Stuttgart 21: „Ausstiegskosten“ betragen etwa 300 Millionen Euro

Stuttgart: Die „Ausstiegskosten“ aus dem Projekt Stuttgart 21 als von der Bahn bisher aufgewendeter Baukosten betragen nach seriöser Einschätzung der Ingenieure22 lediglich knapp 300 Mio. EUR. Zu diesem Ergebnis kommt Hans Heydemann von den Ingenieuren22, der mit seinem Ingenieurbüro jahrzehntelang öffentliche Planungsaufträge bearbeitet hat. Die knapp 300 Mio. EUR. setzten sich zusammen aus aufgelaufenen Planungskosten, Kosten für bereits ausgeführte Arbeiten (Gleisvorfeld, Nordflügelabriss, Baumfällungen, Grundwassermanagement, uam.) sowie Kosten, die aus den vergebenen Aufträgen entstehen. Auf Nachfrage hat Bahnchef Grube den Ingenieuren22 die von ihm genannten wesentlich höheren Ausstiegskosten aufgeschlüsselt. Diese enthalten große Posten die mit den Baukosten für Stuttgart 21 und dem „Ausstieg“ gar nichts zu tun haben, z.B. Planungskosten für die Strecke Wendlingen-Ulm. Ohne diese Fremdposten kommt auch Bahnchef Grube nur auf 427 Mio. EUR.

Gutachten: Kopfbahnhof ist leistungsfähiger als Stuttgart 21

Stuttgart: Der Stuttgarter Kopfbahnhof, so wie er heute besteht, kann 56 ZĂĽge in der Stunde abfertigen, sieben mehr als der fĂĽr Stuttgart 21 geplante Tiefbahnhof. In Zusammenarbeit mit den unabhängigen Verkehrsexperten Vieregg&Rössler haben die Ingenieure22 – FĂĽr den Kopfbahnhof ein gerichtsfestes Gutachten ĂĽber die Leistungsfähigkeit des bestehenden Bahnhofs erstellt.

„Die BĂĽrger sind systemrelevant, nicht die Zockerei der Banken“

Rede von ParkschĂĽtzer JĂĽrgen Hugger bei der Kundgebung „Empört-wehrt-engagiert-vernetzt euch!“ auf dem Stuttgarter Schlossplatz am 15.10.2011 Liebe StaatsbĂĽrgerinnen, liebe StaatsbĂĽrger, wundern Sie sich nicht ĂĽber diese Anrede. Wir leben in einer Zeit, in der wir als StaatsbĂĽrger erkannt haben, dass wir unsere Rolle neu begreifen mĂĽssen. Wir sind immer davon ausgegangen, dass unsere Belange im GroĂźen und Ganzen vernĂĽnftig geregelt werden von denjenigen, denen wir in Wahlen unsere Stimme gegeben haben. Wir mĂĽssen nun feststellen, dass dem nicht mehr so ist. Das Unbehagen darĂĽber, wie die Politik mit uns BĂĽrgern, unseren Werten und unserem Geld umgeht, wird immer größer. Die Bestätigung, dass dieses Unbehagen mehr als begrĂĽndet ist, erhalten wir nicht nur aus einem groĂźen Teil der bĂĽrgerlichen Presse, sondern auch aus der Analyse konservativer Ă–konomen und Politiker.