Libyen: Clintons KriegslĂŒgen

Bekanntlich drĂ€ngen spĂ€testens seit dem Auftritt von BundesprĂ€sident Joachim Gauck bei der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz Anfang 2014 große Teile des außen- und sicherheitspolitischen Establishments darauf, Deutschlands scheinbar bislang an den Tag gelegte „Kultur der (militĂ€rischen) ZurĂŒckhaltung“ zugunsten einer offensiver ausgerichteten Außenpolitik ad acta zu legen (siehe ausfĂŒhrlich IMI-Studie 2015/02).

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Kanadischer Sicherheitsexperte: N.A.T.O. grosse Bedrohung fĂŒr ihre Mitglieder und den Rest der Welt

„Die N.A.T.O. lebt in einer seltsamen Fantasiewelt. Es erinnert mich an den Warschauer Pakt. Auf einer bestimmten Ebene mĂŒssen sie wissen, dass jedes Wort, das sie sagen, eine LĂŒge ist und doch wird es gesagt. Ich weiss ehrlich nicht, was los ist. Ich unterstĂŒtzte die N.A.T.O. in den Tagen des Kalten Krieges. Aber im Moment ist es gerade diese Vernichtung wie ein Moloch, dieses riesige Fahrzeug rollt zum Zermahlmen, Zerschlagung und Zerstörung auf.“

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Live-Ticker und EinschÀtzung zur Situation in Tripolis und Libyen

Zuerst eine kurze, subjektive EinschÀtzung.
Den Amerikanern hat es in den letzten Tagen gelangt mit der Nato, den ganzen Möchtegern-MilitĂ€rs und StĂŒmpern in Rom, London und Paris und ihren „Rebellen“. Sie haben die Initiative an sich gezogen und ebenso das MilitĂ€rkommando ĂŒber alle Statisten, also die „Rebellen“-Milizen, Nato-KrĂ€fte, Spione, Attentats-Kommandos, etc. Das ausfĂŒhrende Kommando hat die CIA. Diese ganze „Operation Meerjungfrau“ trĂ€gt von A bis Z die Handschrift von General David Petraeus. Vor allem zeichnet sich diese Operation durch militĂ€rische Intelligenz aus, zum ersten Mal seit dem US-initiierten Aufstand und Putsch gegen das Gaddafi-Regime (an den Putsch haben sich verschiedene andere MilitĂ€rmĂ€chte drangehĂ€ngt und versucht, diesen zu beeinflussen).

Schmidbauer nennt NATO-General LĂŒgner, Warnung vor zweifelhaften Rebellen

Ehemaliger deutscher Geheimdienstkoordinator meldet sich im Focus und in der Welt zum Libyenkrieg mit einem vernichtenden Urteil fĂŒr die Alliierten zu Wort – Bomben lösen keine Probleme Schmidbauer kritisierte die BefĂŒrworter einer militĂ€rischen Beteiligung Deutschlands sowie die Forderung nach Absetzung Gaddafis und unterstĂŒtzt die amtierende Regierung in Tripolis, indem er eine VerfassungsĂ€nderung des Landes zur Wiederherstellung des Friedens fĂŒr ausreichend hĂ€lt. Der verhandelte Entwurf fĂŒr die neue Verfassung liegt seit einem Jahr in der nordafrikanischen Schublade der Regierung, wo sie, wie sich jetzt zeigt, eher das Licht fĂŒr eine demokratischere Welt ohne die bisher sinnlos gebrachten Opfer und menschlichen Tragödien hĂ€tte erblicken sollen.