunisch, Englisch und Arabisch sowie
Mathe, Biologie (etc.) könnten und damit den Talibans entgegentreten könnten.
Grenadiere gibt es scheinbar genug auf dieser Welt… (aber keine Leute mit einem IQ über 200).
3.Dezember 2009 at 4:15 pm
Natürlich ist Obama Präsident der USA. Aber seit Kennedy ist kein Präsident mehr so mutig gewesen, gegen das wahre Machtkartell aus Hochfinanz (Wallstreet) und Rüstungslobby zu regieren.
Auch Obama unterliegt deren Einfluß.
Sein Vorgehen in Afghanistan ist unlogisch und scheint völlig chaotisch. Aber Obama spielt eben auf Zeit, wie viele andere Politiker auch. Die Macht der USA schwindet, alle Welt bemrkt es. Aber noch haben die USA die größte und schlagkräftigste Armee und sind gewillt, diese zu ihrem Vorteil einzusetzen.
mit freundlichen Grüßen
3.Dezember 2009 at 5:15 pm
uff….mein lieber herr gesangsverein….ich sehe schon, wir haben noch eine menge aufklärungsarbeit zu leisten. obama ist präsident…pfff…..muhahahaha…..ich schmeiss mich wech. also sollte obama wirklich vorgehabt haben, präsident zu sein, wäre er nie gewählt worden, bzw, man hätte selbiges mit ihm gemacht, wie mit bspw Ron Paul und er wäre völlig baden gegangen….oder noch einleuchtender…..er wäre nie als präsidentschaftskanditat in frage gekommen.
3.Dezember 2009 at 7:45 pm
ach ich hasse dieses geschwätz immer wer die usa regiert. natürlich hat obama nichts zu melden, und auch keine patraeuten. die wurden doch alle schon während ihres uni-aufenthaltes designed.
es hängt alles von einer EINZIGEN sache ab-und NUR von dieser sache. nämlich, solange dieses GELDSYSTEM weiterbesteht, solange regieren auch-und AUSSCHLIEßLICH- DIE BANKSTER! PUNKT!